Woelki und Wowereit betonen soziale VerantwortungSpitzengespräch zwischen Berliner Senat und Katholischer Kirche

Bürgermeister Klaus Wowereit und Kardinal Woelki mit dem Berliner Senat und Vertretern des Bistums in der St. Hedwigs-Kathedrale

Der Berliner Senat und das katholische Erzbistum Berlin wollen ihre Zusammenarbeit angesichts der sozialen Herausforderungen in einer wachsenden und vom wirtschaftlichen Aufschwung geprägten Stadt weiter ausbauen.

Bevölkerungswachstum und Wirtschaftsaufschwung dürften nicht zu sozialen Verwerfungen führen, betonten Berlins Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit nach einem Konsultationsgespräch zwischen Kirchenleitung und Senat am Dienstag im Bernhard-Lichtenberg-Haus. Auf Einladung von Kardinal Woelki hatten sich die Senatsmitglieder und Vertreter der Bistumsleitung am Mittag zu diesem turnusmäßigen Gespräch getroffen.

Der Regierende Bürgermeister erklärte:

„Der gute Weg, den Berlin bei der Wirtschafts- und Stadtentwicklung eingeschlagen hat, darf nicht dazu führen, dass Menschen sich abgehängt fühlen. Wir wollen eine starke und menschliche Metropole, in der alle ihre Chancen haben und in der die Politik die soziale Verantwortung für Benachteiligte gemeinsam mit den wichtigen gesellschaftlichen Organisationen engagiert wahrnimmt. Die katholische Kirche leistet einen wichtigen Beitrag auch für den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Und wir wollen eine Stadt, die weltoffen und tolerant bleibt. Dazu gehört auch, dass bei der Vielzahl der in Berlin beheimateten Kulturen jedes religiöse Bekenntnis respektiert wird.“

Kardinal Woelki hob hervor:

„Als katholische Kirche in Berlin stehen unsere Unterstützungsangebote von Caritas und Pfarrgemeinden allen Menschen offen. Wir stehen im offenen Austausch mit anderen Bekenntnissen und Weltanschauungen. Dafür ist es wichtig, dass auch junge Menschen auskunftsfähig über ihren Glauben werden. Deswegen ist uns auch u.a. der Religionsunterricht an öffentlichen Schulen so wichtig, für den wir eine weitergehende Refinanzierung dringend benötigen.“ Woelki betonte auch die Notwendigkeit der Stärkung des Seminars für Katholische Theologie an der Freien Universität.

Themen der rund zweistündigen Begegnung waren u.a. Bildungsfragen und die Herausforderungen der Integration. Diskutiert wurde auch die Möglichkeit von Beerdigungen nach islamischem Ritus auf kirchlichen Friedhofsflächen. Kardinal Woelki würdigte das Engagement des Landes Berlin