Angestrebte Bistumspartnerschaft mit dem Erzbistum Vilnius

Als katholische Kirche verstehen wir uns weltumspannend, international, verbunden miteinander. Wir sind eine weltweite Gebets-, Lern- und Solidargemeinschaft. Konkret erfahrbar wird dies in partnerschaftlichen Begegnungen. Die Erzbistümer Vilnius und Berlin haben daher das gemeinsame Anliegen formuliert, miteinander eine Bistumspartnerschaft aufzubauen. Erste Schritte auf diesem Weg waren die Reise einer Delegationsgruppe mit Erzbischof Koch nach Vilnius im Jahre 2022  sowie ein Gegenbesuch in Berlin im Jahr 2023. Auch zur Wiedereröffnung der Berliner Sankt Hedwigs-Kathedrale und zum Eröffnungsgottesdienst der Renovabis-Pfingstaktion 2025 war Erzbischof Gintaras Linas Grušas in Berlin zu Besuch.

Für eine lebendige Partnerschaft bedarf es neben Kontakten auf Ebene der Bistumsleitungen vielfältiger Kontakt-, Beziehungs-, Gebets- und Lernerfahrungen in unterschiedlichen Bereichen. Denkbar wären Begegnungen und Austausch zwischen Pfarreien, Gruppen, Verbänden und Initiativen, Schulen, Caritas, im akademischen Bereich u.a.m.

Um hier erste Schritte zu gehen, sollen in einer dreijährigen Erkundungsphase (2026 bis 2028) Begegnungen verschiedener Zielgruppen stattfinden. Die gemachten Erfahrungen sollen in die weitere Vertiefung der partnerschaftlichen Beziehungen einfließen. Über Himmelfahrt 2026 wird zum Auftakt der Kirchenchor der Pfarrei Bernhard Lichtenberg unter der Leitung von Karolina Juodelyte nach Vilnius reisen. Zum Weltkongress zur Göttlichen Barmherzigkeit im Juni 2026 fährt eine Delegation des Erzbistums Berlin. Eine individuelle Teilnahme als Einzelperson oder Gruppe ist ebenfalls möglich (siehe gelber Kasten rechts). Weitere Begegnungen sind in Vorbereitung.

Weltkongress zur Göttlichen Barmherzigkeit in Vilnius

Erzbischof Gintaras Linas Grušas und die Erzdiözese Vilnius laden herzlich ein zum 6. Weltkongress zur Göttlichen Barmherzigkeit vom 7. bis 12.6.2026. Die Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit geht auf Schwester Faustina Kovalska zurück, die 1933 nach Vilnius kam und dort 1934 das erste Bild der Göttlichen Barmherzigkeit malen ließ. Der Kongress findet seit 2008 alle drei Jahre in einem anderen Land der Erde statt, in diesem Jahr in Vilnius. Eine gute Gelegenheit, um auf dem Weg zu einer Bistumspartnerschaft Litauen kennenzulernen und gemeinsam mit unseren Glaubensgeschwistern zu beten, ins Gespräch zu kommen und zu feiern.

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Die Republik Litauen als südlichster der drei baltischen Staaten ist mit 65.300 km² etwa ein Fünftel so groß wie Deutschland. Sie grenzt im Norden an Lettland, im Osten und Süden an Belarus und im Südwesten an Polen und die russische Oblast Kaliningrad. Seit 2004 sind die baltischen Staaten Mitglieder der Europäischen Union und der NATO.

2024 hatte Litauen 2.628.186 Einwohner, davon lebt mit rund 540.000 etwa ein Fünftel in der Hauptstadt Vilnius. 84,6% der Bevölkerung bezeichnen sich als Litauer, 6,5% als Polen, 5% als Russen, 1% als Belarussen und 2,9% gehören sonstigen Bevölkerungsgruppen an. Die Amtssprache ist Litauisch, daneben werden Russisch und Polnisch gesprochen.

Litauen ist das einzige mehrheitlich katholische Land der ehemaligen Sowjetunion. Etwa drei Viertel der Bevölkerung bekennt sich zum katholischen Glauben. In der Sowjetzeit konnte die Kirche im Untergrund überdauern. Die römisch-katholische Kirche gliedert sich in zwei Kirchenprovinzen mit insgesamt sieben Diözesen. Die Erzdiözese Vilnius liegt im Südosten der Republik Litauen und grenzt an die litauischen Diözesen Vilkaviškis, Kaišiadorys und Panevežys sowie die Bistümer Grodno und Vitebsk in Belarus. Rund 650.000 Gläubige gehören zum Erzbistum Vilnius. Erzbischof ist seit 2013 Gintaras Linas Grušas.

Quelle: Renovabis, https://www.renovabis.de/laender/baltikum/litauen/ 

Bild: Erzbistum Vilnius, Quelle: Wikipedia

Weiterführende Links und Literaturhinweise:

Kontakt:

Ansprechperson zum Anliegen der Bistumspartnerschaft:

Judith Lübker

Diözesanbeauftragte für weltkirchliche Aufgaben

Erzbischöfliches Ordinariat Berlin
Niederwallstr. 8-9
10117 Berlin

Tel.: (030) 326 84-550
E-Mail: judith.luebker@erzbistumberlin.de