Soziale Arbeit in der Pastoral

Den Sozialraum im Blick

Vorsorge und Fürsorge gemeinsam gestalten

Sozialarbeiterin Monika Beil aus der Pfarrei St. Josef Treptow-Köpenick

Mein aktuelles Lieblingsprojekt im Alltag der Pfarrei ist der Vorsorgeordner “Alles im Blick. Vorsorge und Fürsorge gemeinsam gestalten” mit den dazugehörigen Themenabenden. 

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Im Juli 2024 traf sich eine Arbeitsgruppe mit Kolleginnen aus dem Erzbistum, von der Caritas und den Maltesern um sich Gedanken zum Aufbau und Inhalt zu einem Vorsorgeordner zu machen. Wichtig dabei war uns, dass nicht einfach ein Ordner herausgegeben wird, den die Menschen selbständig ausfüllen, sondern dass wir die Menschen – soweit möglich – in diesem Prozess begleiten. Gemeinsam ins Gespräch kommen, verschiedene Sichtweisen kennenlernen und Schritt für Schritt sich an die Themen heranwagen, die gerne auf die lange Bank geschoben werden. So entstand die Idee eine Reihe an Themenabenden vor Ort mit anzubieten, die sich verschiedenen Themen rund um das Thema "Vorsorge" widmen: Vorsorgedokumente, Formulare und Übersichten, Friedhöfe, Erben und Vererben, sowie Hospiz/ambulanter Hospizdienst.

Inzwischen können wir den fertigen Ordner in Händen halten und starten in die Umsetzung vor Ort. Am 15. Mai 2025 fand die Auftaktveranstaltung statt, der sich nun die verschiedenen Themenabende anschließen. Eine Fortsetzung der Themenabende im Jahr 2026 ist geplant und ich bin gespannt, wie viele Menschen sich mit uns auf den Weg machen, das in die Hand zu nehmen, was sie selbst regeln können um somit hoffentlich gelassener durchs Leben gehen zu können.

Sozialarbeiterin Monika Beil, Pfarrei St. Josef Treptow-Köpenick

Repair Café+
 

Joerg-Farys-2023

Sozialarbeiter Florian Heise in der Pfarrei Hl. Johannes XXIII. Tempelhof-Buckow

Mein aktuelles Lieblingsprojekt ist das Repair Café+, in welchem sich ehrenamtliche Helfer zusammenfinden, um defekte Geräte von Menschen aus der Nachbarschaft gemeinsam versuchen zu reparieren.

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Ob es nun ein Kaffeeautomat, ein Radio, ein Fahrrad oder irgend etwas andere ist. Hier wird bei einem Cafe versucht, alles wieder in Gang zu bringen. Meine Rolle ist die Koordination und der Empfang bei diesem Projekt. Ebenfalls helfe ich Menschen zusätzlich, sollten sie fragen zu Anträgen oder ähnlichem haben. Die Arbeit macht mir großen Spaß und ich freue mich, dieses Projekt als hauptamtliche Koordination vorzustehen.

Florian Heise, Sozialarbeiter in der Pfarrei Hl. Johannes XXIII. Tempelhof-Buckow

Graffiti-Kunst & Ukraine-Hilfsprojekte

Joerg-Farys-2023

Sozialarbeiterin Ewelina Lipinska in der Pfarrei Hl. Christophorus Barnim

Alle Projekte sind meine Lieblingsprojekte, da ich immer alles mit vollem Engagement tue. In besonderer Erinnerung sind mir ein Graffiti-Kunstprojekt und die Ukraine-Hilfsprojekte geblieben.

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Von allen Projekten in den letzten fünf Jahren meiner Arbeit als Sozialarbeiterin im Erzbistum Berlin habe ich ganz besonders in Erinnerung behalten das Graffitiprojekt “Schau in die Zukunft - aktive Freizeitgestaltung in Löcknitz GRAFFITI.PRÄVENTION.KUNSTPROJEKT 18.03. - 31.08.2022” und alle Projekte im Rahmen der Ukraine-Hilfe in den Jahren 2022/2023, die teilweise bis heute laufen.

