Fastenimpuls

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04. Apr 2019

"Die Herrlichkeit Gottes tauschten sie ein gegen ein Bild eines Stieres, der Gras frisst" (Ps. 106,20)

Gottvergessenheit ist kein Privileg heutiger Menschen. „Sie vergaßen Gott, ihren Retter, der einst in Ägypten Großes vollbrachte“, heißt es im Psalm 106. Die Ersatzgötter? Schon zu zu biblischen Zeiten lächerlich: „Die Herrlichkeit Gottes tauschten sie ein gegen das Bild eines Stieres, der Gras frisst.“ (Vers 20).

Das erwählte Volk wird gerettet, weil Moses „in die Bresche springt“. Spätere Zeiten werden darin ein Vorausbild für das Wirken Jesu erkennen!

Wird auch heute jemand für uns in die Bresche springen? Und wenn ja: Werden wir dem Glauben schenken? Schon die Jünger Jesu taten sich schwer damit, und Jesus selbst hatte seine Not damit! (Joh 5,31-47) Ist er deswegen vielleicht ans Kreuz gestiegen?

P. Max Cappabianca OP, Hochschulpfarrer, Studierendengemeinde Hl. Edith Stein

03. Apr 2019

„… ich vergesse dich nicht.“ (Jes 49,15)

Täglich schaue ich in viele Gesichter – lachende, verträumte, sorgenvolle… Für eine kleine Weile nehme ich Anteil an dem Menschen mir gegenüber, in der U-Bahn oder im Wartezimmer. Doch wie schnell ist die Begegnung vom Alltag überdeckt und das fremde Gesicht wieder vergessen.

„Ich vergesse dich nicht,“ sagt Gott heute. Bei Gott ist alles Lachen aufgehoben, alle Träume, alle Sorgen. Die meinen und auch die meines Gegenübers. Auch wenn ich diesen Menschen längst wieder vergessen habe - Gottes Herzensgedächtnis ist er vertraut. Ebenso wie ich es bin. Wie gut zu wissen!

Sr. Thekla Schönfeld, Missionsärztliche Schwestern (MMS)

02. Apr 2019

"Wohin der Fluß kommt, dort bleibt alles am Leben" (Ez 47,9)

Auch heute gilt die Verheißung: „wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben.“ Und da liegt ein gelähmter Mensch schon eine sehr lange Zeit am Wasser und niemand hilft ihm. Erst Jesus ist es, der ihn sieht und heilt. Der Fluss des Lebens, der Liebe, hat den Geheilten so lange getragen, auch wenn ihm das vielleicht nicht bewusst war. Er wird nur gefragt, ob er wirklich Heilung will. Wenn es Dinge gibt, die mich lähmen, versuche ich, mit der Quelle der Liebe in Kontakt zu kommen und auf Heilung aus der Tiefe zu hoffen. Der Versuch lohnt sich.

Sr. Angelika Kollacks, Missionsärztliche Schwestern (MMS)

01. Apr 2019

"Geh, dein Sohn lebt!" (Joh 4,50)

Ein Kind ist schwerkrank. Von dieser für Eltern dramatischen Erfahrung spricht das Evangelium heute. Der Vater, ein königlicher Beamter, kein gläubiger Jude, hört von Jesus, dem Heiler, und läuft ca. 30 km, um Jesus dringend zu bitten, zu ihm zu kommen. Als er bei ihm ist, fleht er zweimal: Komm bitte! – Doch Jesus sagt: Geh, dein Sohn lebt! Darauf verlässt sich dieser Mann und eilt den weiten Weg heim.

Das beeindruckt mich: Obwohl Jesus ganz anders reagiert, als dieser Mensch es sich vorher überlegt hatte, glaubt er Jesu Wort. Mir zeigt das: Glaube braucht diesen kleinen Moment des Loslassens von eigenen Plänen: Du, ich verlasse mich auf Dich, auf Dein Wort!

Von dieser Stunde an haben Leben und Heilung eine neue Chance.

