Das Wirken des Heiligen Bonifatius trotz der Pandemie

Berlin feiert Bonifatiustag


Nach vielen Monaten, in denen gemeinsame Gottesdienste und Treffen nicht möglichen waren, beging das Diözesane Bonifatiuswerk am 05. Juni den Gedenktag des Hl. Bonifatius. Irgendwie war an diesem Tag das pfingstliche Brausen des Heiligen Geistes zu spüren. Alles war und ist in Aufbruchstimmung. In der Kirche St. Kamillus wurden die Mitglieder und Freund des Bonifatiuswerkes durch P. Krystian Respondek herzlichst begrüßt. Der Kamillianer führte in die Geschichte der Kirche ein, deren Apsismosaik das Pfingstereignis darstellt. Die in Charlottenburg gelegene Gemeinde wurde von Sel. Bernhard Lichtenberg gegründet und ist bis heute ungewöhnlich. Das Ungewöhnliche an ihr ist, dass sie nicht nur ein Kloster, einen Kindergarten und ein Seniorenheim beherbergt, sondern der Dachgarten der Senioren sich direkt auf dem Dach der Kirche befindet. 

Da derzeit noch nicht so viel wie sonst von der Gemeinde in der Messe gesungen werden darf, gab es musikalische Unterstützung durch die Mitglieder der Gruppe „Patchwork“. In der Predigt ging der Berliner Hochschulseelsorger und Dominikaner Pater Max Cappabianca auf seine ganz persönlichen Begegnungen mit dem Heiligen Bonifatius in Rom und Paris ein. Er betont, dass der Apostel Deutschlands, wie der Heilige Bonifatius auch genannt wird, ein Vorbild für Internationalität ist. Ohne den internationalen Austausch wäre das Christentum wohl nicht nach Deutschland gekommen. 

Die Bedeutung des internationalen Austauschs für die Lebendigkeit der Kirche wurde auch in der anschließenden Begegnung bei Kaffee und Kuchen deutlich. So berichtete Lara Wiederhöft ganz begeistert von ihrem Praktikum im Norden, das sie mit dem Praktikantenprogramm des Bonifatiuswerkes in Stockholm absolvierte. Auch über weitere Projekte des Hilfswerks für den Glauben wurde informiert. Sei es über den Achorhof, bei dem es klar um den konkreten Schutz der Schöpfung geht. Oder über das deutsch-polnische Begegnungszentrum Mia in Löcknitz. Oder die durch das Bonifatiuswerk geförderte Personalstelle der Berliner Caritas „Building Bridges - Engagement im Generationendialog“. Oder die drei im Erzbistum Berlin geförderten Stellen des Bonifatius Freiwilligen Dienstes. Es wurde klar, dass das Bonifatiuswerk konkret den Glaubensgeschwistern in der Diaspora nachhaltig hilft. Etwas, was ohne Spenden nicht möglich wäre.

Verwiesen wurde auch darauf, dass das Bonifatiuswerk gern in die Pfarrei eingeladen werden kann. Jedes Vorstandsmitglied des Diözesanen Werkes freut sich über eine solche Einladung und nimmt sie gern wahr.

Am Gedenktag des Heiligen Bonifatius erhielten die rund zwanzig TeilnehmerInnen so einen umfassenden Einblick in das Wirken des Werks im Erzbistum Berlin und darüber hinaus. Es wurde deutlich, dass die Arbeit des Bonifatiuswerkes auch unter erschwerten Pandemiebedingungen nicht geruht hat. Der Tenor aller war klar: Sich wieder treffen zu können ist Ostern und Pfingsten zusammen.

Mit diesem Schwung werden weitere Veranstaltungen folgen.