Fastenimpuls

Zeitraum von:

Zeitraum bis:

25. Mar 2019

Denn für Gott ist nichts unmöglich (Lk 1,37)

„Unmöglich! Das geht nicht. Das schaffe ich nicht!“ Uns Menschen sind solche Sätze bekannt. „Mit Gott“ gelingt es uns, zwischen den Zeilen zu lesen, Situationen anders anzuschauen, neue Lösungen zu finden.
Wenn wir bei Pallotti Mobil e.V. „mit Menschen unterwegs“ sind, trägt uns diese Zusage Gottes – immer wieder neu.

Gabi Wolters UAC, Religionslehrerin

24. Mar 2019

Wende Dich Gott zu und handle entsprechend.

"Erinnert euch an die achtzehn Leute, die starben, als der Turm Siloah einstürzte. Glaubt ihr wirklich, dass ihre Schuld größer war als die aller anderen Leute in Jerusalem? Nein! Wenn ihr nicht zu Gott umkehrt, wird es euch ebenso ergehen." (Lk 13, 4-5)

Wenn der Chef in der Sitzung meinen Kollegen kritisiert, kann ich mich zurücklehnen und habe wohl alles gut gemacht? Die Freundin hat sich beim Sprung aus großer Höhe den Fuß gebrochen – tja, das kann mir nicht passieren! Spaziergänger gingen an einem Turm entlang und genau in diesem Augenblick brach er zusammen und sie starben … wahrscheinlich alles Sünder?

Mensch, was soll das? Glaub ich wirklich, ich bin unfehlbar? Zu klug, zu lieb, zu geschickt - mich betrifft das nicht?! Jesus korrigiert diesen bequemen Gedanken und sagt deutlich: Wende Dich Gott zu und handle entsprechend.

Uta Slotosch, Ehrenamtskoordinatorin

23. Mar 2019

"Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn." (Lk, 15. 18 - 20)

"Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn." (Lk, 15. 18 - 20)

Kann ich an eine solche Liebe des Vaters glauben? Dass er auf mich wartet, mir entgegenkommt. Das übersteigt jede menschliche Vorstellung. Treibt Jesus die Liebe des Vaters auf die Spitze? Nein, er nimmt uns die Furcht vor einem strafenden Gott. Dieses Entgegenkommen Gottes wünsche ich mir am Ende meines Lebens. Dann tut sich der Himmel auf und alle menschliche Verurteilung hat keinen Bestand. Das wunderbarste Gottesbild das uns Jesus verkündet hat.

Sr. Irmgard Langhans OSF

22. Mar 2019

"Was wird er mit solchen Winzern tun?" (Mt 21, 38-40)

"Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun?"  (Mt 21, 38-40)

Den ganzen Ertrag des Weinbergs wollen die Knechte. Habgier und Neid sind alltägliche, menschliche Erfahrungen. MEHR, MEHR, macht so krank, dass man vor nichts zurückschreckt. Lebenslanger Streit und Neid zerreisen manche Familienbande, vor allem wenn es um das Erbe geht. Was kann ich dem Nächsten nicht gönnen? Fühle ich mich benachteiligt?

Wir alle sind Knechte und Mägde im Weinberg Gottes, in seiner Schöpfung. 

Dass er uns den gerechten Lohn zukommen lässt, darauf können wir vertrauen. Jesus ist der Garant für diese Liebe Gottes. Auch wenn das Leben nach Scheitern aussieht, kann sich das Herz mit Zufriedenheit und Freude füllen. Denn der Maßstab Gottes ist ein Anderer. Lassen wir uns diesen Glauben und diese Gewissheit schenken.

