Erinnerungskultur

Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit im Erzbistums Berlin

„Wir danken Gott für euch alle, sooft wir in unseren Gebeten an euch denken; unablässig erinnern wir uns vor Gott, unserem Vater, an das Werk eures Glaubens, an die Opferbereitschaft eurer Liebe und an die Standhaftigkeit eurer Hoffnung auf Jesus Christus, unseren Herrn.“
1 Thess 1, 2-3


Details aus der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum. Fotos: Lutz Nehk

Erinnerungskultur ist in Deutschland und vielen anderen Ländern die Bezeichnung der Erinnerung an den Holocaust und die Opfer des Nationalsozialismus. Gerade in der „Zeit nach den Zeitzeugen“ kommt ihr eine besondere Bedeutung zu. Dabei geht es nicht nur um eine rein sachlich-historische Erinnerung. Eine Kultur der Erinnerung will auch immer eine über die historischen Fakten hinausreichende persönliche und aktuelle Betroffenheit der Menschen unserer Zeit erreichen.

Im Erzbistum Berlin gibt es viele Orte und Personen, die einerseits an die Verbrechen der Nazi-Herrschaft erinnern, andererseits an die vielen mutigen Menschen, die in unterschiedlicher Weise Widerstand geleistet haben. Es gibt schon vielerorts die Pflege der Erinnerung daran.

Hier gilt es Verbindungen zu schaffen und einen Blick auf das Gesamte zu erstellen. Menschen, die vor Ort die Erinnerungskultur pflegen, sollen zusammengebracht und in ihrer – zumeist ehrenamtlichen – Arbeit  unterstützen und ermutigt werden.

Zu dem Aufgabenbereich gehört auch die Entwicklung von verschiedenen Formen der Erinnerungs-„Kultur" im Sinne gottesdienstlicher Feiern.

Ein wichtiger Bereich ist die ökumenische Zusammenarbeit. Das „gemeinsam erlittene Martyrium“ evangelischer, katholischer und orthodoxer Christinnen und Christen ist eine Verpflichtung, die „Ökumene der Märtyrer“ zu pflegen und weiterzuentwickeln.

Über die Erinnerung an die Opfer der Nazizeit und den Widerstand wird auch die Erinnerung der Opfer und die Gedenkorte der SED-Diktatur ein Teil der Aufgabe sein.

Schließlich soll der „Beauftragte für Erinnerungskultur“ das Erzbistum „bei Gedenkfeiern und zeitgeschichtlichen Veranstaltungen vertreten und Kontakte zu Vereinigungen, die sich mit Erinnerungskultur und zeitgeschichtlichen Themen befassen“ pflegen.

Zum 75. Todestag von Pfarrer Albert Willimsky

Kontakt

Pfarrer Lutz Nehk
Beauftragter für Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit im Erzbistum Berlin

Kaiserdamm 22, 14057 Berlin
Tel.: (0170) 389 79 00, (030) 301 42 64

lutz.nehk(ät)erzbistumberlin.de
www.gedenkkirche-berlin.de