Unterbrechung

Impuls zur Wochenmitte

Hoffnung ist eine der großen Botschaften des Christentums. Warum sie glauben und auf ein Mehr hoffen, erzählen hier Christinnen und Christen. Persönliche Glaubenszeugnises und mutmachende Gedanken in der Wochenmitte, um die Seele aufzutanken.

Zeitraum von:

Zeitraum bis:

28. April 2021

"Das Wort Gottes aber wuchs und breitete sich aus" (Apg 12,24-13,5)

Nicht die Kirche wird größer – nicht die Gemeinden werden größer. Darum geht es: Viele sollen von Gott hören. Das ist unsere Herausforderung: Gottes Wort weitersagen in die heutige Zeit hinein.

Nur Männer gaben Barnabas und Paulus etwas auf den Weg mit. Heute gehörten auch Prophetinnen und Lehrerinnen dazu, um das Wort Gottes wachsen zu lassen.

Markus Papenfuß
Servicestelle Projekte und Prozesse "Wo Glauben Raum gewinnt"

21. April 2021

Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Letzten Tag. (Joh 6, 35-40)

Das ist der Weg der Nachfolge Jesu, keinen verlieren, keinen abschreiben oder zugrunde gehen lassen. Grund und Halt sein für das Leben, denn das Leben ist der Wille Gottes.  Aus diesen Worten spricht für mich eine Liebe zum Leben, zu den Menschen letztlich zu Gott, die am Ende, wir feiern es gerade an Ostern, sogar stärker ist als der Tod. Ja selbst Tote kann man erwecken … Auch solche die schon lange abgeschlossen haben mit dem Leben, auch die, die schon ganz verstaubt sind oder gar versteinert. Die Liebe kann das und nicht erst am Letzten Tag.

Christoph Kießig

14. April 2021

„Ein Engel des Herrn aber öffnete nachts die Gefängnistore und führte sie hinaus.“ (Apg 5,19)

Nicht müde werden

sondern dem Wunder

leise

wie einem Vogel 

die Hand hinhalten. (Hilde Domin)


Gefangengenommen, eingesperrt. Sorge um Leib und Leben, Erfahrung von Ausweglosigkeit. Vielleicht haben sie den Psalm 18 auf den Lippen: „Er führte mich hinaus ins Weite und befreite mich“. In dieser Situation erfahren sie Gottesbegegnung. Befreiung.

„Nicht müde werden“, so schreibt Hilde Domin, „sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.“


Christopher Maaß

Kirchlicher Organisationsberater im Erzbistum Berlin 

07. April 2021

"Da ging er mit Ihnen hinein, um bei ihnen zu bleiben." (Lk 24,29)

„Stefan, räum mal bitte dein Zimmer auf!“ Wie oft habe ich diese Mahnung von meinen Eltern gehört.

Eine Küchenmagd, mitten in ihrer unaufgeräumten Küche. Meisterhaft hat der spanische Maler Diego Velazquez diese Frau in ihrer Küche gemalt. Durch eine Durchreiche hindurch sieht man den auferstandenen Jesus mit den beiden Emmausjüngern. Von ihm kommt ein Lichtstrahl, spiegelt sich im Kessel und fällt auf das Gesicht dieser Magd. Ihr Gesicht wird hell. Ostern im Alltag – auch wenn nicht aufgeräumt ist.

Prälat Stefan Dybowski

31. März 2021

„Er ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn.“ (Lk 10,34)

#GebenGibt ... Gesundheit – Kranke  pflegen

Gott leidet in allen, die leiden. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter fordert zum Handeln auf. Es zeigt mir eine Sorge um Verwundete und Kranke ohne Ansehen der Person, geleitet vom Gedanken, dass es den Anderen wohl ergeht.

Im leidenden Menschen kann ich das Antlitz Jesu entdecken, als Ebenbild Gottes behält er seine unverlierbare Würde. Wie wichtig Menschen sind, die andere pflegen, die Wunden verbinden, beim Waschen helfen und sich für das körperliche, seelische und soziale Wohlbefindens einsetzen, wird besonders in der aktuellen Situation sichtbar. Im Gleichnis wendet Jesus am Ende die Perspektive: Es geht nicht mehr darum, wer mein Nächster sein könnte, sondern: Wie werde ich anderen ein Nächster? 

