Valentinstag

Übermorgen ist Valentinstag, der traditionell und in der Populärkultur als Ehrentag der Verliebten gilt.
Aber wussten Sie eigentlich, dass der heilige Valentin von Terni, dessen wir als Christen am 14. Februar gedenken, nicht nur der Patron der Liebenden ist, sondern auch der Heilige, auf dessen Schutz während der Pestepidemien man vertraute?

Als ich mir das erneut in Erinnerung rief, war ich voll Dankbarkeit dafür, dass diese Krankheit, die so viele Menschenleben gekostet hat, heute für uns ihren Schrecken weitgehend verloren hat.
Mitte des 14. Jahrhunderts bekamen zahllose Menschen in Europa plötzlich Fieber, klagten über merkwürdige Beulen am ganzen Körper, und kurz darauf starben sie. Die Pest war ausgebrochen.
Im Mittelalter kannten die Menschen kein wirksames Mittel gegen die Pest. Häufig wurden die Erkrankten zur Ader gelassen oder bekamen Brechmittel und Einläufe. Das waren die damals gängigen und rustikalen Methoden, deren Wirksamkeit leider zu wünschen übrig ließ, wie man schnell merkte.
Um sich zu schützen, trugen die Menschen Tücher oder Masken vor dem Gesicht. Außerdem versuchten sie, durch das Verbrennen duftender Hölzer und Kräuter sowie durch das Versprühen von Essig- oder Rosenwasser gegen die Krankheit anzukämpfen und die Atemluft zu reinigen.

Erst nachdem mehrere hunderttausend Menschen gestorben waren, erkannte man, dass die Ausbreitung der Seuche wirksam durch die Isolation der Kranken eingedämmt werden konnte.
Venedig führte als eine der ersten europäischen Städte eine Isolation von Menschen für 40 Tage ein. Aus dem italienischen Wort für vierzig, „quaranta“, wurde die „Quarantäne“.
Das kommt uns ein wenig bekannt vor, nicht wahr?

Es belastet mich sehr, dass wir noch immer mit Corona zu kämpfen haben. Und ich hoffe und bete, dass unser aller Leben bald wieder ohne Angst vor Ansteckung und Krankheit stattfinden kann.
Meine Gedanken sind täglich bei den an Corona verstorbenen Menschen und all jenen Berufsgruppen, die für uns als Bevölkerung da sind - jeden Tag. Ich danke jedem und jeder von Ihnen für Ihr umsichtiges Handeln und die Rücksichtnahme auf Ihre Mitmenschen. Das ist ein Zeichen von gelebter Nächstenliebe.

Bleiben Sie weiterhin behütet!