Weltkirche im Erzbistum Berlin

Einheit in der Vielfalt - Herausforderung und Chance zugleich

Schwester Angélique Namaika, DR Kongo, Foto: Hartmut Schwarzbach / missio

Afrikatag 2022 ‒ Die Solidaritätskollekte im Januar

Die Kollekte am Afrikatag ist die älteste gesamtkirchliche Solidaritätsinitiative der Welt. Ursprünglich zur Bekämpfung der Sklaverei eingeführt, fördert die Kollekte heute die qualifizierte Ausbildung von Frauen und Männern vor Ort, die sich ihr Leben lang in den Dienst ihrer Mitmenschen stellen. Sie setzt da an, wo Veränderungen möglich ist: bei den Menschen.

Im Mittelpunkt der Aktion stehen 2022 drei mutige Ordensfrauen: Sr. Angélique Namaika » (DR Kongo), Sr. Stan Mumuni » (Ghana) und Sr. Marie Catherine Kingbo » (Niger). Eines ist ihnen gemeinsam: Sie alle brechen aus ihren vertrauten Bahnen aus und wagen etwas Neues – weil sie spüren, dass sie etwas tun sollen, zu dem kein anderer berufen ist. Sie gründen neue Orden, um ihrer Mission folgen zu können. Sie sind Hoffnungsträgerinnen und stehen stellvertretend für die vielen Schwestern in der Kirche, die mit Mut und Kreativität an der Seite der Menschen leben.

Für den Dienst am Menschen ausbilden

Mit der Kollekte am Afrikatag setzen wir ein Zeichen der Solidarität mit den jungen Frauen, die dem Vorbild der Ordensschwestern folgen und die Frohe Botschaft in die Tat umsetzen. Eine gute Ausbildung ist eine der wirksamsten Formen der Hilfe. Schwesterngemeinschaften, die über keine internationalen Beziehungen verfügen, fällt es jedoch oft schwer, die Ausbildung ihres Nachwuchses zu finanzieren. Die Zuwendungen aus der Sammlung am Afrikatag helfen ihnen dabei. Die Kollekte trägt so nachhaltig zur Förderung einer ganzheitlichen Entwicklung bei.

Jetzt unterstützen und spenden

Eine große Anzahl von Katholiken aus vielen Kulturen bereichern mit ihren Erfahrungen und Traditionen das Glaubensleben im Erzbistum Berlin. Von den knapp 400.000 Katholiken haben 35% eine ausländische Staatsangehörigkeit. In 17 muttersprachlichen Gemeinden werden regelmäßig Gottesdienste gefeiert. Es ist also an vielen Orten ein Stück Weltkirche gegenwärtig.

Kirche weiß sich eingebunden in eine weltweite Glaubens-, Gebets- und Solidargemeinschaft. Diese konkretisiert sich im Erzbistum auf unterschiedliche Art und Weise: durch partnerschaftliche Beziehungen in andere Länder und Kontinente, durch Förderung weltkirchlicher Projekte über den Fonds zur Förderung weltkirchlichen Engagements sowie durch die Betreuung und Begleitung von Gästen aus der Weltkirche.

Ziel ist es, Beziehung erlebbar zu gestalten und aus dieser Erfahrung heraus wechselseitiges Lernen zu ermöglichen. Die "Zentrale Servicestelle Weltkirche" nimmt Impulse aus der Weltkirche auf und versucht diese für das Erzbistum nutzbar zu machen. Dies schließt auch Lernerfahrungen ein, die uns helfen, Schritte der Kirchenentwicklung im Erzbistum Berlin weiterzugehen. Zugleich ist es Aufgabe der Zentralstelle, die weltkirchliche Perspektive in das Erzbistum einzubringen, um das Bewusstsein für die weltkirchliche Mitverantwortung zu fördern. Dabei kooperieren wir mit den kirchlichen Hilfswerken in Deutschland und gestalten unsere Arbeit gemäß den Grundelementen weltkirchlicher Partnerschaft: Spiritualität, Kommunikation, Solidarität.

Aufgaben

  • Einladung in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen zu eigenen Veranstaltungen (Vorträge, Gesprächsrunden etc.) bzw. Organisation dieser
  • Unterstützung der Pfarreien, Verbände und Einrichtungen in ihrem weltkirchlichen Engagement
  • Information über Arbeitshilfen, Literatur, Medien und Materialien zum gesamten Themenspektrum
  • Empfänge, Betreuung und Vermittlung ausländischer Gäste während ihres Aufenthaltes im Erzbistum Berlin
  • Unterstützung von Projekten weltweit durch den Fonds „Weltkirche“ des Erzbistums
  • Kooperation mit anderen weltkirchlichen Akteuren z.B. den kirchlichen Hilfswerken

Projektförderung

Wir unterstützen und fördern Projekte, die der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, der Linderung unmittelbarer Not bzw. der Stärkung des missionarischen Auftrags der Kirche dienen. Hierzu stehen Mittel im Fonds zur Förderung weltkirchlichen Engagements zur Verfügung. Ein Ausschuss entscheidet über die Mittelverwendung.

