Eine neue Pfarrei entsteht Antje Markfort und Pfarrer Pomplun über neue Gremien, Pastoralkonzept und Entwicklung von Gemeinden der neuen Pfarrei St. Franziskus

Aus Reinickendorf-Nord wird die Pfarrei St. Franziskus.

Pfarrer Norbert Pomplun und Antje Markfort. Foto: Herrmann

Für den Pastoralen Raum „Reinickendorf-Nord“ beginnt am 1. Januar eine neue Zeitrechnung. Ab dann bilden die einstigen Pfarreien St. Hildegard in Berlin-Frohnau, Maria Gnaden in Berlin-Hermsdorf und St. Martin im Märkischen Viertel mit ihren Gemeinden und Orten kirchlichen Lebens die Pfarrei St. Franziskus. Es ist die erste neue Pfarrei im Rahmen des Pastoralen Prozesses „Wo Glauben Raum gewinnt“. Mit dem Leiter des Pastoralverbundes, Pfarrer Norbert Pomplun, und der Vorsitzenden des Pastoralverbundsrates, Antje Markfort sprach Alfred Herrmann.

Frage: Mit dem Jahreswechsel entsteht mit St. Franziskus die erste neue Pfarrei im Erzbistum Berlin. Sie schließen damit den Pastoralen Prozess zwei Jahre früher als alle anderen Pastoralen Räume ab. Wie kommt das?
Pomplun:
Bei uns in Reinickendorf-Nord lief der Pastorale Prozess etwas anders ab. Wir hatten weder eine Findungsphase noch eine vergleichbare Entwicklungsphase. Denn unsere drei Pfarreien bilden bereits fünf Jahre lang einen gemeinsamen Pastoralverbund. Wir hatten die ganze Zeit über einen übergeordneten Pastoralverbundsrat. Es gab keinen Leiter der Entwicklungsphase, sondern mit mir einen Leiter des Pastoralverbundes. Ich war damit Pfarradministrator aller drei Pfarreien und zugleich Leiter eines Pastoralteams, das für den ganzen Pastoralverbund zuständig war.

Frage: Sie wählen nun am 20. November die pastoralen Gremien für die neue Pfarrei St. Franziskus. Wie sehen diese neuen Gremien aus?
Markfort:
Zum einen wird es einen übergeordneten Pfarreirat geben, der für die gesamte Pfarrei zuständig ist, und zum anderen drei Gemeinderäte, die an den drei ehemaligen Pfarreien verortet sind. Wir wollen, dass das kirchliche Leben weiterhin vor Ort in den Gemeinden bleibt und von den Gemeinderäten aktiv mitgestaltet wird. Der Pfarreirat soll eher das Übergeordnete im Blick haben.

Frage: Was ist der Pfarreirat? Kann man ihn mit dem bisherigen Pfarrgemeinderat vergleichen?
Markfort: Wir hatten in den letzten Jahren einen Pastoralverbundsrat, der sich um pastorale Anliegen des Pastoralen Raumes gekümmert hat. Mit ihm kann man den Pfarreirat am ehesten vergleichen. Er ist kein Pfarrgemeinderat im ursprünglichen Sinne, sondern ein übergeordnetes Gremium für alle drei ehemaligen Pfarreien, was die überörtlichen Belange im Blick hat. So entsendet auch jeder lokale Gemeinderat wie auch die spanisch muttersprachliche Gemeinde zwei Mitglieder in den Pfarreirat. Sechs weitere Mitglieder werden gewählt. Zudem werden zwei Jugendvertreter wie zwei Vertreter der Orte kirchlichen Lebens in den Pfarreirat berufen.

"Der Pfarreirat ist kein Pfarrgemeinderat im ursprünglichen Sinn."

