Fastenimpuls

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11. Mar 2020

"Kommt, wir wollen ihn mit seinen eigenen Worten schlagen und achtgeben auf alles, was er sagt." (Jer 18, 18)

„Meine Feinde sagten: Kommt, lasst uns gegen Jeremia Pläne schmieden!
Denn nie wird dem Priester die Weisung ausgehen, dem Weisen der Rat und dem Propheten das Wort. Kommt, wir wollen ihn mit seinen eigenen Worten schlagen und achtgeben auf alles, was er sagt.“ (Jer 18, 18)

Die Erfahrung Feinde zu haben, ist nicht nur Prophetenschicksal. Jeremia bringt diese Erfahrung heute betend ins Wort. Er nimmt mit seinen Erfahrungen, die ihm das Leben schwer machen, seine Zuflucht zu Gott.

Ich will versuchen, es wie er zu machen;

  • Betend sagen, was mir schwer ist und wer es mir schwer macht.
  • Gott zugewandt bleiben in meinem Ringen.
  • Mich und die anderen der Sorge Gottes anvertrauen.

Schwester M. Waldemaris Roesler Thuiner Franziskanerin

10. Mar 2020

„Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! " (Jes 1, 16 – 17)

"Wascht euch, reinigt euch! Lasst ab von eurem üblen Treiben! Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun! Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!“ (Jes 1, 16 – 17)

  • Die Flüchtlinge vor der Griechischen Grenze!
  • Die Kriege in Syrien und überall auf der Welt!
  • Der Hass und Terror, zuletzt in Hanau!
  • Der immer neue auftretende Antisemitismus!
  • Der § 217 „Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben!“ u.v.m.

Wascht euch, reinigt euch! Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun!
Was kann ich als einzelner schon tun, angesichts des vielen Unrechts, der großen Unruhe, der vielen Sorgen und Ängsten auf der Welt.
Beten: „Herr, zeige uns die Wege dein und lehr uns deine Pfade. Ganz nahe lass dein Wort uns sein voll Wahrheit und voll Gnade. Nimm du hinweg der Sünde Schuld, mit unserer Schwachheit hab Geduld und schenk uns dein Erbarmen!“

Schwester. M. Emanuele Mansfeld Franziskanerin von Thuine

09. Mar 2020

"Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden!" (Luk 6, 37)

"Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden! Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden!" (Lk, 6,37)
 
Es geht nicht mehr um äußere Taten der Großmut, sondern um eine Gesinnung des Herzens, die nun ausdrücklich der Gesinnung Gottes angeglichen wird. Damit wird Großmut aus einer bewunderten menschlichen Tugend zu etwas christlich Selbstverständlichem und Alltäglichen, weil der Christ sich selber der göttlichen Gnade und Großmut verdankt weiß.
Jeder andere ist es auch, deshalb lasse ich ihn nicht meine überlegene Großmut fühlen, sondern erinnere ihn durch mein Tun bloß daran, dass wir uns alle der Großmut Gottes verdanken.

Schwester Theresa-Maria Neuhaus 

08. Mar 2020

„Du sollst ein Segen sein.“ (Gen 12,2)

Nach jedem Gottesdienst werden wir gesegnet. Aber Segen geschieht dort, wo Menschen Leben schenken, im anderen ein Du entdecken. Wer etwas schenken kann, erfährt sich als reich. Arm ist, wer nichts zu geben hat. Diese Chance, Tag für Tag, ist ein wahrer Segen, Gottes Geschenk. Wer sie nutzt, erlebt sich als gesegnet, als Gottes Ebenbild.

P. Claus Puff 

07. Mar 2020

„Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Mt 5,45)

Sich eine Welt vorzustellen, in der die Sonne nur dort scheint, wo gute Menschen leben, und der Regen treffsicher auf die Ungerechten fällt, ist absurd. Gott teilt die Welt nicht nach unseren Werten ein! Er ist großzügig!

Lasse ich meinen sonnigen Blick auch über den Menschen schweifen, den ich nicht so gern mag? Und bitte ich Gott, dass er seinen Segen auf uns beide regnen lassen soll?

Sr. Elisabeth- Maria Weinrich SND

06. Mar 2020

„Geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder“ (Mt 5, 24b)

Manchmal sind einfach wir – Sie und ich, ganz persönlich – gefordert. – Es liegt dann an uns, den ersten Schritt zu gehen, damit es weiter-geht; allem „Wenn und Aber“ zum Trotz.

Versöhnung braucht nämlich immer wieder auch diesen ersten Schritt, der hinter sich lässt, wer oder was oder welche Umstände eigentlich Schuld an allem sind. – Leicht ist dieser erste Schritt nicht – ohne Frage – aber wichtig und er ist in der Lage, Brücken neu zu bauen und Mauern endlich einzureißen.

Bitten wir in dieser Österlichen Bußzeit den Heiligen Geist, dass ER uns Kraft und Mut verleiht, solche ersten Schritte der Versöhnung immer wieder zu gehen.

P. Heribert Kerschgens SDS

05. Mar 2020

„Sucht, dann werdet ihr finden.“ (Mt 7,7)

Im Internet sind wir schnell: Ein Begriff in der Suchmaschine und wir haben seitenweise Antworten.
Welchen Suchbegriff habe ich heute an Gott? Was wird er mir wohl antworten?
Nehmen wir uns heute die Zeit, bei Gott online zu sein!

Sr. Ethel Maria Kollenberg SND

04. Mar 2020

„Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten...“

„... und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedrohte hatte und er führte die Drohung nicht aus.“ (Jona 3,9)

Manchmal bin ich den Leuten aus Ninive gar nicht so fern: ich tue, sage oder denke Dinge, von denen ich weiß, dass Gott sie nicht in Ordnung findet.
Die Bibelstelle aus dem Buch Jona kann uns ermutigen, umzukehren und unseren Blick wieder auf Gott zu richten.

Selbst Gott wendet sich von den gesprochenen und gedachten Drohungen ab.
Nehmen wir Gott zum Vorbild!

Sr. Maria Rafaelis Könemann SND

03. Mar 2020

„Betet, plappert aber nicht!“ (Mt 6, 7-15)

Die Qualität des Gebets macht sich nicht an der Quantität der Worte fest. „Plappert nicht wie die Heiden“, so fordert Jesus die Junger*innen auf, wenn sie ein Gebet sprechen. Gott weiß ohnehin, was der Mensch braucht, fürchtet und entbehrt. Quasi als Arbeitshilfe stellt er ein Gebet zur Verfügung – das wir heute „Vater Unser“ nennen. In wenigen Zeilen ist alles gesagt, um was man Gott an sich bitten könnte.

Ernüchternd für den- oder diejenige, die viel Aufhebens machen möchten, befreiend aber für alle, denen in der Not oder auch im Dank die Worte fehlen.

Thomas Eggensperger OP


02. Mar 2020

Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan. (Mt 25,40)

„Was wäre es schön, wenn man mit Gott persönlich sprechen könnte – wie damals Abraham im Alten Testament oder die Apostel oder die Frauen mit Jesus.“ Viele wünschten sich so einen direkten Kontakt mit Gott und eine Antwort von ihm.

Doch Jesus würde uns wohl heute antworten: Den könnt Ihr haben – auf der Straße, in der U-Bahn, sicher auch in unseren Gemeinden. Menschen, die Hunger haben, durstig, krank oder fremd … da kann man schnell mit Gott in Kontakt kommen. Und mit Sicherheit bekommen Sie auch eine Antwort.

Prälat Stefan Dybowski