Wo Glauben vor Ort Raum gewinnt

Willkommen St. Elisabeth! Am 1. Januar wird aus dem Pastoralen Raum Tiergarten-Wedding eine neue Pfarrei

Die Patronin der neuen Pfarrei: die heilige Elisabeth von Thüringen, wie sie in der St.-Joseph-Kirche in Wedding dargestellt ist. Foto: Herrmann

Der Pastorale Raum Tiergarten-Wedding wird zur neuen Pfarrei.

Wenn in der Nacht zum 1. Januar die Sektkorken knallen, heißt es nicht nur: „Hallo 2019“, sondern auch: „Hallo St. Elisabeth“. Denn mit dem neuen Jahr entsteht aus dem Pastoralen Raum Berlin Tiergarten-Wedding mit seinen fünf Pfarreien St. Paulus, St. Laurentius, St. Petrus, St. Sebastian und St. Joseph-St. Aloysius die Pfarrei St. Elisabeth. Damit wird die zweite neue Pfarrei im Rahmen des Pastoralen Prozesses „Wo Glauben Raum gewinnt“ errichtet.

Mit der Pfarrei St. Franziskus erlebte das Erzbistum am 1. Januar 2017 seine erste Pfarrei-Neugründung. Sie entstand aus dem Pastoralen Raum Reinickendorf-Nord, der als etablierter Pastoralverbund allerdings ganz ohne Findungsphase sehr schnell in die Entwicklungsphase starten konnte. Daher ist St. Elisabeth die erste neue Pfarrei, die den gesamten Pastoralen Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“ durchlaufen hat.

In ihrer Findungsphase entschlossen sich die fünf Pfarreien im Zentrum Berlins gemeinsam in die Zukunft zu gehen und votierten damit für einen der mitgliederstärksten Pastoralen Räume mit über 26.000 Katholiken. Bereits am 2. Oktober 2015, nur wenige Tage nach seiner Amtseinführung, errichtete Erzbischof Heiner Koch den Pastoralen Raum Tiergarten-Wedding mit einem feierlichen Pontifikalamt und startete damit zugleich die Entwicklungsphase. Diese geht nun am 31. Dezember zu Ende.

Zunächst eine Übergangsphase

Die neue Pfarrei St. Elisabeth besteht aus sechs Gemeinden – St. Paulus, St. Ansgar, St. Joseph, St. Aloysius, St. Petrus und St. Sebastian – und zahlreichen Orten kirchlichen Lebens, die gemeinschaftlich zusammen wirken. Zudem sind die Kroatische Gemeinde in St. Sebastian, die Vietnamesische Gemeinde in St. Aloysius, die Ungarische Gemeinde und die Maronitischen Gemeinde in St. Paulus beheimatet und bilden damit ebenfalls einen festen Bestandteil der Gemeinschaft der neuen Pfarrei. Zur Pfarrkirche, zugleich Sitz des Pfarrers und des Verwaltungsleiters, wurde St. Paulus bestimmt. Dort ist auch das Zentralsekretariat angesiedelt, dessen Hauptaufgabe die Verwaltung der Gesamtpfarrei ist.

Der Pfarrer der neuen Pfarrei, Dominikanerpater Michael Dillmann, sieht in der Errichtung von St. Elisabeth zum 1. Januar zunächst nur den juristischen Start. Beim ersten Halbjahr 2019 handele es sich um eine Übergangszeit, betont er: „St. Elisabeth ist eine neue Pfarrei im Werden!“ Liturgisch gefeiert werden soll die neue Pfarrei daher erst am 14. Juni mit einem großen Gottesdienst in der Kirche St. Sebastian. Bis dahin müssen noch die neuen pastoralen Gremien, sprich der Pfarreirat und die sechs Gemeinderäte, gewählt werden. Termin dafür ist das Wochenende vom 25. und 26. Mai. Bis sich die neugewählten Gremien konstituieren, gilt eine pragmatische Übergangsregelung. Der Kirchenvorstand der neuen Pfarrei startet hingegen bereits zum 1. Januar. Er setzt sich in den ersten Jahren aus je drei gewählten Mitgliedern der Kirchenvorstände der ehemaligen fünf Pfarreien zusammen.