Frage: Bislang gab es einen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden. Gibt es jetzt einen Pfarreiratsvorsitzenden?
Pomplun: Die Satzung spricht von einem Sprecherteam mit dem Pfarrer sowie einem Mann und einer Frau aus dem entsprechenden Gremium. Das ist völlig neu und gilt für Pfarrei- wie für Gemeinderat. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, sich im Sprecherteam auf einen Vorsitzenden zu einigen. Man muss beobachten, wie das angenommen wird.
Markfort: Es hat durchaus Vorteile, finde ich, wenn die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt werden kann und es keinen einzelnen Vorsitzenden mehr geben muss. So besteht die Möglichkeit, sich zum Beispiel in der Sitzungsleitung abzuwechseln oder die unterschiedlichen Rollen nach den Fähigkeiten der einzelnen aufzuteilen. Vier Jahre für einen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden können sehr lange und sehr bindend sein.

Frage: Welche Aufgaben kommen auf einen Pfarreirat zu, wenn Sie auf Ihre Erfahrungen im Pastoralverbundsrat schauen?
Markfort: …zum Beispiel die Abstimmung der Gottesdienste in den Gemeinden oder die Organisation der Sakramentenpastoral. Kommunion- und Firmvorbereitung machen die Pfarreien schon eine ganze Weile gemeinsam.
Pomplun: Der Pfarreirat wird koordinieren müssen und die verschiedenen Gemeindeaktivitäten miteinander verbinden. Er muss darauf achten, dass das, was die einzelnen Gemeinderäte beraten und beschließen, zueinander passt. Außerdem ist er sicherlich auch Impulsgeber, insbesondere wenn es um gesellschaftspolitische Themen geht.

Frage: Welche Aufgaben übernimmt der Gemeinderat?
Markfort: Der Gemeinderat berät auf örtlicher Ebene die Pastoral, quasi rund um den Kirchturm, und das in Abstimmung mit dem Pfarreirat. Er unterstützt den Pfarrer und das Seelsorgeteam.

Frage: Wer gehört dem Gemeinderat an?
Pomplun: … in jeder Gemeinde sechs gewählte Mitglieder sowie ein Mitglied des Kirchenvorstands und ich als Pfarrer. Hinzukommen berufene Mitglieder, wie der Jugendvertreter oder zwei Vertreter der Orte kirchlichen Lebens. Als beratende und nicht stimmberechtigte Mitglieder sollen ein weiterer Vertreter des Pastoralteams sowie ein Vertreter der Ökumene dem Gemeinderat angehören.

"Es wird drei Gemeinderäte geben, die an den drei ehemaligen Pfarreien verortet sind."

Frage: Da kommt viel Arbeit auf einen Leitenden Pfarrer zu, wenn er in jedem Gemeinderat und im Pfarreirat sitzen soll? Daneben ist er ja auch sicherlich Vorsitzender im Kirchenvorstand…
Markfort: Die Satzung sieht durchaus vor, dass der Pfarrer andere Priester der Pfarrei in die Gemeinderäte entsenden kann. Das einzige, was verpflichtend ist: es muss jeweils ein Priester mit Stimmrecht in den Gremien vertreten sein. Das war der Wunsch des Erzbischofs.

Frage: Sie sprachen davon, dass auch ein Kirchenvorstandsmitglied im Pfarrei- und in den Gemeinderäten sitzt …
Pomplun: Dem Gemeinde- wie auch dem Pfarreirat gehört auch ein Mitglied des Kirchenvorstands an, das voll stimmberechtigt ist. Auch das ist neu. Zwar gab es immer ein Mitglied des Kirchenvorstandes im Pfarrgemeinderat, allerdings nur in beratender Funktion und daher nicht stimmberechtigt. Jetzt sind die aus dem Kirchenvorstand entsandten Mitglieder in Gemeinde- und Pfarreirat stimmberechtigt. Der Kirchenvorstand ist damit überall eingebunden.

Frage: Wie wird denn der Kirchenvorstand aussehen?
Pomplun: Wir haben künftig einen Kirchenvorstand für die gesamte Pfarrei St. Franziskus, in den jeder der drei bisherigen Kirchenvorstände vier Mitglieder entsendet bevor sie sich auflösen. Hinzu kommt der Pfarrer als Vorsitzender sowie, und das ist ebenfalls neu, ein Mitglied des Pfarreirates, das voll stimmberechtigt ist. Der Verwaltungsleiter gehört als beratendes Mitglied dem Gremium an.

