Chor der St. Hedwigs-Kathedrale

Der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin ist der Hauptchor der römisch-katholischen Kirche des Erzbistums Berlin. Zentrale Aufgabe des Chores ist die musikalische Gestaltung der Kathedral-Liturgie an den Sonn- und Feiertagen gemeinsam mit den beiden Organisten oder mit Orchester.

Das Repertoire des Chores der St. Hedwig-Kathedrale reicht von Vokalpolyphonie bis Moderne. Schwerpunkt sind die Messvertonungen der Klassik und Romantik.

Regelmäßige Konzerte in der Kathedrale, im Konzerthaus Berlin, der Philharmonie und vielen Kirchen in Deutschland und im europäischen Ausland ergänzen die vielfältigen musikalischen Aktivitäten des Chores. Höhepunkte in den letzten Jahren waren u. a. Aufführungen von Franz Schubert: Messe in As, D 678, Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem, KV 626, Felix Mendelssohn Bartholdy: Paulus, Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift, Johann Sebastian Bach: Matthäuspassion und Johannespassion und Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem, op. 45.

Der Chor ist Mitglied im Verband Deutscher KonzertChöre, im Berliner Chorverband und der Chöre AG Berlin.

Seit 1. August 2005 ist Harald Schmitt Leiter des Chores der St. Hedwigs-Kathedrale.

Fotos: Walter Wetzler

Probenzeiten

Der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin probt einmal wöchentlich:

  • Dienstag: 19:00 - 21:30 Uhr

Ort: Bernhard-Lichtenberg-Haus, Hinter der Katholischen Kirche 3, 10117 Berlin

Mitsingen

Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen. Wenn Sie sich für den Chor der St. Hedwigs-Kathedrale interessieren, können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen. Vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Termin mit Domkapellmeister Harald Schmitt oder rufen Sie uns an unter der Telefonnummer: 030 - 308 77 980.

Ein Blick in die Geschichte

Der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin ist der Hauptchor der römisch-katholischen Kathedralkirche des Erzbistums Berlin. Als erste katholische Kirche nach der Reformation wurde am 1. November 1773 in Berlin die St. Hedwigs-Kirche geweiht. Wie Unterlagen aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts belegen, existierte zu dieser Zeit bereits eine Choralschola sowie ein Chor aus Knaben- und Männerstimmen – wann daraus ein gemischter Chor entstand, ist nicht bekannt. Ende des 19. Jahrhunderts wird Rudolf Wecker, Königlicher Musikdirektor und Chordirigent, an St. Hedwig erwähnt. Dem Rang der Kirche entsprechend wurde später aus dem Propstei-Chor ein Chor der Basilika, mit der Gründung des Bistums 1930 entstand der Kathedralchor St. Hedwig.

Von 1934 bis 1963 war Karl Forster Domkapellmeister an der St. Hedwigs-Kathedrale. Unter seiner Leitung entwickelte der Chor eine in der damaligen Zeit einmalige Klangfarbe und Klangreinheit und wurde nicht nur durch seine kirchenmusikalischen Auftritte bald über die Grenzen der Stadt und des Landes hinaus bekannt. Zahlreiche Schallplattenaufnahmen unter Forster auf den Labeln Telefunken, Electrola und Decca zeugen von dieser Entwicklung. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges war der Kathedralchor, der erste intakte Chor in Berlin, so dass er zwangsläufig zum musikalischen Kulturträger der Stadt wurde.
Die Zeitgeschichte prägte in Folge auch die Geschichte des Chores. Der Bau der Mauer, 1961, trennte den Chor in Ost und West. Der Domkapellmeister und ein Großteil des Chores wirkte danach nur noch im westlichen Teil Berlins ohne seinen Stammsitz, die Kathedrale. In der Folgezeit arbeiteten Anton Lippe, Roland Bader und Dr. Alois Koch mit dem „Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin“. Im Ostteil der Stadt gelang es Michael Witt, ab 1975 aus dem stark dezimierten Restchor einen neuen „Domchor von St. Hedwig Berlin“ aufzubauen.