Beauftragungsfeier für den pastoralen Dienst Samstag, 26. September, 10.00 Uhr in St. Dominicus

Joerg-Farys-2026

Vlnr: Burkard Lang, Dunja Apikian, Sr. Melanie Kluth sa, Felix Röskenbleck, Lukas Schibowski, Nicole Oster, Luka Sibenik, Marius Retka © Erzbistum Berlin/Jörg Farys

Zwei Gemeindereferentinnen und sechs Pastoralreferent:innen werden am Samstag, 26. September, 10.00 Uhr, durch Erzbischof Dr. Heiner Koch in St. Dominicus, Lipschitzallee 74, 12353 Berlin, für den pastoralen Dienst im Erzbistum Berlin beauftragt.

Als Gemeindereferentinnen:

  • Dunja Apikian, geboren in Berlin, ist verheiratet und Mutter dreier Kinder. Sie wuchs in einer maronitisch chaldäischen Familie auf und engagierte sich ehrenamtlich in der Pfarrei St. Matthias sowie in der Maronitischen Gemeinde in leitender Funktion. Daraus entstand die Motivation, einen zweiten beruflichen Weg einzuschlagen. Sie absolvierte den Fernstudiengang Angewandte Theologie/Katholische Religionspädagogik an der Katholischen Hochschule in Paderborn tätigkeitsbegleitend und war im Rahmen ihrer Berufseinführung in der Pfarrei Johannes Bosco eingesetzt. Sie wird als Referentin für die Gemeinden anderer Sprachen und Riten und in der Pfarrei Maria Rosenkranzkönigin tätig sein. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20). Dieser Bibelvers stärkt sie in dem Vertrauen, dass Jesus allgegenwärtig ist und sie auf ihrem Weg führt.
  • Sr. Melanie Kluth sa (53), wurde in Heidelberg geboren und wuchs in Wald-Michelbach im Odenwald in einer „religiös unmusikalischen“ Familie auf. Nach Abschluss ihres Studiums in evangelischer Kirchenmusik in Heidelberg studierte sie Wirtschaftsinformatik in Mannheim und arbeitete 19 Jahre in der Pharmazeutisch-Diagnostischen Industrie, davon die letzten 10 Jahre als global Verantwortliche im Bereich Financial Compliance. Die Frage, wohinein sie ihr Leben wirklich investieren möchte und wo sie Gleichgesinnte findet, um ignatianische Spiritualität im Alltag zu leben, führte sie 2015 zum Eintritt in die Kongregation der Helferinnen, einer internationalen ignatianischen Ordensgemeinschaft. Nach ihrem zweijährigen Noviziat in Cergy bei Paris wurde sie 2018 nach Berlin gesendet. Hier engagierte sie sich zunächst als Organistin in der Pfarrei St. Mauritius und studierte ab 2019 an der katholischen Hochschule Paderborn Angewandte Theologie im Fernstudium. Nach einer Ausbildung zur Exerzitienbegleiterin und einem viermonatigen Aufenthalt in Mexiko City, wo sie in einer Flüchtlingsherberge mitarbeitete, begann sie 2023 ihre Berufseinführung als Gemeindeassistentin in der Pfarrei St. Franziskus. Sr. Melanie ist von Kindheit an sehbehindert. In den Jahren ihrer Berufseinführung verlor sie einen Großteil ihres Sehens und absolviert aktuell berufsbegleitend eine blindentechnische Grundausbildung. Als Gemeindereferentin möchte sie in erster Linie Seelsorgerin sein, die Menschen durch alle Höhen und Tiefen ihres Lebens- und Glaubensweges begleitet, vernetzt und Gemeinschaft stiftet und darin Gott immer wieder neu ins Spiel bringt. Ihr zukünftiger Einsatzort in der Pastoral des Erzbistums ist noch nicht spruchreif. Sie wird weiterhin als Geistliche Begleiterin und Exerzitienbegleiterin im Bistum tätig sein. Im Rahmen ihrer Ordensgemeinschaft möchte sie sich als „Kiezseelsorgerin“ in ökumenischer Zusammenarbeit in der Paul-Hertz-Siedlung (Charlottenburg-Nord) engagieren. Dort lebt ihre Gemeinschaft seit Pfingsten 2026 unter einem Dach mit der Gemeinschaft des Karmels Regina Martyrum.

