Werte Tag und Nacht vorleben

Foto: Caritas Stralsund - St. Josef Heim

Seit einem Vierteljahrhundert ist die Caritas in Stralsund für Menschen in schwierigen Lebenslagen da. Inzwischen kann auch die Insel Rügen von den dortigen Erfahrungen profitieren. Jetzt wurde gemeinsam gefeiert.

„Unsere Arche hat viele aufgenommen, denen das Wasser bis zum Hals steht, die sich in Not befinden“, ist Martina Steinfurth, Leiterin des Regionalzentrums Stralsund der Caritas, vor der Festmesse zum 25-jährigen Bestehen überzeugt. Klienten, Ehren- und Hauptamtliche waren Mitte Juni zu einem Dankeschön-Fest in der Stralsunder Gemeinde Heilige Dreifaltigkeit geladen.

Pfarrer ließ die Caritas einfach machen

Das Wirken der Caritas in Stralsund begann 1990 durch die derzeitige Leiterin Martina Steinfurth. Diese bot zunächst allgemeine soziale Beratung an. 1992 wurde dann die Stadtcaritas in Stralsund gegründet und gab der Arbeit vor Ort einen strukturellen Rahmen. „Der damalige Gemeindepfarrer Msgr. Reinhold
Janiszewski war ja auch Caritaspfarrer und hat uns wohlwollend machen lassen“, bestätigte Burghard Siperko, Leiter der Caritas Vorpommern. Gleichzeitig wurde das neue Betreuungsgesetz verabschiedet,
der Betreuungsverein „Für den Anderen“ unter der Schirmherrschaft der Caritas Stralsund nahm seine Arbeit auf und wurde im September 1993 als Verein anerkannt.

„Mit dem Betreuungsverein der Caritas arbeiten wir hier in Vorpommern-Rügen am längsten und auch am effektivsten zusammen“, bestätigte Anke Novakow von der Betreuungsbehörde des Landkreises. Sie unterstrich vor allem die gute und gehaltvolle Arbeit der Caritas mit den Ehrenamtlichen, die sich in der Betreuung anderer Menschen engagieren. Auch als 2014 die Bitte aufkam, eine Zweigstelle in Bergen auf Rügen zu eröffnen, war die Stralsunder Caritas gerne dazu bereit. Unkompliziert und schnell entstand 2015 eine Zweigstelle des Betreuungsvereins. Unkompliziert und für die Menschen offen ist das Wirken der derzeit 15 hauptamtlichen Caritas-Mitarbeiter in Stralsund und auf Rügen auch noch heute, wobei sie immer eng mit der Gemeinde vor Ort verbunden sind, wofür der derzeitige Pfarrer Andreas Sommer sehr dankbar ist.

„Es war damals richtig, auf den Betreuungsverein zu setzen. Das ist gesetzlich geregelte Barmherzigkeit“,
bestätigte auch Pfarrer i.R. Msgr. Reinhold Janiszewski. In diesem Verein engagieren sich in Stralsund zurzeit 25 Ehrenamtliche. Neben der Ausbildung dieser kam im Jahr 2000 die Hospizarbeit hinzu. Aus einer
kleinen Initiative mit fünf Interessierten wurde bis heute ein in Vorpommern anerkannter Hospizdienst mit 40 Ehrenamtlichen unter der Schirmherrschaft der Stralsunder Caritas.

Angebote werden vielfältiger

„Wertschätzung, Hochachtung und Liebe sind Werte, die sie jeden Tag leben und notfalls auch nachts. Dabei sind sie aber möglichst geräuschlos im Hintergrund“, lobte auch der erste Stellvertreter des Oberbürgermeisters von Stralsund, Holger Albrecht, die vielfältige Arbeit der Caritas in der Hansestadt
an der Ostsee.

Denn diese bietet über den ambulanten Hospizdienst und die Betreuung geistig behinderter, psychisch und abhängig erkrankter und verwirrter älterer Menschen hinaus mit der Caritasse einen Anlaufpunkt für alle, die es brauchen. Hinzu kommt ein ambulanter und stationärer Pflegedienst im Seniorenzentrum St. Joseph, eine Kur- und Erholungsvermittlung, die Kindertagesstätte Marienkrone, der Stromspar-Check, die Beratung für Opfer von Straftaten und ihre Angehörigen und seit kurzer Zeit zusammen mit den Maltesern vor Ort die Unterstützung von Flüchtlingen in der Hansestadt Stralsund.

Kontakt:

Caritas-Regionalzentrum Stralsund
Frankenwall 7
18439 Stralsund
Telefon: 03831 / 285 89-0
Ansprechpartnerin: Martina Steinfurth