Patriarch Louis Raphael Sako zu Gast im Erzbischöflichen Ordinariat

Weihbischof Dr. Matthias Heinrich, Patriarch Louis Raphael Moshi Sako, Weihbischof Shlemon Odish Iskhirya Warduni (v.l.n.r.)

Weihbischof Dr. Matthias Heinrich hat am Donnerstag, 4. März 2016, im Erzbischöflichen Ordinariat den Patriarchen von Babylon, Erzbischof Louis Raphael Moshi Sako, Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche, und Weihbischof Shlemon Odish Iskhirya Warduni aus Bagdad empfangen. Bei ihrer Begegnung sprachen die Bischöfe über die Situation der chaldäischen Christen in Deutschland und im Irak. „Wir sind eine Kirche des ersten Jahrhunderts. Es ist schlimm, wenn die Christen den Irak verlassen“, sagte Sako. Weihbischof Heinrich berichtete, dass die deutschen Bischöfe auf der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im Kloster Schöntal über die Situation der Christen in den arabischen Ländern gesprochen hatten: „Wir wollen nicht, dass die Christen aus ihrer Heimat weggehen.“ Es seien Besuche von deutschen Bischöfen vorgesehen.

Patriarch Sako äußerte seinen Wunsch, in Berlin einen chaldäischen Priester einzusetzen. „Wir sind eine patriarchale Kirche. Die Gläubigen brauchen einen Priester, der sie leitet“, betonte Sako. Bisher kommen für Gottesdienste der chaldäischen Gemeinde ein Priester und ein Diakon aus München nach Berlin. Die etwa 500 chaldäischen Christen in Berlin bräuchten außerdem einen Ort für ihre Gottesdienste und Versammlungen, so Sako weiter. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 17.000 chaldäisch-katholische Christen, aber nur drei Priester. Weihbischof Heinrich versprach, über diesen Wunsch mit Erzbischof Koch zu sprechen.