Ausstellung "KEIN RAUM"

Begegnungen mit obdach- und wohnungslosen Menschen

Die Fotografin Debora Ruppert portraitiert seit 2009 in einfühlsamen Schwarz-Weiß Aufnahmen obdachlose Menschen auf den Straßen Berlins. Sie sucht die Begegnung mit ihnen, lauscht ihren Geschichten und bringt ihnen im Anschluss ihr entwickeltes Portrait als Geschenk vorbei.

www.street-life-berlin.com

Ruppert begibt sich in ihrer fotografischen Arbeit auf Spurensuche. Wo leben Menschen, wenn sie keinen Raum, in der Gesellschaft haben? Sie sucht sie an verborgenen Orten im urbanen Raum auf - unter Brücken, versteckt hinter Büschen in Parks, unter Treppenaufgängen und in Zeltstädten. Die Fotografin begibt sich in eine Parallelwelt, die direkt vor unserer Haustür existiert. Hier geht sie auf auf eine architektonische Spurensuche und sucht versteckte öffentliche Orte auf, die von obdachlosen Menschen zum Wohnraum auf Zeit umgewandelt wurden.

Trotz ihrer Nähe sind Rupperts Bilder nie voyeuristisch, sondern lassen etwas von der einzigartigen Würde erkennen, die jedem Menschen innewohnt. Ihre Portraits treten in den Dialog mit Menschen, die von Obdach- und Wohnungslosigkeit betroffen sind.

Einzelnen stellte Ruppert die Frage: „Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was würdest Du dir wünschen?“ Einige Antworten sind in der Ausstellung sehen.

KEINRAUM zeigt berührende Schwarz-Weiß-Portraits in Verbindung mit der architektonischen Dimension von Obdachlosigkeit im Stadtbild.

Ausstellung:

07.12.2018 - 29.01.2019
Mo - Fr: 9:00 - 18:00 Uhr

Rathaus Mitte - Berolina Galerie, Karl-Marx-Allee 31; 10178 Berlin

Die Zielsetzung:

Ziel ist es durch die Ausstellung in den Berliner Bezirken auf das Thema "Lebenslagen von Obdachlosen / Wohnungslosen" aufmerksam zu machen. Die Porträts kreieren hierfür einen bildhaften Einstieg, der es dem Betrachter ermöglicht, sich in der persönlichen Begegnung - vermittelt durch die Fotografien - mit dem Thema Obdachlosigkeit auseinanderzusetzen.

Der Erlös:

Sabrina Tesch, die Leiterin die Traglufthalle an der S-Bahn-Station Frankfurter Allee, eine Notunterkunft der Berliner Kältehilfe, stellt an der Vernissage ihre Arbeit vor. Auf diesem Weg haben die Bürger*innen die Möglichkeit, sich zu informieren, wie sie sich durch Sach- oder Geldspenden oder auch ganz konkret durch ehrenamtliches Engagement engagieren können.

Der Erlös der Vernissage fließt an die Traglufthalle, Frankfurter Allee eine Einrichtung der Berliner Kältehilfe.

Termin
07.12.2018
- 29.01.2019