Sr. Irmgard Langhans OSF

21. Mar 2019

„Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören" (Lk 16,31)

„Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.“ (Lk 16,31)

Heute, am internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung, kommt mir der große Mahatma Gandi in den Sinn, der da sagte: „Ihr Christen habt in eurer Obhut ein Dokument mit genug Dynamit in sich, die gesamte Zivilisation in Stücke zu blasen, die Welt auf den Kopf zu stellen, dieser kriegszerrissenen Welt den Frieden zu bringen. Aber ihr geht damit so um, als ob es bloß ein Stück guter Literatur ist, sonst weiter nichts!“

Norbert Cuypers SVD, Steyler Missionar

20. Mar 2019

„Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen.“ (Mt 20,21)

Jede Mutter will nur das Beste für ihr Kind. Da ist die Frau des Zebedäus keine Ausnahme. Sie wünscht sich für ihre beiden Söhne eine sichere und angesehene Stellung; im Gottesreich sollen beide gut dastehen. Verständlich finde ich das und auch sehr menschlich. Dennoch: Wer als Christ allein auf Macht und Ansehen aus ist, hat die Botschaft von Jesus nicht verstanden, denn: Ein Christ, der nicht dient, dient zu nichts.

Norbert Cuypers SVD, Steyler Missionar

19. Mar 2019

"Noch während er darüber nachdachte, erschien ihm im Traum ein Engel Gottes." (Mt. 19, 20)

Josef,
ein Stiller, ein Träumer und auch, ein auf Gott Horchender.

Was wäre, wenn ...
Du nicht still ja gesagt hättest,
Du Dich nicht bereitwillig an den zweiten Platz gestellt hättest.

So ganz unaufgeregt,
fernab des Rampenlichts und fast übersehen,
wirst Du,
mir zum Vorbild.
Auch ich will den Willen Gottes vernehmen,
einen Traum leben,
schlicht, und einfach da sein,
wenn ich gebraucht werde.

Br. Bernd Ruffing, SVD

18. Mar 2019

„Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist.“ (Lk 6,36)

Für Jesus gab es nur den einen Gott: den Gott, der jeden einzelnen von uns liebt. Er verkündete seine Botschaft in 36 Bildern und Gleichnissen und nicht in abstrakten Worten. Und sie alle erzählen uns nur eines: Gott ist gütig und barmherzig. Dieses Bild des gütigen und barmherzigen Gottes finden wir lebendig greifbar in den Gleichnissen wie dem des verlorenen Schafes (Lk 15,1-7), des verlorenen Sohnes (Lk 15,11-32), oder im Gleichnis vom Besitzer des Weinbergs, der jedem Arbeiter am Ende des Tages den gleichen Lohn gibt (Mt 20,1-15).

Johannes Füllenbach SVD, Steyler Missionar

17. Mar 2019

"Unsere Heimat aber ist im Himmel." (Phil 3,20a)

Ich erinnere mich noch, wie mich dieser Satz wütend machte, denn ich verstand ihn als Vertröstung auf ein Jenseits, einen Verrat an der Erde, als eine Abwertung des Hier und Jetzt.

Irgendwann begriff ich aber: meine Heimat ist nicht nur die Erde. Meine Heimat ist nicht nur das Hier und Jetzt. Meine Heimat ist unendlich weiter und größer, sie reicht über alles Geschaffene, über alles Greifbare und Sichtbare noch hinaus. Meine Heimat ist, in einer Beziehung leben zu dürfen, die mich und alle mir lieben - auch die für mich schwierigen - Menschen trägt. Aufgenommen sein in eine Gemeinschaft, für die auch die Angst und der Tod keine Grenzen mehr sind.

Ich kann es nicht fassen, aber ich staune und mein Staunen wächst, je mehr ich diesem lebendigen Gott und seiner Gemeinschaft nahe komme.

Es tröstet mich und freut mich, wenn ich den Ort immer wieder mal finde, wo Himmel und Erde sich berühren. Er ist mir Heimat.

P. Joachim Gimbler SJ

16. Mar 2019

"Ihr sollt also vollkommen sein" (Mt 5,46.48)

"Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten?
Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch Euer himmlischer Vater ist." (Mt 5,46.48)

Vollkommen – das nimmt einem ja die Luft. Wer kann (und will) schon vollkommen sein, ohne Fehler, perfekt?

Doch Jesus macht seine Aufforderung gleich konkret: auch die lieben und ihnen Gutes tun, die es nicht zurückgeben können. Die Bibel erzählt viel von Gottes Großzügigkeit, auch bei denen, die es ihm nicht zurückgeben konnten. Vielleicht würden Sie dies noch nicht als „vollkommen“ bezeichnen. Zumindest aber würde es vieles in unserer und auch in meiner Welt verändern. 

Prälat Stefan Dybowski