Schlaglicht

aus dem Erzbistum Berlin

Los geht’s: Das Abenteuer Weltjugendtag beginnt!

Die Lebens- und Glaubesfreude, die wir bei den Ticos erleben, steckt auch uns an. Heißt: Die Stimmung ist super!

„Oh wie schön ist ...“ - ja klar, Panama! Doch bevor es für unsere 45-köpfige Reisegruppe aus dem Erzbistum Berlin ins warme Mittelamerika geht, heißt es erst noch einmal durch das kalte Berliner Wetter nach Tegel quälen, wo unsere Reise am Dienstag, den 15.01. begonnen hat. Voller Vorfreude auf meinen ersten Weltjugendtag (WJT) ziehe ich meinen dicken Wintermantel aus, drücke ihn meiner mir hinterher winkenden Schwester in die Hand, und checke in den Flug nach San José ein. Bevor der WJT nämlich nächste Woche in Panama beginnt, werden wir in unserer ersten Woche das Nachbarland Costa Rica näher kennenlernen.

Nach einem Zwischenstopp in Zürich, zwölf Stunden Flug über den Atlantik und einer weiteren dreistündigen Busfahrt über abenteuerliche Straßen in Costa Ricas Bergland haben wir unser erstes Ziel erreicht: die Pfarrei der kleinen Stadt San Marcos. Die Busfahrt haben die meisten von uns verschlafen und auch ich werde erst wieder wach, als unser Bus unter freudigem Hupen gegen Mitternacht vor die Kirche San Marcos fährt.

Umarmende Herzlichkeit

Als ich sehe, dass uns dort eine jubelnde Gruppe von Freiwilligen erwartet, das offizielle WJT-Lied aus Lautsprechern schallt (nix da mit Nachtruhe - die ganze Stadt weiß nun, dass wir da sind!) und deutsche Flaggen für uns geschwenkt werden, bin ich schlagartig hellwach und zum ersten Mal auf dieser Reise zutiefst gerührt: Wie gute Freunde werden wir mit Küssen und Umarmungen von diesen Fremden herzlichst begrüßt, die seit Monaten unseren Aufenthalt in ihrer Gemeinde vorbereitet haben. Ich spüre sofort, dass es in den nächsten Tagen noch zahlreiche solcher Begegnungen und gemeinsamer Momente geben wird, in denen uns die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Ticos, wie sich die Einwohner Costa Ricas nennen, nur so entgegen schwappt.

Nach einer kleinen Stärkung und einem Nachtsegen auf Deutsch und Spanisch fallen wir alle müde und glücklich in unsere Schlafsäcke, die wir im Gemeindesaal der Pfarrei ausgebreitet haben.

Am Mittwochmorgen beginnt unser Tag mit einem für unser Gastland typischen Frühstück: Gallo Pinto (Reis mit schwarzen Bohnen) und Rührei, dazu noch Melone, Ananas und Kaffee. Gut gestärkt besteigen wir den Bus und machen mit den jungen Freiwilligen aus San Marcos unseren ersten Ausflug: Es geht in die Berge, wo wir nicht nur die wunderschönen grünen Landschaften Costa Ricas bewundern, sondern auch tropische Früchte direkt von der Plantage probieren und Forellen fangen.

Eben noch in Berlin, jetzt schon fast fließend Spanisch ;-)

Während unser Fang auf typische Art für uns gebraten und mit frittierter Yucca und Kochbananen zubereitet wird, bringen uns die Ticos verschiedene Tänze bei und auch wir lassen es uns nicht nehmen, ein paar deutsche Lieder und Tänze zum Besten zu geben. Glücklich, gut gesättigt und voller vieler Eindrücke kehren wir am Nachmittag in den Ort zurück, natürlich begleitet von den lauten Klängen des WJT-Liedes - zumindest den Refrain können wir nach weniger als 24 Stunden im Land schon alle auf Spanisch mitsingen!

Am Abend lassen wir diesen ersten Tag in einer Messe Revue passieren und danken Gott für all diese wunderbaren ersten Erlebnisse. Ich kann kaum glauben, dass wir gestern noch im Berlin waren - so viel Wunderbares ist seitdem passiert. Die Lebens- und Glaubensfreude, auf die ich in Mittelamerika so gespannt war, ist bei mir auf jeden Fall schon angekommen!

Am Mittwochabend beziehen wir dann vorerst zum letzten Mal unser gemeinsames Schlaflager in San Marcos, denn am nächsten Morgen wird unsere Gruppe auf drei Kirchen aufgeteilt werden, wo wir in Gastfamilien untergebracht sind, die jeweils ein eigenes Programm für uns vorbereitet haben. Was wir dort erlebt haben, gibt es dann auch hier nachzulesen. Es bleibt dabei - wir freuen uns darauf, unsere Eindrücke mit Euch zu teilen!