Zwischenbericht Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchsan Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen durch Kleriker, Ordensangehörige oder andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst

Bis zum 31. Dezember 2014 wurden im Erzbistum Berlin 31 Kleriker, vom Erzbischof beauftragte Ordensangehörige sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst des sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen beschuldigt. Im Jahr 2014 wurden drei neue Vorwürfe erhoben. Insgesamt gehen die Vorwürfe bis auf das Jahr 1947 zurück, die Beschuldigten sind zum Teil verstorben. Seit dem Jahr 2002 werden Verdachtsfälle des sexuellen Missbrauchs systematisch erfasst.

In 5 (Vorjahr: 7) Fällen läuft derzeit ein staatliches bzw. kirchliches Ermittlungsverfahren. Drei Verfahren wurden im Jahr 2014 abgeschlossen, ein neues aufgenommen.
Es wurden im Jahr 2014 drei weitere Anträge gestellt auf Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde, insgesamt also 17 Anträge. Davon wurden 16 bereits bewilligt. Es wurden insgesamt 77.000 € gezahlt.
Die Erstattungssumme für psychotherapeutische Leistungen betrug 13.099 €.

In diesem Bericht sind nicht erfasst die Verdachtsfälle, die bei Orden im Bereich des Erzbistums Berlin eingegangen sind.

Die beauftragten Ansprechpersonen für Hinweise auf sexuellen Missbrauch durch Kleriker, Ordensangehörige oder andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst, Sigrid Rogge und Pater Josef Schulte, stehen weiterhin für Anzeigen des sexuellen Missbrauchs im Bereich des Erzbistums Berlin und für entsprechende Anträge auf finanzielle Leistungen zur Verfügung.

http://praevention.erzbistumberlin.de/