„Wir sind in großer Sorge.“ „Was tun? Zur Lage der Christen im Nahen Osten“

Veranstaltung „Was tun? Zur Lage der Christen im Nahen Osten“ beleuchtet die schwierigen Bedingungen, unter denen Christen ihren Glauben leben müssen – Appell an die Politik übergeben 

„Wir wissen uns mit allen christlichen Schwestern und Brüdern verbunden, die in anderen Teilen der Welt um ihres Glaubens willen verfolgt werden.“ Mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron, die Veranstaltung „Was tun? Zur Lage der Christen im Nahen Osten“ und begrüßte die Zuschauerinnen und Zuschauer, die digital den Livestream aus der Katholischen Akademie in Berlin verfolgten. Und der Vorsitzende des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, Bischof Emmanuel von Christoupolis, ergänzte: „Das Schicksal unserer Glaubensgeschwister darf uns niemals egal sein.“ Für die Evangelische Allianz in Deutschland begrüßte Uwe Heimowski, Vertreter am Sitz der Bundesregierung, neben den Zuschauenden auch Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Dr. Katrin Visse von der Katholischen Akademie in Berlin betonte in ihrer Eröffnung: „Umso mehr fühlen wir die Verpflichtung, etwas tun zu müssen. Aber was ist dieses ETWAS? – in dieser komplexen Situation?“ 

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Dr. Maria Flachsbarth, Erzpriester Dr. Elias Esber, Beauftragter für Flüchtlinge und Migration der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Bischof em. Dr. Markus Dröge, Vorsitzender der Evangelischen Mittelost-Kommission unter der Moderation von Wiltrud Rösch-Metzler (Pax Christi) über die Möglichkeiten der Erhaltung einer multireligiösen, multiethnischen und vielfältigen Gesellschaft in Syrien und im ganzen Nahen Osten. Anhand von Einzelschicksalen und Zeugnissen aus Syrien wurde die besorgniserregende Situation deutlich. „Die Sorge um Syrien eint uns. Es ist das Ziel der Bundesregierung, ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Ethnien und Religionen zu befördern und sicherzustellen“, so Flachsbarth in der Diskussion. 

„Wir sind in großer Sorge“. Mit diesen Worten beginnt der schriftliche Appell, den Erzbischof Philoxenus Mattias Nayis, Erzdiözese der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien in Deutschland, Metropolit Isaak Barakat, Orthodoxe Kirche von Antiochien in Deutschland und Mitteleuropa, und Bischof Serovpé Isakhanyan, Primas der Armenisch-Apostolischen Orthodoxen Kirche in Deutschland, an die Politik überreichten und der auf die prekäre Lage der Christen in Syrien aufmerksam macht: „Darum appellieren wir an die politisch Verantwortlichen, die Lage ernst zu nehmen und einen Weg zu finden, wie man die Christen in Syrien unterstützen kann, und zwar nicht, weil sie Christen sind, sondern weil ihr Verbleib in dieser Region von großer Bedeutung ist.“

In der die Veranstaltung abschließenden Andacht wurde die zumeist aussichtslos erscheinende Lage der Christen im Nahen Osten ins Gebet gebracht und um Kraft, Geduld und Zuversicht in den bedrängenden Situationen gebetet. 

Veranstalter waren die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg (ÖRBB), die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) und die Katholische Akademie in Berlin. 

Weitere Hinweise

Die Veranstaltung „Was tun? Zur Lage der Christen im Nahen Osten“ ist weiterhin abrufbar über den YouTube-Kanal der Katholischen Akademie in Berlin.

Der Appell der Erzdiözese der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien in Deutschland, der Antiochenisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa und der Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland kann hier abgerufen werden.

Die Videos mit Zeugnissen aus dem Nahen Osten können über den YouTube-Kanal des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg abgerufen werden. 

Für Rückfragen:Hans-Joachim Ditz

Geschäftsführer

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