Frage: Für die Mitglieder der alten Kirchenvorstände, die nicht in den neuen Kirchenvorstand aufrücken, endet die Amtszeit?
Pomplun: Jein. Offiziell natürlich schon, aber faktisch brauchen wir die dann ehemaligen Kirchenvorstände ganz dringend. Sie können eine Brückenfunktion zwischen Gemeinde und Pfarrei übernehmen. Zum Beispiel braucht ein Bauausschuss der zentral arbeitet Experten vor Ort.

Frage: Sie sagen, es werden Vertreter der Orte kirchlichen Lebens in Pfarrei- wie auch Gemeinderat vertreten sein, jeweils zwei, das wären dann insgesamt acht. Ist das umsetzbar? Immerhin handelt es sich um hauptberufliche Angestellte und die Termine der Gremien sind oft am Abend?
Markfort: Bisher hatten wir auch im Pastoralverbundsrat einen Vertreter der vier Kitas. Das hat funktioniert. Jetzt kommen weitere Orte kirchlichen Lebens hinzu. Man muss sehen, wie sie sich absprechen. Die Orte kirchlichen Lebens müssen überlegen, für welches Gremium sie wen vorschlagen. Und natürlich: die Diskrepanz zwischen Hauptamt und Ehrenamt ist groß, gerade in der Frage, wann man zusammenkommen kann. Die Hauptamtlichen haben ja auch ein Gemeindeleben in ihrer eigenen Pfarrei und die Ehrenamtlichen tagsüber ihren Beruf.

Frage: Gilt dieses Modell nun für alle künftigen neuen Pfarreien?
Markfort: Die Satzung für die Gemeinde- und die Pfarreiräte gilt erst einmal nur für die Pfarrei St. Franziskus. Es wird sicherlich vom Diözesanrat und dem Erzbistum weiter daran gearbeitet, insbesondere mit den Erfahrungen, die wir hier machen.

"Eine Pfarrei mit sieben Gemeinden"

Frage: Sie sprechen von sieben Gemeinden in Ihrer künftigen Pfarrei. Wie kommt das?
Markfort: Jede der drei Pfarreien entwickelte sich vor rund zehn Jahren aus einer Fusion. Zum Beispiel entstand St. Hildegard aus der Fusion der Pfarreien St. Hildegard in Frohnau, St. Katharinen in Schildow und St. Judas Thaddäus in Hohen Neuendorf. Wir betrachten daher jeden unserer sieben Gottesdienstorte als eigene Gemeinde. Ich komme zum Beispiel aus der Pfarrei Maria Gnaden, die aus den Gemeinden Maria Gnaden in Hermsdorf und Christkönig in Lübars besteht. In Christkönig gibt es wie in Maria Gnaden ein gutes ehrenamtliches Engagement. Da ist der Schritt zur Gemeinde in der neuen Pfarrei nicht mehr weit.
Pomplun: Jede der drei bisherigen Pfarreien hat ihre eigene Fusionsgeschichte, die sehr unterschiedlich verlaufen ist. So wurde in Hohen Neuendorf die Kirche verkauft. Diese Gemeinde ist nun in der evangelischen Kirche zu Gast, was zwar gut funktioniert. Aber durch diesen Schritt ging das Gemeindeleben zurück. Dagegen zeigt sich in St. Katharinen in Schildow eine eingeschworene Gemeinschaft. Wir haben an allen sieben Orten, und wenn es auf kleinster Sparflamme ist, so etwas wie ein Gemeindeleben mit eigener Prägung, mit Menschen, die aktiv sind.

