Jugendliche ins Boot geholtMarienschüler probieren bei einer Regatta in Alt-Buchhorst ihre Misereor-Paddel aus

Foto: Alexandra Wolff. Mit freundlicher Genehmigung der Kirchenzeitung Tag des Herrn. www.tag-des-herrn.de. Alle Rechte vorbehalten. © St. Benno-Verlag, Leipzig

Die Misereor-Partnerschule St. Marien aus Berlin-Neukölln hat unter dem Motto „Kurs- Wechsel. Neu denken! Veränderung wagen“ 50 Paddel gebaut und nun hat sie sie im Rahmen einer Regatta in Alt-Buchhorst ausprobiert.

Es war ein richtiges Schulfest, dass die Marienschüler kurz vor den Sommerferien am Peetzsee beim Christian-Schreiber-Haus feierten. Schüler, ihre Eltern und Lehrer waren da und hatten das Buffet mit Kuchen und Salaten bestückt. Höhepunkt des Festes war eine Regatta, bei der die Schüler selbstgebaute Paddel und Boote fahren durften.

„Im Rahmen des Unterrichtsfachs ‚Wirtschaft, Arbeit, Technik‘ erstellten drei Schulklassen der Integrierten Sekundarschule insgesamt sechs Boote“, erläutert der Kunstlehrer Werner Brinkmann. Die Graffiti-AG der Schule hat die Boote mit Flammenzungen, Wasserornamenten, dem Logo der Schule, Motiven aus Videospielen und Zeichentrickfilmen verziert. Unter den Bootsbauern waren Jonas, Niclas und David aus der 8c: „Die Zusammenarbeit mit den Lehrern hat Spaß gemacht. Auch die Klassengemeinschaft war toll, weil sich niemand zu schade war, mitzumachen“, sind sie sich einig. „Es war mal was anderes, als immer nur sitzen und schreiben.“ David hat am Nachmittag übrigens mit seinem Klassenkameraden Julian die Regatta gewonnen. Als Preis gab es Gutscheine für die Schulcafeteria.

Theaterrolle statt Eskimorolle

Doch nicht nur auf dem Wasser haben sich die Boote bewährt, sagt Marietta Thier. Als Theaterlehrerin hat sie die Boote sogar schon mit einer „Requisiten-Rolle“ für ihre Schultheateraufführung bedacht. Auch die Paddel haben die Schüler selbst gebaut. Im Rahmen des diesjährigen Mottos der Misereor-Fastenaktion „Neu denken! Verantwortung wagen“ wollten die Schüler – genau wie Misereor – auf die philippinischen Fischer aufmerksam machen, die besonders stark vom Klimawandel betroffen sind. Es ging also um Umweltschutz. So nutzen die Schüler für ihre Arbeit, die der Werkstattmeister der Schule, Andreas Birkner, anleitete, kein Holz eigens gefällter Bäume, sondern das Holz bereits ausgedienter und gespendeter Paletten.

So lange der Vorrat reicht: Boote zu verkaufen

„Die Boote sind sogar zu verkaufen!“, sagt Kunstlehrer Paul Göbel. „Drei Interessenten haben wir schon.“ Für den Materialwert von 300 Euro pro Stück sind die Boote, eine Mischung aus Spreekahn und Kajak, zu erwerben. Wer Interesse am Kauf eines Boot hat, kann sich an Andreas Birkner (01 57 / 89 06 55 39) wenden.