Der Segen gesunder ErnährungPrälat Stefan Dybowski entsendet in Berlin-Spandau hunderte Sternsinger

Prälat Stefan Dybowski teilt die gesegnete Kreide an die Sternsinger aus. Foto: Walter Wetzler

Dass eine Apfelsine nicht nur gesund ist, sondern auch trösten kann, erzählte Prälat Stefan Dybowski hunderten Sternsingern in der Kirche Maria, Hilfe der Christen in Berlin-Spandau. Beim Aussendungsgottesdienst bereitete er sie auf ihre Aufgabe rund um den Dreikönigstag vor.

Unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein – Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit“ werden sie als Heilige Drei Könige mit dem Kreidezeichen „C+M+B“ den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen bringen. Wegen dieses Leitworts hingen in der Kirche Bilder von verschiedenen Lebensmitteln: Pizza, Nudeln oder Spinat mit Spiegelei. Die Gottesdienstbesucher konnten Bälle in darunter stehende Kisten legen, um zu zeigen, was sie am liebsten essen. Doch egal, wie gerne man etwas isst, niemand möchte und darf jeden Tag das Gleiche essen.

Viele Kinder auf den Philippinen aber bekommen jeden Tag Reis, weil der satt macht und nicht so viel kostet. Und gegen diese einseitige Ernährung wollen die Sternsinger in diesem Jahr Spenden sammeln, damit Kinder zur Schule gehen können und dort lernen, was gesund ist und auch nicht viel kostet.

Zur Strafe gab es kein Weihnachtsgeschenk

„Vor 100 Jahren lebte ein Junge, der acht oder neun Jahre alt war, in einem Londoner Kinderheim“, erzählte Dybowski in seiner Predigt. „Dort mussten alle Kinder immer nur arbeiten.“ Deswegen floh der kleine Junge, William, was zur Folge hatte, dass er zu Heilig Abend als einziges Kind in dem Heim kein Weihnachtsgeschenk, eine Apfelsine, bekam. Nachdem sich William deswegen weinend unter seine Bettdecke verkroch, kam sein Freund Tom und schenkte ihm eine geschälte Orange. Tom und seine Freunde hatten von ihrer Orange jeder eine Spalte abgetrennt und daraus eine neue Apfelsine für William gebaut.

„Wir haben so viel zu Essen, aber wir brauchen auch etwas fürs Herz“, schloss der Prälat die Geschichte. „William hat an diesem Tag beides bekommen.“

Saft aus frischen Äpfeln und Brötchen backen

Nach dem Gottesdienst lud der Jugendseelsorger Pfarrer Ulrich Kotzur die Teilnehmenden zum bunten Treiben rund um das Thema gesunde Ernährung ins Gemeindehaus.

So schenkte zum Beispiel die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg Chai am Lagerfeuer aus, die Katholische Landjugend zeigte, wie man frische Äpfel zu Saft verarbeitet und es lief der Film „Unterwegs für die Sternsinger – Willi auf den Philippinen“ mit dem deutschen TV-Reporter Willi Weitzel, der schon für die Sternsinger in Malawi und in Tansania war. Außerdem zeigte ein Bäcker den Kindern, wie man Brötchen backt und Daniela Dicker von der Regionalstelle Nord-Ost des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ ließ die Kinder das Vater Unser mit einem Glitzerstift schreiben.