Sr. Beate Glania, Missionsärztliche Schwestern (MMS)

31. Mar 2019

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“

Das Gleichnis „Vom Verlorenen Sohn“ zählt zu den bekanntesten Texten der Evangelien. Da wird dem jüngsten Sohn die Welt zu eng. Er bricht aus, lässt sich sein Erbe auszahlen und will nun ein eigenständiges Leben führen. Doch er gerät mächtig unter die Räder. Er stürzt ins Bodenlose. Jetzt beginnt er zu ahnen, dass der Vater ihn nie aufgegeben hat und macht sich auf den Weg nach Hause. Da geschieht etwas Großartiges. Der Vater läuft, kaum hat er seinen Sohn erblickt, ihm entgegen und begrüßt ihn – mehr noch, er richtet ein großes Fest aus. Da kommt der ältere Sohn von der Arbeit zurück und versteht plötzlich die Welt nicht mehr. Er reagiert sauer und Eifersucht und Zorn steigen in ihm auf.

Die Geschichte Jesu ist eine Geschichte mit offenem Ende. Wir selber sind eingeladen, sie zu einem guten Schluss zu bringen. „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“. Das ist die Einladung Jesu an uns.

Sr. Michaela Bank, Missionsärztliche Schwestern (MMS)

30. Mar 2019

"... wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden." (Lk 18, 14 )

"Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden." (Lk 18, 14)

Ganz klar: Niemand mag Angeber und arrogante Menschen, die Macht über andere aus-nutzen – so möchte ich selbst auch nicht sein. Aber will ich niedrig sein und am Boden bleiben?  Geerdet und ohne Allüren leben, das klingt gut. Aufrichtig und ehrlich bleiben, ebenso, -  auch, wenn es mir Nachteile bringt und meine Schwächen sichtbar werden! Ich kann mir sicher sein, dass ich auf diesem Weg von Gott begleitet werde – und höher hinaus geht es nicht.

Uta Slotosch, Ehrenamtskoordinatorin

29. Mar 2019

"Der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr, ihn allein sollst du lieben." (vgl. Mk 12,29-30)

One love, One blood, One life („One“ - U2, Irische Rockband) - Ziemlich wenig, sich nur auf eine Liebe, eine Beziehung, ein Leben einzulassen, oder? Ganz im Gegenteil: Den einzigen Herrn zu lieben oder sich durch Heirat mit ganzer Liebe einem Menschen ein Leben lang zu schenken, - das bringt uns doch dem Reich Gottes näher. Lassen wir dieses „einzig & allein“ einfach mal zu: One voice, One hope, One real decision („One Vision” - Queen, Britische Rockband).

Carlo Murru, Seminarmanagement

28. Mar 2019

Lass dich berühren!

Jesus sagte: „Wenn ich (...) die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist (...) das Reich Gottes schon zu euch gekommen.“ (Lk 11,20)

Nehmen wir SEINEN Finger wahr, wie er sich in unser Erdengeschehen einbringt? Uns immerzu entgegen kommt und für das Gute einstehen will?

Spüren wir die reinigende Kraft und Kreativität, die am Reich Gottes Hand anlegt – jetzt und hier?

Lass dich berühren!

Paula von Loë, Gemeindereferentin, Geistliche Einzelbegleitung

27. Mar 2019

"Der Herr, unser Gott, ist uns nah, wo immer wir ihn anrufen." (Dtn 4, 7)

„Nähe ist keine Frage der Entfernung“, steht auf dem Werbeplakat eines Bestellservice.
Gott: Immer erreichbar - fantastisch, immer für mich da - großartig.
Doch wie kann ich selbst Gott erreichen? - Hören.
Er erreicht mich, wo immer ich bin.

Berenike Maaß

26. Mar 2019

"Hab Geduld mit mir!" (Mt 18,26-29)

„Gebet für heute“

In der Hektik des Alltags,
gib mir Geduld mit meinen Mitmenschen, mit mir, mit dir.
Lass mich warmherzig und offen schauen
auf meine Mitmenschen, auf mich, auf dich.
Schenke dein Erbarmen. Mir, meinen Mitmenschen. Heute. Morgen.

Gabi Wolters UAC, Religionslehrerin