Vorgeburtliche Diagnostik

Donnerstag, 19. April 2018 - Beginn 17:00 Uhr

WOCHE FÜR DAS LEBEN 2018

FLUCH UND SEGEN DES WISSENS

Teil 1:  17:00 Uhr Vorführung eines Films zum Thema (bis 18:45 Uhr) 

Teil 2:  19:00 Uhr Vortrag und Podiumsdiskussion (Einlass ab 18:45 Uhr)
mit: 
- Prof. Dr. Michael Abou-Dakn, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Tempelhof (Vortrag)
- Stana Schenck, Projektmanagerin im Bereich Gleichstellung, Teilhabe, Inklusion und Mutter eines jungen Mannes mit Behinderung
- Anke Fricke, Psychologische Psychotherapeutin in der Schwangerschaftsberatung Lydia beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin
- Dr. Ulrike Baureithel, freie Journalistin, Berlin (Moderation)

Der Einsatz des „Praena“-Bluttests zur Auffindung von Chromosomen-Abweichungen bei Ungeborenen hat die Praxis der vorgeburtlichen Diagnostik neu ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gehoben. Vorgeburtliche Diagnostik ist ein fester Bestandteil der Schwangerenvorsorge geworden. So muss sich jede schwangere Frau bzw. jedes werdende Elternpaar damit auseinandersetzen, welche Chancen und Risiken eine vorgeburtliche Untersuchung in sich birgt und welche Bedeutung eine zu erwartende Behinderung ihres Kindes für sie hätte. Seit Inkrafttreten des Gendiagnostikgesetzes und des geänderten Schwangerschaftskonfliktgesetzes im Jahr 2010 sind Ärzte bei vorgeburtlichen Untersuchungen verpflichtet, Frauen auf die Möglichkeit einer psychosozialen Beratung in einer Schwangerschaftsberatungsstelle hinzuweisen. Ergibt die Diagnostik einen auffälligen Befund des ungeborenen Kindes, geraten betroffene Eltern häufig in Entscheidungszwänge, die durch psychische Belastung und ethische Konflikte gekennzeichnet sind. Der Sozialdienst katholischer Frauen bietet diese psychosoziale Beratung langjährig an.

Die Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag von Prof. Dr. Abou-Dakn, der Informationen zur „medizinischen Indikation“ und den häufigen Methoden der vorgeburtlichen Diagnostik und ihrer Befunde in der klinischen Praxis vermittelt. Die anschließende Podiumsdiskussion befasst sich mit der Frage, welche Möglichkeiten und Grenzen es bei der Beratung und Begleitung von Frauen (und Männern) bei Entscheidungsprozessen und in Konfliktsituationen gibt und welche gesellschaftlichen und politischen Folgen sich aus der Anwendung diagnostischer Techniken für die Schutz- und Lebensrechte von Ungeborenen ergeben.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungsort

Bernhard-Lichtenberg-Haus
Hinter der Katholischen Kirche 3 10117 Berlin

Veranstalter

Telefon: (030) 32684-206
E-Mail: dioezesanrat(ät)erzbistumberlin.de
Website: https://www.erzbistumberlin.de/wir-sind/dioezesanrat/