Firmung

Veni Sancte Spiritu – Komm, Heiliger Geist

Mit der Taufe beginnt ein neues Leben in Jesus Christus und in der Gemeinschaft der Kirche. Die Firmung besiegelt diesen Glaubensweg, stärkt durch die Gabe des Heiligen Geistes und sendet in die Gegenwart und die Zukunft. Bei der Feier wird die Stirn mit Chrisamöl gesalbt, und der Bischof spricht: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Damit wird deutlich: Gott ist persönlich gegenwärtig und begleitet den Glaubensweg. Die Firmung ermutigt und verspricht, dass der Heilige Geist trägt und stärkt. 

Darüber hinaus eröffnet die Firmung eine neue Verbundenheit: Die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Kirche wird sichtbar, und Gläubige sind eingeladen, ihren Glauben im Alltag erfahrbar zu machen. Die Kirche lebt davon, dass Menschen ihre Fragen, Gaben und Überzeugungen einbringen.

FAQs rund um die Firmung

Wer spendet das Sakrament der Firmung?

In der Regel spendet der Bischof das Sakrament der Firmung (vgl. CIC can. 882). In unserem Erzbistum also der Erzbischof oder Weihbischof. Der Priester kann aber vom Bischof beauftragt werden die Firmung zu spenden.

Wie alt muss ich sein, um gefirmt zu werden?

In den meisten Pfarreien werden Jugendliche im Alter vom 15-16 gefirmt. Das Mindestalter kann aber je nach Konzept und Pfarrei variieren. Informieren Sie sich in Ihrer Pfarrei oder sprechen Sie mit den Verantwortlichen für die Firmvorbereitung.

Wer kann Firmpate bzw. Firmpatin werden?

Die Voraussetzungen für das Patenamt legt das Kirchenrecht fest (vgl. CIC can. 893 §1 i. V. m. can. 874 §1):

  • katholisch
  • mindestens 16 Jahre alt
  • getauft, gefirmt und praktizierend im Glauben
  • kein Elternteil des Firmlings
Was ist die Aufgabe der Firmpaten?

Der Firmpate begleitet den Firmling auf seinem Glaubensweg. Er ist Vertrauensperson, Gesprächspartner und Vorbild im Glauben. Während der Firmung legt er dem Firmling als Zeichen der Unterstützung die Hand auf die Schulter. Auch nach der Feier begleitet er als Lebens- und Glaubensbegleiter den Firmling auf seinem Weg und hilft ihm, weiter im Glauben zu wachsen.

Muss ich katholisch getauft sein?

Ja, für die Firmung muss man getauft sein. Die Firmung besiegelt den Glaubensweg, der mit der Taufe begonnen hat und vervollständigt dieses Sakrament. Wer noch nicht getauft ist, kann die Taufe in der Regel im Rahmen der Firmvorbereitung nachholen.

Wie erfahre ich, dass mein Kind zur Firmvorbereitung eingeladen ist?

Die Pfarreien informieren Eltern und Jugendliche in der Regel rechtzeitig über Termine und den Beginn der Vorbereitung. Dies kann zum Beispiel per Brief oder E Mail, über Aushänge, auf der Gemeindeseite oder durch Hinweise im Gottesdienst geschehen.

Wie lange dauert die Firmvorbereitung?

Die Dauer der Firmvorbereitung variiert je nach Pfarrei und Konzept. Informieren Sie sich in Ihrer Pfarrei oder sprechen Sie mit den Verantwortlichen für die Firmvorbereitung.

Woher weiß ich, zu welcher Pfarrei ich gehöre?

Die Firmung und die Vorbereitung finden in der Pfarrei am Wohnort statt. Die Jugendlichen werden meist von der Gemeinde direkt angeschrieben und eingeladen, wenn ein Firmkurs startet. Wenn Sie sich nicht sicher sind, zu welcher Pfarrei Sie gehören: Im Pfarreifinder vom Bistum Mainz, der auch für unser Bistum zuständig ist, können Sie Ihre Pfarrei finden.

Mein Kind ist behindert

Selbstverständlich werden Jugendliche, ob mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung, auf die Firmung vorbereitet. Im Sinne des Inklusionsansatzes sollen nach Möglichkeit alle Jugendliche gemeinsam vorbereitet werden. Besprechen Sie die Bedürfnisse Ihres Jugendlichen mit den Verantwortlichen für die Firmung.

Sie können sich auch an die Diözesanreferentin für Seelsorge für Menschen mit Behinderungen wenden:

Sr. Monika Ballani
Tel.: (030) 326 84-528
E-Mail: monika.ballani(ät)erzbistumberlin.de 

 

Kann ich auch als Erwachsener noch gefirmt werden?

Ja, selbstverständlich! Auch Erwachsene können das Sakrament der Firmung empfangen, wenn sie noch nicht gefirmt sind. Für Erwachsene gibt es eigene Vorbereitungswege, oft in Form von Kursen (zu den Glaubenskurse) oder persönlichen Gesprächen. 

Wenden Sie sich an den dafür zuständigen Pfarrer in Ihrer Pfarrei oder für den dafür Beauftragten im Erzbistum Berlin:

P. Andreas Leblang SJ
Tel.: 0151/266 33 248
E-Mail: KGI(ät)erzbistumberlin.de 

Materialempfehlungen

Menschen – Leben – Träume, 2018

Autoren: Frank Reintgen, Klaus Vellguth
Materialtyp: Praxisheft
Zielgruppe: Katecheten 

  • 6 Themenbereiche: Identität, Gott, Jesus Christus, Heiliger Geist, Kirche, Wegentscheidung
  • Umfangreiche Materialsammlung und verschiedene Bausteine bieten viel Gestaltungsfreiraum für Katecheten bei Auswahl der Materialien und Tiefe der Themen 
  • Ist um viele praxiserprobte Angebote zum Einsatz von Social Media und digitalen Medien ergänzt 

Firmtrack aus dem Bistum Augsburg

Das Firmkonzept zum Thema Berufung

Materialtyp: Praxisheft
Zielgruppe: Katecheten

  • 4 Themenbereiche: Ich, Welt, Gott und Firmung 
  • Unterschiedliche Einheiten und den dazugehörigen Materiallisten erleichtern Planung und Vorbereitungen 
  • Ergänzt durch Anregungen für Infoveranstaltungen, den Stationsweg des Versöhnungswegs und Elemente für den Firmgottesdienst

Kontakt

Lisa Czech

Bereich Pastoral
Außenstelle Marienfelde
Bruno-Möhring-Str. 17, 12277 Berlin

mobil: 0151/61 67 71 72
lisa.czech(ät)erzbistumberlin.de