"Es lohnt sich immer, Gottes Willen zu tun"Azubis in Neuzelle

Traditionell verbringen alle „Azubis“, also alle, die sich auf den Dienst als Priester, Pastoral- und Gemeindereferent/-innen im Erzbistum Berlin vorbereiten in der Karwoche zusammen. Sie beten und arbeiten zusammen, machen aber auch gemeinsame Unternehmungen und feiern die großen Liturgien miteinander. Am Mittwoch, 17. April 2019 waren sie gemeinsam in Neuzelle. Rana Bose und Markus Brandt berichten von einem offenbar sehr inspirierenden Besuch:

Mit viel Gottvertrauen haben Zisterzienser-Mönche aus Heiligenkreuz vor zwei Jahren in Kloster Neuzelle einen Neuanfang in der Diaspora gewagt. Nach mehr als 200 Jahren Abwesenheit eine Herausforderung, die auch für uns als Auszubildende der pastoralen Berufe im Erzbistum Berlin aufschlussreich sein kann: Welche Erfahrungen und Anregungen würden die Mönche für uns angehende Pastoral- und Gemeindereferent/-innen, Diakone und Priester bereithalten? Rund 40 angehende pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machten sich auf den Weg in das Nachbarbistum Görlitz, wo Neuzelle liegt. Herzlich wurden wir von Prior P. Simeon und Subprior P. Kilian in der Kirche aus dem 13. Jahrhundert empfangen. Die erste Anregung der geistlichen Führung: Wie die Emmaus-Jünger begleitet Jesus oft auch uns unerkannt auf unserem Weg, es geht darum, ihn zu erkennen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen bestand erneut die Möglichkeit der Begegnung mit den Mönchen. Sie erzählten von ihren ersten Erfahrungen in Neuzelle und berichteten von den Grundsätzen, die ihre Arbeit und Spiritualität ausmachen. Besonders beeindruckt haben uns der Optimismus und das Gottvertrauen der Mönche bei ihrer Wiederbesiedelung. Angst vorm Scheitern haben sie nicht, von Desinteresse oder Ablehnung lassen sie sich nicht beeindrucken. Schließlich lohnt es sich immer, Gottes Willen zu tun!

Vielleicht ist das auch für unsere zukünftige Arbeit eine Inspiration. Nicht ich selbst soll mich mit der Arbeit verwirklichen, sondern den Menschen den Blick auf Gott ermöglichen. Einer ihrer Ansätze ist dabei klein anzufangen. So erklären sie im Rahmen der wöchentlich angebotenen Katechesen Ablauf und Zweck ihres Stundengebetes, der hl. Messe und der Sakramente.

Bevor wir dann wieder nach Berlin aufbrechen mussten, feierten wir in der Klosterkirche noch als Gemeinschaft die Eucharistie. So erlebten wir als Auszubildende der unterschiedlichen pastoralen Berufe einen rundum gelungenen Tag der Gemeinschaft: untereinander und in der gesamten Kirche.