Christopher Maaß
Kirchlicher Organisationsberater im Erzbistum Berlin und Prozessbegleiter

Zur Online-Spende

24. März 2021

"Der Brunnen ist tief, und du hast kein Schöpfgefäß. Woher hast du also das lebendige Wasser?" (Joh 4,11)

#GebenGibt ... Geborgenheit - Dürstenden zu trinken geben

Da sitzen zwei, die Durst haben. Im Laufe des Gesprächs merkt man schnell, dass es hier nicht nur um den leiblichen Durst geht. Durst ist eine wunderbare Metapher für die menschliche Sehnsucht. Die eine hat ein Gefäß zum Schöpfen, der andere hat lebendiges Wasser zu bieten. Sie kommen miteinander ins Gespräch, und beide geben jeweils dem Anderen von dem, was sie haben. Sie teilen den Becher, das Wasser, ihr Leben. Am Ende ist der Durst gestillt, und von der Frau wird erzählt, dass sie ganz erfüllt nach Hause gegangen ist. Vielleicht sogar glücklich?

Prälat Dr. Stefan Dybowski

17. März 2021

"Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen!" (Hebr 13,3a)

#GebenGibt ... Zuversicht - Gefangene besuchen

Gefangen, abgeschlossen, eingesperrt. In dieser Situation geht es oft um das „Eingemachte“ und die Sehnsucht nach Leben. Der Hebräerbrief macht einen Perspektivwechsel klar: Nicht in Distanz bleiben, sondern sich an die Seite derer stellen, deren Freiheit eingeschränkt ist.  „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte,“ so sagen es die Ehrenamtlichen im Café Rückenwind und so handeln sie.  „Gefangene besuchen“ wird hier konkret.

Christopher Maaß
Kirchlicher Organisationsberater im Erzbistum Berlin und Prozessbegleiter

10. März 2021

"Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben." (Mt 25,35)

#GebenGibt … Stärkung - Hungernde speisen

Es gibt Dinge, die kann man nur schwer beschreiben, wohl aber erleben. Dazu zählt auch die Erfahrung beim Teilen. Für den Gebenden wird das, was ich teile, zunächst weniger. Doch am Ende erfahren sich häufig beide als Beschenkte und bereichert. 

Brot und Geld kann man teilen, doch darüber hinaus hungern viele Menschen nach Geborgenheit, Verstanden sein, Nähe, Frieden. 

Ich war hungrig, und du hast mit mir geteilt. Das von Jesus verheißene Glück kann man schon ein Stück in diesem Leben erfahren. 

Prälat Stefan Dybowski

zur Online-Spende

03. März 2021

"Gott liebt die Fremden und gibt ihnen Nahrung und Kleidung. Auch ihr sollt die Fremden lieben, denn ihr seid Fremde in Ägypten gewesen." (Dtn 10,18f)

#GebenGibt ... Heimat - Fremde beherbergen

Gott beschützt die Fremden, er stellt sich an ihre Seite. Das ist Zusage und Auftrag. In seiner Klosterregel schreibt der Hl. Benedikt: „Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus: Denn er wird sagen: ´Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen.´(Mt 25,35)" Dieses Werk der Barmherzigkeit bleibt eine aktuelle christliche Herausforderung: Geflüchteten Schutz, Sicherheit und ein Zuhause geben, an der Seite von Ausgegrenzten und Benachteiligten stehen, die Verschiedenheit und kulturellen Unterschiede als Bereicherung entdecken.

Wie kann ich Anderen ein Stück Zuhause ermöglichen, sie spüren lassen: `Du gehörst dazu!`?

Christopher Maaß

Zu diesem Werk der Barmherzigkeit "Fremde beherbergen" legen wir euch die Arbeit des Jesuiten Flüchtlingsdienstes besonders ans Herz - die Haupt- und Ehrenamtlichen freuen sich über eure Unterstützung!

24. Februar 2021

"Wenn ich sah, dass einer aus meinem Volk gestorben war, begrub ich ihn." (Tob 1,17)

#GebenGibt … Trost - Tote begraben

Die Toten begraben – dazu gehört weit mehr als das Hinabsenken des Sarges oder der Urne in die Erde. Grabschmuck, Trauern, Anteilnahme, Erinnern …  all das gibt den Trauernden viel Kraft und Trost, gibt aber auch den Verstorbenen eine große Würde, auch über den Tod hinaus. Eine alte Weisheit sagt: Die Kultur, wie Menschen ihre Verstorbenen bestatten, zeigt, wie ein Volk auch mit den Lebenden umgeht. Und sie erzählt viel - vom Leben in dieser Welt und auch von einem ewigen Leben.

Prälat Stefan Dybowski
Orden und Geistliche Gemeinschaften - Projekte und Prozesse

 

Zu diesem Werk der Barmherzigkeit "Tote begraben" legen wir Ihnen das tolle Projekt der Malteser Anlaufstelle für Trauernde besonders ans Herz - die Haupt- und Ehrenamtlichen freuen sich über Ihre Unterstützung!

 

zur Online-Spende