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„Mach was draus: Sei Zukunft!“

Sie stellten das Hungertuch im Bernhard-Lichtenberg-Haus vor (von links): Frank-Thomas Nitz, Klaudia Höfig, Debora D’Ambruoso und Klaus-Peter Heyduck. | Foto: Walter Plümpe

Passend zur Misereor-Fastenaktion können Schulen und Gemeinden Bildungsreferenten des Hilfswerks für Projekttage einladen. Dabei geht es um Themen rund um das diesjährige Schwerpunktland El Salvador.

Was sind die Fluchtursachen? Was ist ein ökologischer Fußabdruck? Welche Interessen spielen beim Klimaschutz eine Rolle? Solche Fragen kommen nicht nur im Politik- und Sozialkunde-Unterricht Berliner und Brandenburger Schulen vor. Sie sind auch Themen für die drei Bildungsreferenten von Misereor in Berlin. Sie besuchen Schulklassen und Gemeinden zu kreativen Projektstunden oder –tagen, um das aktuelle Aktionsmotto zur Fastenzeit mit Leben zu füllen: „Mach was draus: Sei Zukunft!“

 

Spielerische und interaktive Methoden

Im Rahmen eines Workshops im Bernhard-Lichtenberg-Haus stellten Mitarbeiter von Misereor das Schwerpunktland El Salvador und das neue Hungertuch vor. Bildungsreferent Stefan Gransow informierte über Fortbildungsangebote für Gemeinden und Schulen. Erdkunde, Histografie, Geografie, Politische Bildung, Sozialkunde und Politikwissenschaften können gemäß dem Berliner Rahmenlehrplan davon profitieren. Dabei überwiegen spielerische und interaktive Methoden. Durch sechs Jahre Auslandserfahrungen aus Lateinamerika und Asien kann er die Inhalte gut veranschaulichen.

Neben der Arbeit von Misereor stehen auf Wunsch folgende Themen im Blickpunkt: Armut und Reichtum, Hunger und Überfluss, wirtschaftliche Verflechtungen Nord-Süd, Ursachen und Folgen des Klimawandels, internationale Zusammenarbeit in der Friedens- und Entwicklungspolitik, gerechter Welthandel, Wasserknappheit in anderen Regionen der Welt, Verlust von natürlichen Ressourcen und Ökosystemen, Müll und Recycling, Nahrungsmittelkette vom Anbau bis zum Konsum, ökologisch nachhaltige Ernährung, saisonale und regionale Produkte, Energiebilanzen im Haushalt, politisches Engagement und gewaltfreier Protest, Exkursion zum Berliner Büro von Misereor.

 

Nach der Schule: Zehn Monate Auslandsdienst

Die Einheiten richten sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 12. Sie dauern von zwei Schulstunden bis zu mehreren Projekttagen. Junge Erwachsene können nach Abschluss ihrer Schulausbildung einen 10-monatigen Auslandsdienst in einem Misereor-Projekt absolvieren. Die Kosten hierfür werden so gut wie komplett übernommen. Auch hierzu kommen Mitarbeiter gern in die Schulen; in der Regel mit zurückgekehrten Freiwilligen, die von ihren Erfahrungen im Ausland berichten.

Informationen zu Freiwilligendiensten: www.misereor.de/mitmachen/freiwilligendienst 

Kontakt für Projekttage in Schulen: 030/4435 1987, oder stefan.gransow(ät)misereor.de