Als Pastoralreferent:innen:

  • Burkard Lang (35), in Aschaffenburg in einer katholischen Familie aufgewachsen, aktiv als Ministrant und bei den Aschaffenburger Stifts-Chorknaben, nach dem Abitur 2013 am Gymnasium St. Josef in Fockenfeld Studium der katholischen Theologie bis 2021 in Eichstätt, Münster und Vallendar. Nach einer Assistenzzeit im Bistum Fulda seit dem 1. August 2026 Pastoralreferent in der Katholischen Kirchengemeinde Pfarrei Allerheiligen Potsdamer Land. Sein Motto lautet: „Ein Segen sollst Du sein (Gen 12) – ganz egal, ob in Hessen oder in Brandenburg“.
  • Nicole Oster (31), stammt aus Kirchberg im Hunsrück war in ihrer Heimatgemeinde St. Michael aktiv als Ministrantin, Betreuerin bei Ferienfreizeiten und in der Jugendkirche „crossport to heaven“.  Nach dem Theologiestudium in Trier und Münster und der Berufseinführung im Bistum Trier ist Sie über Saarbrücken und Neuerburg nach Berlin gekommen. Was sie bewegt, ist die Suche nach dem „Magis“ (lat.: Mehr): „Wo findest du mehr glauben, lieben, hoffen? Die kleinen Magismomente im Alltag, sei es ein Keks, ein schöner Sonnenuntergang oder ein Treffen mit Freund:innen und die großen Momente im Leben.“ Sie ist Referentin in der Katholischen Studierendengemeinde Edith Stein in Berlin.
  • Marius Retka (32), geboren in Berlin, wuchs mit vier Brüdern auf. In seiner Heimatgemeinde, der St. Johannes-Basilika (später St. Bonifatius), war er als Kind und Jugendlicher intensiv ehrenamtlich engagiert und übernahm früh Verantwortung. Er studierte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen (Frankfurt) Theologie. Sein Studium führte ihn auch nach Uppsala und nach Jerusalem. Nach ersten beruflichen Tätigkeiten im Bistum Görlitz, in Frankfurt und Bonn kehrte er zurück nach Berlin. Seit September ist er in der Pfarrei Märtyrer von Berlin, Charlottenburg, eingesetzt.
  • Felix Röskenbleck (37) stammt aus dem westlichen Münsterland und war als Jugendlicher Messdiener und Betreuer bei Ferienlagern seiner Heimatgemeinde St. Remigius in Borken. Nach dem Theologie-Studium arbeitete er ein Jahr als Volontär in einem Hospiz in Jerusalem. Seine Assistenzzeit absolvierte er in einer Münsteraner Großpfarrei, bevor er zunächst als Hausseelsorger für Senioren bei der Caritas in Frankfurt/Oder arbeitete. Seit 2023 ist er als Krankenhausseelsorger an der Universitätsmedizin und der BDH-Klinik in Greifswald tätig und arbeitet im Team der Ausbildungspfarrei St. Otto Usedom-Anklam-Greifswald mit.
  • Lukas Schibowski (34), geboren in Hamburg, wuchs dort in einer polnisch geprägten Familie auf. Nach dem Abitur absolvierte er das Studium der Katholischen Theologie an der Universität Münster. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Wegen seines familiären Kontextes wollte er mit seiner Familie näher an die polnische Grenze ziehen. Seit 2023 war er für die Berufseinführung als Pastoralassistent in der Pfarrei St. Maria Magdalena Oderland-Spree eingesetzt.
  • Luka Sibenik (36), geboren in Livno, Bosnien und Herzegowina, wuchs dort als zweitjüngstes Kind mit sechs Geschwistern auf. Er wurde in seiner Familie und in seiner katholischen Heimatgemeinde intensiv religiös sozialisiert, wurde Ministrant und engagierte sich ehrenamtlich im Rahmen der Franziskaner Jugend. Aus dieser Motivation heraus studierte er von 2008 bis 2014 den Magisterstudiengang Theologie in Sarajevo und schloss diesen erfolgreich ab. Er wurde zunächst als Lehrer tätig. Da sich daraus keine langfristige Perspektive ergab, kam er 2019 nach Berlin und absolvierte ab 2022 die Berufseinführung zum Pastoralassistenten zunächst in der Pfarrei Allerheiligen Potsdamer Land und schließlich in der Pfarrei Hl. Edith Stein Neukölln Süd. Seinen Glauben versteht er „nicht als etwas Fertiges oder Starres, sondern als etwas Lebendiges, das sich entwickelt und wachsen darf. Gerade deshalb braucht er Aufmerksamkeit, Gemeinschaft und immer wieder neue Impulse.“