„Orte kirchlichen Lebens als wachsende Organisationen“Veröffentlichung der Studie

Theresa Faupel, Foto: Martin Steffen

Seit Oktober 2018 hat sich das Erzbistum Berlin mit dem Zentrum für angewandte Pastoralforschung Bochum (zap) auf den Weg gemacht, um pastoraltheologische Muster an ausgewählten Orten kirchlichen Lebens zu erkennen. Ziel des Kooperationsprojektes war es, an drei Orten unter den Gesichtspunkten Verkündigung, Zeugnis geben und Dienst am Nächsten zu untersuchen, ob sich Erfolgskriterien bzw. Blockaden/Spannungsfelder der pastoralen Arbeit erkennen lassen.  Aus diesen Mustern sollen Hilfen für die pastorale Arbeit im Erzbistum Berlin gewonnen werden.

Entsprechend einer Ekklesiologie der Grundvollzüge sind drei Orte kirchlichen Lebens als Projektorte ausgesucht worden. Es ist festzuhalten, dass es lediglich um eine punktuelle Auswahl geht, die für das Erzbistum Hilfestellung für die Gestaltung der Pastoral bieten kann. Es handelt sich nicht um eine repräsentative Untersuchung.

  • Ort 1: Diakonischer Schwerpunkt: Dienst am Nächsten - Laib und Seele-Ausgabestelle in einem Pastoralen Raum
  • Ort 2: Verkündender Schwerpunkt - Religionsunterricht an einer öffentlichen Schule in Brandenburg
  • Ort 3: Liturgischer Schwerpunkt - Liturgie an einem Gottesdienststandort, der von einer Ordensgemeinschaft geleitet wird.

ichtig ist, dass an allen drei Projektorten immer nur ein Teilbereich untersucht wurde. Dies wird besonders deutlich beim dritten Ort. Hier stand ausschließlich die Liturgie im Fokus. Deutlich wird damit, dass weder die Ordensgemeinschaft, noch die Pfarrei als Ganze untersucht worden sind, sondern nur für den jeweiligen Teilaspekt eine Mustererkennung vorgenommen wurde.

Wir haben folgende Muster erkannt:

  1. Das Profil der handelnden Personen ist ausschlaggebend für die positive Resonanz der kirchlichen Orte.
  2. Die handelnden Personen, sei es bei Laib und Seele, dem Religionsunterricht oder der Liturgie, treffen mit ihrem Handeln und ihrer Haltung die Lebensrelevanz der Menschen.
  3. An allen drei Orten wird eine einladende Willkommenskultur gelebt.

Wir haben auch erkannt, dass der Begriff „Ort kirchlichen Lebens“ unscharf ist. Es ist zu beachten, was ein Ort selbst unter diesem Begriff versteht und was die Papiere des Erzbistums dazu festgehalten haben.

Die Untersuchung wurde von Theresa Faupel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am zap geleitet und durchgeführt. Die folgenden Berichte geben die Ergebnisse der Studie wieder. Sie sind Ausgangspunkt, um die erkannten Muster auf andere Orte kirchlichen Lebens zu übertragen bzw. Blockaden oder Spannungen an anderen Orten zu vermeiden. Die Berichte sind anonymisiert (St. Arnulf gibt es nicht, ebenso wenig wie Frau Hause).

Viel Freude beim Lesen. Vielleicht gewinnen Sie gleich etwas, auf das Sie demnächst in Ihrer Arbeit achten werden oder Sie stellen fest, ja, genau so machen wir das ja schon lange.

Ergebnisse