Frage: Was macht Gemeinde innerhalb einer Pfarrei aus?
Markfort: Es ist ein Muss, dass die Eucharistie regelmäßig in jeder Gemeinde gefeiert wird. Ansonsten ist es die Gemeinschaft, die Communio, im Sinne des Evangeliums, die die Gemeinde vor Ort ausmacht. Allerdings wird nicht jede Gemeinde alles haben können. Dafür soll jede das, was sie für ihr Leben braucht, selbstverantwortlich entwickeln. Daher beginnen wir nach dem Start der Pfarrei mit Gemeindeentwicklung und zwar an allen sieben Standorten. Sie muss von der Gemeinde selbst in die Hand genommen werden. Das soll helfen, von der versorgten Gemeinde weg und zur selbstsorgenden Gemeinde hin zu kommen.

Frage: Sie haben in den vergangenen Monaten ein Pastoralkonzept verfasst. Was steht drin?
Markfort: Als erstes: unser Pastoralkonzept ist nicht abgeschlossen. Es muss sich auch nach dem Start der Pfarrei weiterentwickeln. Es schreibt keine konkreten Arbeitsschritte vor, sondern formuliert Absichten. Die Aufgabe der Gremien ist es nun, zu überlegen, was sie als nächstes konkret in Angriff nehmen.

Frage: Sie haben also ein nicht abgeschlossenes Pastoralkonzept entwickelt. Warum das?
Pomplun: Ein Pastoralkonzept, so ist meine Meinung, kann seinem Wesen nach niemals abgeschlossen sein. Es wäre doch komisch, wenn man etwas entwickelt, was Antworten auf alle künftigen Fragen liefert. Dann bräuchten wir keine Räte und Gremien mehr, sondern nur noch Leute, die etwas ausführen. Zudem fangen wir ja nicht bei Punkt Null an, sondern das Pastoralkonzept beschreibt die Richtung der Pastoral, die wir eigentlich schon eingeschlagen haben und die wir weiter verfolgen möchten. Wenn sich jedoch die Situation in unserer Pfarrei in zwei, drei Jahren anders darstellt, müssen wir in der Lage sein, unser Pastoralkonzept anzupassen. Die Welt ändert sich, die Kirche ändert sich und wir natürlich auch.

"So viel Gemeinde wie möglich, so wenig Pfarrei wie nötig."

Frage: Und was beinhaltet nun das Pastoralkonzept für die Pfarrei St. Franziskus?
Pomplun: Wir setzen vier gleichwertige Schwerpunkte. Einmal haben wir da das „Ehrenamt“: da geht es um die Sorge um das Ehrenamt, die Begleitung und die Erkenntnis, dass eine Gemeinde wesentlich durch Ehrenamtliche getragen wird. Ein weiterer Schwerpunkt lautet: „So viel Gemeinde wie möglich, so wenig Pfarrei wie nötig“. Er legt fest, wo die eigentliche Arbeit geschieht, dass wir versuchen wollen, der Zentralisierung, die manchmal auch durchaus naheliegen kann, zu widerstehen. Die Pfarrei hat den wesentlichen Charakter, das Leben vor Ort in der Gemeinde zu unterstützen und es nicht an sich zu ziehen.

Frage: Was sind die beiden anderen Schwerpunkte?
Pomplun: Der dritte Schwerpunkt „Wahrnehmung der Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen“ befasst sich damit, dass pastorale Arbeit nicht mit der Gießkanne gemacht werden darf, sondern möglichst individuell auf die einzelnen Lebenssituationen reagieren soll. Zum Beispiel gibt es hier viele Familien, was sehr schön ist. Aber das darf uns nicht übersehen lassen, dass die Zahl der Senioren zunimmt. Der vierte Schwerpunkt lautet: „Die Kirche wirkt in die Welt hinein“. Wir wollen nicht ständig um uns kreisen, das haben wir jetzt während des Prozesses lang genug getan. Wir müssen unseren Blick weiten auf den Sozialraum, in dem wir leben. Ein Beispiel ist der Bezirk um St. Martin im Märkischen Viertel, wo unser Engagement gebraucht wird.

