Scheidung betrifft auch GroßelternTag beleuchtet die Ängste und gibt Tipps zum Umgang miteinander

Die erste und die dritte Generation basteln zusammen ein Kreuz. Das sollte auch noch möglich sein, wenn die zweite Generation nicht mehr zusammen leben kann. Foto: kna

Greifswald (ag). Wenn eine Familie auseinandergeht, weil das Ehepaar sich trennt, leiden mitunter nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern des Paares, also die Großeltern. „Nicht selten machen sich diese dann auch selber verantwortlich für das Geschehen“, weiß Ulrich Höckner, Leiter des Caritas-Regionalzentrums Anklam im Dekanat Vorpommern. Das ist für ihn allemal ein Grund, den Austausch miteinander zu suchen.

Eine Möglichkeit hierzu bietet der von der Caritas und der Alleinerziehenden-Seelsorge des Erzbistums Berlin gemeinsam organisierte Großelterntag am 25. April im Gemeindehaus der Greifswalder St. Joseph-Kirche.

Ab zehn Uhr beschäftigen sich die Betroffenen zusammen mit Ulrich Höckner, Christine Münstermann (Leiterin des Caritas-Regionalzentrums Greifswald, die auf Trennungs-Scheidungs-Umgangsberatung spezialisiert ist) und mit Barbara Tieves (Alleinerziehenden- Seelsorge des Erzbistums Berlin) damit, was sich alles durch eine Trennung der eigenen Kinder verändert beziehungsweise verändern kann. „Bei vielen Großeltern herrscht eine gewisse Verunsicherung. Sie fragen sich oft, was aus der Beziehung zu den Enkelkindern wird“, erklärt Ulrich Höckner die Beweggründe für einen solchen gemeinsamen Tag. So wüssten wenige Großeltern, dass auch sie Umgangsrechte haben. Zudem hätten sie gerade in ländlichen Räumen wie im Dekanat Vorpommern ohnehin schon unterstützende Funktionen, die sich durch eine Scheidung verändern könnten.

Gemeinsam wollen die Referenten mit den Besuchern einen Blick auf die rechtliche Situation der Großeltern werfen, die Phasen der Trennung durchsprechen und vor allem gemeinsam über Erfahrungen, Ängste und Nöte ins Gespräch kommen.

Termin

Das Seminar: „Ich bleib’ doch Oma, ich bleib’ doch Opa!“ beginnt am 25. April um 10 Uhr und endet gegen 15 Uhr.
Ort: Haus der Caritas, Bahnhofstraße 15 in Greifswald.
Informationen und Anmeldungen
sind bei der Caritas Anklam (Tel.: 0 39 71 / 2 03 50), dem Caritas Regionalzentrum Greifswald
(Tel.: 0 38 34 / 7 98 30) und dem Erzbischöflichen Ordinariat Berlin (Tel.:0 30 / 32 68 45 30) erhältlich
bzw. möglich.
Der Unkostenbeitrag liegt bei fünf Euro.