Wo Glauben vor Ort Raum gewinnt

Neue Caritas-Bezirksbeauftragte wirken in Pastoralen Räumen mitArbeitsstelle „Caritas im Pastoralen Raum“ leistet Vernetzungsarbeit

Im Frühsommer nahm die neue Stelle „Caritas im Pastoralen Raum“ im Caritasverband für das Erzbistum Berlin die Arbeit auf. Sie knüpft an das Modellprojekt „Caritas rund um den Kirchturm“ an. Nun zeigen sich erste Entwicklungen.

Parallel dazu benannte der Caritasverband in Berlin acht „Caritas-Bezirksbeauftragte“. Sie bilden eine neue Leitungsebene vor Ort, die eng mit den Berliner Dienststellenleitungen sowie der Regionalleitung von Berlin zusammenarbeitet, ähnlich der regionalen Beauftragten in Brandenburg oder die Regionalzentrumsleitungen in Vorpommern. Die Caritas-Bezirksbeauftragten verantworten die Arbeit der Dienste und Einrichtungen des Diözesancaritasverbandes in den jeweiligen Bezirken. Zudem vertreten sie den Diözesancaritasverband auf bezirklicher Ebene gegenüber Politik und Verwaltung. Sie bilden das Gesicht der Caritas vor Ort.

Mit ihrem spezifischen sozialräumlichen Blick auf den jeweiligen Bezirk ergänzen die Caritas-Bezirksbeauftragten den Fokus des Verbandes auf die Nöte der Menschen vor Ort. Gleichzeitig können sie diesen sozialräumlichen Blick in die Arbeit der verschiedenen Pastoralen Räume im Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“ einbringen. Die Caritas ist dort bereits mit Vertretern ihrer Orte kirchlichen Lebens in Pastoralausschüssen und Arbeitsgruppen aktiv. Immer im Blick: die Vielfalt in der Gestaltung der Entwicklungsprozesse vor Ort.

So bietet es sich in manchem Pastoralen Raum an, dass ein Bezirksbeauftragter im Pastoralausschuss mitwirkt. Wichtig bleibt, dass der Weg zur Caritas kurz ist und die Zusammenarbeit eine Bereicherung für alle Beteiligten darstellt. Auch über die Arbeit der Pastoralen Räume hinaus ist die Caritas insbesondere für die gelebte Kirche gerne Ansprechpartnerin in allen Aspekten von „Not sehen und handeln“.

Netzwerktreffen

Am 30. November fand das Herbst-Netzwerktreffen der Caritas-Mitarbeiter statt, die, vom Caritasverband entsandt, in den Pastoralen Räumen mitarbeiten. Markus Weber, Leiter der Stabsstelle „Wo Glauben Raum gewinnt“, kam diesmal hinzu und bedankte sich für die intensive Arbeit. Er wünschte sich von den Vertretern weiterhin ein aktives „Einmischen“ vor Ort, um den Blick für die sozialdiakonischen Fragen in einem Pastoralen Raum schärfen zu helfen. Gleichzeitig sei die wachsende Vernetzungsarbeit zwischen Pfarreien und Orten kirchlichen Lebens von besonderer Bedeutung.

Zentrales Thema des letzten Netzwerktreffens, das durch die Stelle „Caritas im Pastoralen Raum“ organisiert wurde, bildete zudem das Pastoralkonzept. Die Runde setzte sich mit den Fragen auseinander, welche Rolle die Caritas in den Pastoralen Räumen zukünftig einnimmt und wie sich das in einem Pastoralkonzept wiederfinden kann – insbesondere mit Blick auf die Unterschiede von Stadt und Land und die individuellen Besonderheiten der Regionen Vorpommern, Brandenburg und Berlin.

Zusammenarbeit intensiviert

Des Weiteren intensivierte die Arbeitsstelle „Caritas im Pastoralen Raum“ in den letzten Monaten die Zusammenarbeit mit den einzelnen Tochtergesellschaften und Fachverbänden der Caritas. Ziel ist, mit diesen Partnern gemeinsame Konzepte und Projekte zu entwickeln, um mit ihnen in mit und für den Prozess im Erzbistum und in den einzelnen Pastoralen Räumen konstruktiv und voranbringend zusammenzuwirken.

In 2019 soll auch die Reihe „Kieztouren mit Herz“ fortgeführt werden. Gemeinsam mit dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) und dem Bereich Citypastoral im Erzbischöflichen Ordinariat bietet die Stelle „Caritas im Pastoralen Raum“ Berliner Stadtrundgänge an die Ränder der Gesellschaft. Unter dem Schlagwort „Ich zeig‘ Dir mein Berlin“ sollen in 2019 in Kooperation mit weiteren katholischen Fachverbänden und Orten kirchlichen Lebens die Themen Gefängnis, Leben mit HIV sowie Prostitution im Fokus stehen.

Liste der Berliner Caritas-Bezirksbeauftragten

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