Ach, so kann Glaube auch sein?Noch bis zum 31. Mai können sich zukünftige Teilnehmer zum Fest der Kirchen anmelden

Die Anmeldefrist, um beim Berliner Fest der Kirchen mitmachen zu können, hat der veranstaltende Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg (ÖRBB) bis zum 31. Mai verlängert.

Hans-Joachim Ditz vom ÖRBB hat ganz genaue Vorstellungen, wen er besonders ermutigen möchte, sich bei der Veranstaltung am 12. September auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte zu präsentieren: „Alle!“ Damit sind kirchliche Gemeinden, Organisationen und Projekte gemeint, „die Lust auf die Begegnung mit dem pluralen und quicklebendigen Berlin haben, die keine Berührungsängste haben, die vielleicht sogar ‚ungewöhnliche Maßnahmen‘ auf Lager haben, Menschen positiv zu irritieren: ‚Was, so sind die Kirchen? Hätten wir gar nicht gedacht!‘“

Zum Fest der Kirchen haben sich bisher 100 Gemeinden, Einrichtungen und Initiativen angemeldet. „Sie zeigen eine große Vielfalt in kultureller und spiritueller Hinsicht und im sozialen, caritativen beziehungsweise diakonischen Engagement“, fasst Sören Philipps vom ÖRBB zusammen.

Wichtig ist, dass die Gemeinden, Einrichtungen und Initiativen zu einer der Mitgliedskirchen des ÖRBB oder zu einer seiner Partnerorganisationen gehören.

Ditz nennt zwei Projekte des Internationalen Pastoralen Zentrums Berlin als gutes Beispiel: die Kunstaktion „Bevor I die“ und die Inszenierung von Leonardo da Vincis „Abendmahl“. „Das sind Bespiele für solche ungewöhnlichen Maßnahmen“, sagt er. „Aber natürlich darf und soll sich die ganze Breite kirchlichen Engagements präsentieren, von Bildung bis Caritas.“ Teilnehmer könnten sich an Marktständen präsentieren oder auf kleinen Bühnen mit entsprechendem Angebot: Musik, Theater oder Kleinkunst. Außerdem gebe es wieder kulinarische Angebote aus „aller Herren Länder“ durch die Gemeinden des internationalen Konvents christlicher Gemeinden Berlin-Brandenburg. „Aber Achtung: Essensangebote unterliegen – zu Recht! – den strengen Auflagen der Lebensmittelaufsicht“, betont Ditz.

Alkoholfreies Fest der Kirchen

Da dieses Fest eine nicht-kommerzielle Veranstaltung ist, können die Teilnehmer alle Speisen, Getränke (ausschließlich nichtalkoholische) und andere Erzeugnisse nur zum Selbstkostenpreis oder gegen eine freiwillige Spende abgeben.

Eine Brotfeier wie beim vergangenen Fest der Kirchen, wird es aber nicht geben, „um nicht immer dasselbe zu machen“, wie Ditz begründet. Einen Gottesdienst gibt es aber schon. Dieser steht unter dem Thema „Hoffnung“ – genauer: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“ (1 Petr 3, 15b). Der evangelische Bischof Markus Dröge, der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos, die mennonitische Pastorin Martina Basso und Diözesanadministrator Prälat Tobias Przytarski („oder der neue Erzbischof?!“, ergänzt Ditz) werden im Gottesdienst jeweils ihr persönliches Hoffnungszeugnis geben.

Anschließend sind die Gottesdienstteilnehmer eingeladen, in Kleingruppen, sogenannten „Murmelgruppen“, sich untereinander ebenso wechselseitig Zeugnisse ihrer Hoffnung zu geben. Als Erinnerung an den Gottesdienst erhalten alle ein Postkarte mit dem berühmten Christusmosaik aus der Hagia Sophia in Konstantinopel/ Istanbul.

Motto: „Aus Freude am Glauben“

So steht auch das ganze 4. Berliner Fest der Kirchen unter dem ebenso hoffnungsfrohen Thema „Aus Freude am Glauben“ unter dem Christen dann ihre bunte Vielfalt präsentieren und ihr religiöses, soziales und kulturelles Engagement vorstellen.

Und wenn das Wetter nicht mitspielt? „Wenn‘s regnet, dann regnet es! Es gibt keine Schlechtwettervariante“, gibt Ditz zu ... Aber: „Ist auch nicht nötig, weil es nicht regnet!“

Das Anmeldeformular ist unter www.fest-der-kirchen.de abrufbar.