3. April 2013, Dr. Diethard Bühler

Angesichts der Zielvorgabe von 30 pastoralen Räumen empfinde ich mit vielen anderen den Prozeß in seinem Ziel sehr wohl als "Sparmaßnahme" - und eine dami einhergehende drohende Auflösung von Gemeindestrukturen, mit dem Verlust von Identität durch Zentralisierung.
Allerdings bin ich andererseits auch der Meinung, das nicht jeder Pfarrer automatisch zum administrativen Führen einer Gemeinde wirklich geignet ist (und habe mich da von Realitäten überzeugen lassen).
Aber mit der Vorgabe 30 ist die Chance, zu funktionierenden Strukturen kommen zu können, nicht positiv belegt - angesichts der mühsamen Fusions-Erfahrungen der Gemeinden in den letzten Jahren.
Entscheidend wird sein, einen zuversichtliche, positive, zupackende Haltung zu gewinnen in dem Prozeß - dazu bedarf es entweder mehr Moderation (grassroots alleine enttäuscht zwangsläufig im Prozeß geweckte Erwartungen, habe das als Unternehmensberater im internationalen Rahmen vielfach erlebt), also mehr Vorgabe und klare Worte, oder es bedarf einer in die Gemeinden hineingehenden Information durch Personen, die dort, in den Gemeinden, die Chancen aufzeigen, die in dem Prozeß ja durchaus liegen können.
Bis jetzt finde ich den Prozeß jedenfalls nicht überzeugend.