Förderrichtlinien

AusfühRungsbestimmungen

Veranstaltungen

Wir vermitteln bzw. bieten Veranstaltungen, Vorträge und Materialien zur Unterstützung weltkirchlicher Arbeit an. Hierzu zählen z.B. Einführungsveranstaltungen zu den Jahresaktionen der katholischen Hilfswerke sowie Veranstaltungen in den Regionen und Pfarreien des Erzbistums. Gerne entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen passgenaue Formate.

Begleitung

Wir unterstützen und begleiten Pfarreien, Einrichtungen und Verbände bei allen Fragen weltkirchlichen Engagements, vermitteln Gesprächspartner und stärken lokale Initiativen, die sich für Anliegen des weltkirchlichen Lernens und Austausches stark machen.

Kooperation

Wir arbeiten eng mit den kirchlichen Hilfswerken, weltkirchlich Engagierten sowie weiteren Partnern in Kirche und Gesellschaft zusammen. Eine intensive Kooperation besteht mit dem Sachausschuss „Laudato Si“ des Diözesanrates.

im Erzbistum Berlin

Die missio-Diözesanstelle ist angebunden an die "Zentrale Servicestelle Weltkirche" im Erzbistum Berlin. Ihre Aufgabe ist es, die Themen und Anliegen von missio und seinen Partnern aus der Weltkirche im Erzbistum Berlin einzubringen. Gleichzeitig initiiert und unterstützt sie die jeweiligen Aktionen und Kampagnen von missio vor Ort.


Handy spenden


Gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern deutschlandweit ruft missio zum Handyspenden auf. Bisher konnten bereits 200.000 alte Handys gesammelt werden. In den recycelten Handys steckten 4 Kilogramm Gold, 30 Kilogramm Silber und 1.500 Kilogramm Kupfer. Mit dem Erlös, aus dem Recycling und der Wiederverwertung, konnten Hilfsprojekte in der Demokratischen Republik Kongo unterstützt werden. Über 13.000 Frauen, Männer und Kinder profitierten bislang.

Jetzt mitmachen

Schutzengel-Petition


Schützt Kinder vor Online-Missbrauch

Moderne Sklaverei hat viele Gesichter, die sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen im Internet ist eine der perfidesten Formen. Vor laufender Kamera müssen Mädchen und Jungen aus armen Familien, zum Beispiel in den Philippinen, die Wünsche der Täter aus Deutschland und anderen westlichen Ländern erfüllen. Experten befürchten, dass in jedem Moment rund 750.000 pädophile Täter im Internet nach Minderjährigen suchen.

Um Täter zu identifizieren und Kinder zu retten, fordern wir von der Bundesregierung eine klare Priorität für den Kindesschutz auf den Internetplattformen. Die drei Forderungen der Petition beinhalten eine Schutzpflicht der Plattformen, eine sinnvolle Datenspeicherung sowie eine Stärkung der Strafverfolgung.

Jede Stimme zählt!

Systemrelevant und unsichtbar

Faire Zukunft für Seeleute

Das Internationale Missionswerk missio, die Katholische Seemannsmission „Stella Maris”, die Deutsche Seemannsmission und die Philippinisch-Katholische-Mission im Erzbistum Hamburg sprachen am 18. August mit Niels Annen (MdB) und Claudia Müller (MdB) über die Situation der Seeleute in der Seeschifffahrt. Es wurde über die Lebens- und Arbeitsbedingungen an Bord sowie über die schwierige Situation der Seeleute aufgrund der Corona-Pandemie gesprochen. Das Video der Veranstaltung können Sie sich hier online anschauen:

Zu YouTube

Kontakt

Diözesanbeauftragter für weltkirchliche Aufgaben

Andreas Fritsch

Erzbischöfliches Ordinariat Berlin
Niederwallstr. 8-9
10117 Berlin

Tel.: (030) 326 84-550
andreas.fritsch(ät)erzbistumberlin.de

missio Berlin-Büro
Leitung

Milan Ivić

Erzbischöfliches Ordinariat Berlin
Niederwallstr. 8-9
10117 Berlin

Tel.: (030) 326 84-122

milan.ivic(ät)erzbistumberlin.de