Frage: Reinickendorf-Nord ist ein Pastoraler Raum mit vielen Gegensätzen: Stadt – Land, Berlin – Brandenburg, Ost – West, sozial schwaches Gebiet – einkommensstarke Regionen. Wie wirkt sich das nun auf die Pfarrei St. Franziskus aus?
Markfort: Es hat jede Gemeinde seine Besonderheiten, die wir wahrnehmen müssen. Die Ansprüche in Frohnau sind andere als im Märkischen Viertel. Hinzu kommt: die Menschen mischen sich nicht gerne. Der Frohnauer fährt nicht gerne ins Märkische Viertel und der Hermsdorfer nicht gerne nach Schildow. Die Menschen bleiben eigentlich an den Orten, an denen sie leben. Daher gilt es gerade in den Gremien, diese Unterschiede ernst zu nehmen und auch anzunehmen und zugleich Verbindungsglied zu sein. Der ehemalige Pastoralverbundsrat hat sich zum Beispiel überall einmal getroffen und auf diesem Weg das Leben in allen Gemeinden wahrgenommen.

Frage: Das heißt, man bleibt lieber unter sich?
Pomplun: Der Zusammenschluss der Pfarrei bedeutet ja nicht, dass sich die Lebenswirklichkeit der Menschen plötzlich ändert. Wozu auch? Die Menschen haben eine starke Ortsbindung an die eigene Gemeinde. Und das ist auch richtig so. Die neuen Pfarreien sind ja mittlerweile Gebiete von einer Größe, in denen man nicht ohne weiteres ein durchtragendes Gefühl der Einheit herstellen kann. Das wird sich wenn, dann eher an Symbolen festmachen. Zum Beispiel am Patron einer Pfarrei oder einem gemeinsamen Pfarreifest.

Frage: Wie schwierig war es, den Namen St. Franziskus für die Pfarrei zu finden?
Pomplun: Wir hatten die Gläubigen aufgerufen, begründete Vorschläge einzureichen. Anhand dieser Vorschläge erstellten wir ein Meinungsbild und stimmten schließlich in den Pfarrgemeinderäten sowie im Pfarrverbundsrat darüber ab. Am Ende stand eine Entscheidung, die deutlich ausfiel.

"Wie eine Hochzeit: der Beginn einer neuen Phase in einer Beziehung, aber nicht etwas völlig Neues."

Frage: Was nehmen Sie aus der Entwicklungsphase mit? Wie haben Sie diese empfunden?
Markfort: Für mich war der Pastorale Prozess bereichernd. Ich habe vorher nie über das Märkische Viertel, wie Kirche dort funktioniert, nachgedacht, geschweige denn mich dort engagiert. Ansonsten haben wir weitergemacht wie bisher, da wir ja schon über einen übergeordneten Pastoralverbundsrat verfügt haben.

Frage: Hat der Pastorale Prozess die Menschen näher zusammengebracht?
Pomplun: Grundsätzlich war das Ganze schon ein Prozess des gegenseitigen Kennenlernens. Denn ein Pastoralverbund wie auch die neue Pfarrei ist ein sehr komplexes Gebilde, das sehr viele Absprachen nötig macht. Je größer und komplexer etwas wird und je vernünftiger man das in Bezug zu den Menschen machen möchte, je stärker steigt die Zahl der Absprachen. Sie steigt exponentiell und bleibt auch auf diesem hohen Niveau.

Frage: Mit dem Start der neuen Pfarrei, starten Sie quasi in eine ganz neue Phase. Geht es mit der Gründung der Pfarrei erst richtig los?
Pomplun: Der Start hat ein wenig den Charakter einer Hochzeit, die zwar der Beginn einer neuen Phase einer Beziehung ist, aber eben nicht etwas völlig Neues. Ja, mit dem Tag der Hochzeit nennt sich die Beziehung anders, sie hat eine höhere Verbindlichkeit und eine größere Endgültigkeit. Aber sie ist von den beteiligten Menschen wie auch von dem, was diese miteinander machen, nichts Neues.