Unterbrechung

Impuls zur Wochenmitte

Ausgehend von einer Heiligen oder einem Heiligen sprechen Christinnen und Christen einen Gedanken mitten in die Woche hinein, der zum Nachdenken, zum Nachlesen anregt oder Wegbegleiter für die restliche Woche sein kann.

Zeitraum von:

Zeitraum bis:

24. Februar 2021

"Wenn ich sah, dass einer aus meinem Volk gestorben war, begrub ich ihn." (Tob 1,17)

#GebenGibt … Trost - Tote begraben

Die Toten begraben – dazu gehört weit mehr als das Hinabsenken des Sarges oder der Urne in die Erde. Grabschmuck, Trauern, Anteilnahme, Erinnern …  all das gibt den Trauernden viel Kraft und Trost, gibt aber auch den Verstorbenen eine große Würde, auch über den Tod hinaus. Eine alte Weisheit sagt: Die Kultur, wie Menschen ihre Verstorbenen bestatten, zeigt, wie ein Volk auch mit den Lebenden umgeht. Und sie erzählt viel - vom Leben in dieser Welt und auch von einem ewigen Leben.

Prälat Stefan Dybowski
Orden und Geistliche Gemeinschaften - Projekte und Prozesse

 

Zu diesem Werk der Barmherzigkeit "Tote begraben" legen wir Ihnen das tolle Projekt der Malteser Anlaufstelle für Trauernde besonders ans Herz - die Haupt- und Ehrenamtlichen freuen sich über Ihre Unterstützung!

 

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17. Februar 2021

"Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum HERRN, eurem Gott!" (Joël 2,13)

Auf die Haltung scheint es dem Propheten Joël anzukommen, weniger auf äußerliche Rituale und Inszenierungen beim Fasten, wie sie auch Jesus im Matthäusevangelium kritisiert. Die vorösterliche Bußzeit, die Fastenzeit, lädt ein, die innere Freiheit in den Blick zu bekommen und sich neu auszurichten. Dabei weitet sich mein Blick auf ein solidarisches Miteinander: Es geht um gerechtes und barmherziges Handeln. Die Werke der Barmherzigkeit lassen es konkret werden: Tote begraben, Fremde beherbergen, Hungernde speisen, Gefangene besuchen, Dürstenden zu trinken geben, Kranke pflegen, Nackte bekleiden. „Das ist ein Fasten, wie ich es liebe.“ (Jes 58,6) 

Christopher Maaß

Kirchlicher Organisationsberater im Erzbistum Berlin und Prozessbegleiter im Pastoralen Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“

10. Februar 2021

„Stark wie der Tod ist die Liebe.“ (HLD 8,6)

Starke Aussage über die (all-) mächtige Liebe: unerschütterlich, nicht zugrunde gehend, stark wie der Tod. Gott ist die LIEBE - mit ihr überwindet Jesus den Tod. Nicht mal der Tod stoppt die Liebe. Aus dieser Liebe lebe ich. Sie begleitet mich durch Corona, durch die Einsamkeit, durch die Krankheit, durch die Angst, durch die politischen Wirren in unserer jetzigen Zeit.


Marion von Brechan, Referentin für die Tourismuspastoral

03. Februar 2021

"Seht zu, ... dass keine bittere Wurzel wächst und Schaden stiftet und durch sie alle vergiftet werden." Hebr 12,15

Der Nährboden für eine solche Wurzel ist da: Bitter schmecken diese Tage, die uns allumfassend begrenzen. Seht zu, dass euch diese Wurzel den guten Geschmack an eurem Dasein nicht nimmt. Kostet von dem, was Gottes ist: Frieden, Gerechtigkeit, Heiligkeit.

Paula von Loë, GR/ Geistl. Begleiterin

27. Januar 2021

„Du sollst nicht morden.“ (Ex 20,13)

27.  Januar – seit 1996 ist er in Deutschland der „Holocaust-Gedenktag“. Bewusst werden Erinnerungen wachgerufen: an das unbeschreibliche Leid der Menschen in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten, an die über sechs Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden, an alle Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Der 27. Januar steht aber auch für „Befreiung“. An diesem Tag wurde 1945 das KZ Auschwitz von der Roten Armee befreit und Menschenleben gerettet. 

In einer interreligiösen Andacht zu diesem Gedenktag erinnern sich Juden und Christen gemeinsam an das 5. Gebot: „Du sollst nicht morden.“

Zur Andacht

 

Pfarrer Lutz Nehk
Beauftragter für Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit im Erzbistum Berlin

20. Januar 2021

Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses? (Mk 3,4)

Die Antwort ist doch klar: natürlich Gutes zu tun. Was aber, wenn man vor zwei Alternativen gestellt wird, die beide gut sind.

Jesus muss sich entscheiden: Hält er das Sabbatgebot oder heilt er den Mann mit der verdorrten Hand? Zwei gute Alternativen.

Was ist dann aber das Böse? Für mich ist böse, wenn man die eine Entscheidung gegen die andere ausspielt, dann gar nichts tut (sich schweigend zurückzieht) und den Mann mit seiner Not allein lässt. 

Jesus entscheidet sich, und er heilt diesen Mann. Ich finde, er tut Gutes – in doppeltem Sinn.


Prälat Stefan Dybowski

13. Januar 2021

"Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. ..." (Mk 1,32-34)

"... Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus."

 

Mitten hinein in pandemiegetriebende Ungewissheit und Belastung sprechen diese Verse von Heilung, von Hoffnung, vom Ende der Angst. 

Kann ich glauben, dass Jesus im Akkord geheilt hat, durch Handauflegung allein? Vielleicht nicht. 

Vertraue ich darauf, dass Zuwendung und Unterstützung die Not wenden kann? Oh ja!

Ist es ein bisschen zu unwahrscheinlich, dass allein an das gute Ende zu glauben schon reicht? Mag sein.

Halte ich daran fest, dass es einen Unterschied macht, noch zu hoffen oder schon aufzugeben? Unbedingt!

Deswegen will ich nicht aufhören, von der Hoffnung zu erzählen, die mich trägt - wenn ich es bin, die gerade trösten kann. 

Und ich setze darauf, dass jemand da ist, der mir stärkend die Hand reicht - wenn ich nicht mehr kann.

 

Diana S. Freyer, Hamburg

 

06. Januar 2021

„Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem.“ (Mt 2,1)

aufmerksam, neugierig staunend, das Gewohnte verlassend, im Team gemeinsam unterwegs, Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen zusammenlegend, getragen von einer Hoffnung auf eine gerechte und friedvolle Welt - so bringen sie die Botschaft damals wie heute: Christus ist #hellerdennje Segen für die Welt und will durch mich zum Segen werden.


Christopher Maaß

Kirchlicher Organisationsberater und Prozessbegleiter