In 72 Stunden die Welt besser machenVom 23. bis 26. Mai zeigen die Jugendlichen im Erzbistum Berlin „Wo Glauben Raum gewinnt“

„Wo Glauben Raum gewinnt“ konkret gelebt: das zeigt sich in der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, kurz: BDKJ. Der Startschuss für die großangelegte Aktion im Erzbistum Berlin fällt am 23. Mai 2019. Bis dahin gilt es nun Unterstützer zu finden und vielfältigste Projekte zu entwickeln, die im Mai binnen 72-Stunden umgesetzt werden können.

Bei der 72-Stunden-Aktion engagieren sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 72 Stunden lang eigenverantwortlich und selbstorganisiert in einem sozialen Projekt. Der Grundgedanke der Solidarität im Einsatz für Andere und mit Anderen steht in diesen drei Tagen im Fokus. Auf diese Weise kann die 72-Stunden-Aktion das Kennenlernen und Zusammenarbeiten im Pastoralen Raum fördern. Was gibt es bei uns überhaupt? Wer ist alles in unserem Pastoralem Raum engagiert? Wo können sich Kooperationen ergeben? Und am Ende ist es für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung, zu sehen, was gemeinsam innerhalb weniger Stunden erreicht werden kann.

Glaube mit Hand und Fuß

„In 72 Stunden die Welt ein Stückchen besser machen“ – so lauten Motto und Ziel der Gesamtaktion und aller Aktivitäten vor Ort. Die Projekte sollen politische und gesellschaftliche Themen aufgreifen, lebensweltorientiert sein und dem Glauben „Hand und Fuß“ geben. Die Teilnehmenden setzen sich konkret vor Ort in ihrem Sozialraum in ein, sind dort für und mit anderen tätig, wo sie auch sonst im Alltag unterwegs sind. Sie lernen damit ihre Pastoralen Räume aus einer ganz neuen Perspektive kennen, knüpfen neue Netzwerke und gewinnen neue Partner auch für die künftige Arbeit im Pastoralen Raum.

Kooperationen etwa mit Akteurinnen und Akteuren der Jugendsozialarbeit, mit interkulturellen und interreligiösen Partnerinnen und Partnern sowie die Beteiligung von muttersprachlichen Gemeinden werden ausdrücklich angestrebt. Die Aktion steht für Offenheit. So soll sie auch junge Menschen ansprechen, die keinem katholischen Jugendverband angehören, die nicht katholisch sind, die aus anderen Ländern nach Deutschland kamen.

Die Gruppen haben Raum zur individuellen Ausgestaltung ihrer Projekte. Dieser soll regionale Unterschiede – etwa zwischen Stadt und Land –oder verschieden stark ausgeprägte Strukturen der Jugend(verbands)arbeit vor Ort berücksichtigen. Gleichzeitig ermöglichen die Freiheiten in Organisation und Durchführung möglichst vielen Gruppen eine Beteiligung. Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte, mit unterschiedlichen Bildungs- und Familienhintergründen, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung können partizipieren. Im Sinne einer Antidiskriminierungsarbeit ist die Einbindung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichen Talenten ein Ziel der beteiligten Jugendverbandsgruppen.

Die Aktionen können als „Do-it-Projekt“ selbstgewählt sein oder als „Get-it-Projekt“ durchgeführt werden, sprich Gruppen erhalten eine Aufgabe von der diözesanen Steuerungsgruppe, die sie erst zu Beginn der Aktion erfahren und dann eigenverantwortlich umsetzen.

Lokal aktiv, bundesweit wirksam

Christlicher Glaube, Selbstorganisation, Partizipation, Freiwilligkeit, Ehrenamtlichkeit und Demokratie sind die grundlegenden Prinzipien der katholischen Jugendverbandsarbeit. Sie werden für die Teilnehmenden während der Aktion erlebbar und für die Öffentlichkeit sichtbar. Die Gruppen sind vor Ort engagiert und gleichzeitig Teil einer bundesweiten Aktion des BDKJ gemeinsam mit seinen Diözesan- und Jugendverbänden. Diese Doppelfunktion ist ein charakteristisches Merkmal der Aktion und verbindet an den drei Tagen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in ganz Deutschland.

Die Aktion wirkt innerkirchlich und gesellschaftlich als Zeichen einer Jugend, die die Herausforderungen und Probleme in ihrer Umgebung sieht und selbst aktiv wird. Die Teilnehmenden setzen außerdem viele Zeichen des gelebten Glaubens im Einsatz für eine solidarische Welt. Die vielen Teilnehmenden zeigen, dass die Jugendverbände sozial engagiert sind und bundesweit leistungsfähig.

Nachhaltigkeit: Drei Tage sind der Anfang

Die 72-Stunden-Aktion nutzt die bestehenden Strukturen der katholischen Jugend(verbands)arbeit. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für junge Menschen, sich bei der Planung und Durchführung zu beteiligen. Als Teilnehmende vor Ort, als Engagierte auf der Organisationsebene, als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Rückfragen. Dabei kann konkret an der Ausgestaltung mitgewirkt werden, Erfahrungen in Konzeption, Organisation und Leitung gesammelt werden.

Die vergangene 72-Stunden-Aktion 2013, bei der alleine im Erzbistum Berlin hunderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in 71 Projekten aktiv waren, wirkt heute noch nach. Etwa weil die Umgestaltung des Spielplatzes noch sichtbar ist oder der Kontakt zum Altenheim bestehen blieb. Die Aktion wirkt außerdem bei den Beteiligten nach, weil damit vielfach der Grundstein für längerfristiges Engagement gelegt wurde und die Identifikation mit einem der katholischen Jugendverbände gestärkt wurde. Für die Aktion 2019 sollen diese Effekte noch verstärkt werden.

Unterstützend tätig sein

Auch die besten Ideen haben allerdings ohne Unterstützung keine Chance. So sind die Aktionsgruppen auf Projektpartnerinnen und Projektpartner angewiesen, die Material, Geld und/oder Verpflegung zur Verfügung stellen. Einrichtungen und Organisationen können oftmals schon eine Infrastruktur liefern. Zudem bestehen dort vielleicht bereits Ideen, was in 72 Stunden umgesetzt werden kann. Die Kooperation ermöglicht das Gelingen einer großartigen Zusammenarbeit in den Gemeinden und Pastoralen Räumen!

Weitere Informationen unter www.72stunden.de oder direkt bei Maike Axenkopf, zuständige Referentin des BDKJ-Berlin, unter E-Mail: 72stunden(ät)bdkj-berlin.de oder unter Telefon: 01 52/24 57 83 81.