Fastenimpuls

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20. Feb 2018

…so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt (Jes. 55,11)

„…so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe“. (Jes. 55,11)

Tagtäglich spreche ich viele Worte. Ich rede, “wie mir der Schnabel gewachsen ist“. Ich spreche oft unüberlegt, respektlos, lieblos, nur so daher gesagt,… “Worte halt, nichts als Worte“. Wie wäre es, wenn ich diese Zeit der liebenden Aufmerksamkeit Gott und den Menschen gegenüber widmen würde.

Denn heißt es bei Gott: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“. (Joh. 1,1)

Und weiter: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit“. (Joh, 1,14)

So möchte ich Dich bitten, Herr: …“Sprich Du nur ein Wort zu mir, so wird meine Seele gesund“ und meine Worte werden wahr!

Sr. M. Emanuele Mansfeld (Franziskanerin vom Hl. Martyrer Georg zu Thuine)

19. Feb 2018

Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt (Mt 25, 40)

„Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25, 40)

Das ist die zentrale Aussage des heutigen Evangeliums vom Weltgericht, die im Kern eine Frohbotschaft und eben nicht eine Drohbotschaft ist.

Jesus rückt Menschen ins Blickfeld, denen wir im Verlauf unseres Lebens begegnen – genauer gesagt, Menschen, die Hilfe brauchen, - die Leidenden, die Erniedrigten, die Verwirrten, die Beschuldigten, die Missbrauchten und Hilflosen.

Menschen in ihrer Bedürftigkeit beizustehen, ein Menschenfreund zu werden, - das ist etwas ganz Entscheidendes: - die Wahrheit zu „tun“ im Geiste Christi.

Sr. Theresa-Maria Neuhaus (Franziskanerin vom Hl. Martyrer Georg zu Thuine)

18. Feb 2018

Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. (Mk. 1,15)

„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.

Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“ (Mk. 1,15)

Wenn wir uns verfahren und nicht auf der vom Navi vorgegebenen Route bleiben, heißt es vom Navi: „Bitte wenden!“

Wie rasch weichen wir Menschen vom Weg der Gebote Gottes ab. Wir nehmen Gottes Wort nicht ernst, sind oft selbstgerecht, ungerecht, unbarmherzig. 

Jesus selber sagt uns: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ Um dies zu erkennen, sind für mich zwei Dinge unbedingt wichtig:
Den Willen zur Bereitschaft umzudenken – umzukehren sowie der Botschaft Jesu voll zu vertrauen.
Um diesen Mut kann ich Gott bitten und er wird mir ihn schenken.

Sr. M. Waldemaris Roesler (Franziskanerin vom Hl. Martyrer Georg zu Thuine)

17. Feb 2018

Man nennt dich den Maurer (Jes 58,12)

Man nennt dich den Maurer, der die Risse ausbessert, den, der die Ruinen wieder bewohnbar macht. (Jes 58,12)

Ich habe einen Freund, der seine Schuhe nicht gleich wegwirft, sondern sie zum Reparieren bringt, wenn die Sohlen abgenutzt sind. Wie gut, dass es Menschen gibt, die nicht gleich ans Wegwerfen denken, sondern sich ans Reparieren machen: abgenutzte Schuhe, eingerissene Häuser, mitmenschliche Beziehungen, verwundete Seelen ...

Prälat Stefan Dybowski

16. Feb 2018

Das ist ein Fasten, wie ich es liebe (Jes 58,7)

Das ist ein Fasten, wie ich es liebe: an die Hungrigen dein Brot austeilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufnehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen. (Jes 58,7)

Propheten sind oft sehr direkt. So sagt der Prophet Jesaja ganz klar, was Gott will, wenn wir Fastenzeit halten.

Mögen Sie solche Menschen, die klar sagen, worum es geht?

Prälat Stefan Dybowski

15. Feb 2018

Wer sein Leben retten will, wird es verlieren (Lk 9,24)

Wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es retten. (Lk 9,24)

Auf den ersten Blick schwer zu begreifen: etwas weggeben und doch gewinnen. Vielleicht wird es leichter verständlich, wenn ich dafür etwas Konkretes einsetze, z.B. meine Zeit. Ehrenamtlich Tätige können dazu viel Positives berichten: dass die verschenkte Zeit ihr Leben bereichert hat.

Übrigens ein guter Gedanke für die Fastenzeit.

Prälat Stefan Dybowski

14. Feb 2018

… und dein Vater, der auch das verborgene sieht, wird es dir vergelten. (Mt 6,4)

Gott sieht alles – so haben uns die Erwachsenen gedroht, wenn wir als Kinder heimlich etwas getan haben, was nicht erlaubt war.

Sieht Gott nur das Negative? Ich bin der festen Überzeugung, dass seine Augen auch auf dem ruhen, was positiv ist: mein Bemühen, meine guten Absichten, meinen Einsatz für die Mitmenschen. Das macht mir viel Mut, gerade auch für die heute beginnende Fastenzeit.

Prälat Stefan Dybowski