Beide Projekte waren von kultureller Vielfalt geprägt, bei der mir meine Sprachkenntnissen ebenfalls zugutekamen. Das Graffitiprojekt war eine Kombination aus Kunst, präventivem Wissen, Spaß und zwischenmenschlichen Begegnungen zwischen passionierten jungen Menschen. Die Projekte der Ukrainehilfe erforderten oft eine Koordination auf vielen Ebenen, da Menschenleben auf dem Spiel standen. Es war ein echtes Sozialprojekt, dank dem Hunderte von vor allem Frauen und Kindern die nötige Hilfe, Unterkunft, Lebensunterhalt, Schulmaterial, medizinische Versorgung, die Möglichkeit, ihre Ferien mit dem Zirkus zu verbringen, aber vor allem auch große emotionale Unterstützung in einer so schwierigen Situation wie dem Krieg erhielten. Dank dieses Projektes habe ich wunderbare Freundschaften geschlossen, die andauern.

Ewelina Lipinska, Sozialarbeiterin in der Pfarrei Hl. Christophorus Barnim

Kieztreff mit Herz
 

Joerg-Farys-2023

Sozialarbeiterin Anna Stieler in der Pfarrei Märtyrer von Berlin

Mein Herzensprojekt in der Pfarrei Märtyrer von Berlin ist der „Kieztreff mit Herz“, ein wöchentlich stattfindender Begegnungsort im Gemeindezentrum Herz Jesu.

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Wir gestalten den Kieztreff gemeinsam mit dem Netzwerk für Bildung und Soziales in Charlottenburg. Jeden Mittwoch kommen hier Menschen ab 60 Jahren zusammen, um sich auszutauschen, gemeinsam kreativ zu werden, neue Themen kennenzulernen und vor allem Gemeinschaft und Unterstützung zu erfahren. Viele finden hier einen Ort, an dem sie sich eingebunden fühlen und soziale Kontakte knüpfen können – unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensgeschichte. Eine Art zweites Wohnzimmer und Bildungsort.

Wir beginnen meist mit einer gemeinsamen Mahlzeit, danach folgen abwechslungsreiche Programmpunkte: vom Stromsparcheck der Caritas über Pflanzentauschaktionen oder Kleidertauschpartys bis hin zu Ausflügen ins Grüne. Auch an bundesweiten Aktionstagen wie dem Tag der Nachbarschaft oder der Fête de la Musique beteiligen wir uns und schaffen so mehr Sichtbarkeit im Kiez.

Unser Anliegen ist es, Einsamkeit entgegenzuwirken, und Kirche als offenen, einladenden Ort mitten in der Nachbarschaft erlebbar zu machen. Für mich ist das ein konkreter Ausdruck gelebter Nächstenliebe und davon, was Kirche im Sinne Jesu sein kann: offen, zugewandt und solidarisch. 

Anna Stieler, Sozialarbeiterin in der Pfarrei Märtyrer von Berlin

Für die Menschen da.

Soziale Arbeit bietet als Teil der pastoralen Arbeit in den Pfarreien konkrete Hilfe und professionelle Unterstützung in vielen Lebenslagen an. Aufgrund der beruflichen Ausbildung und der Berufserfahrung von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern haben Sie einen Blick für Menschen in schwierigen Lebenssituationen – und umgekehrt erfahren Sie von den Begegnungen mit Menschen innerhalb und außerhalb von kirchlichen Strukturen, wo der Dienst am Nächsten (Diakonie) nötig ist.

Sozialarbeitende in den Pfarreien haben folgende Aufgaben:

  • Sie haben einen differenzierten Blick für Menschen in sozialen Notlagen. Sie übernehmen die Erstberatung und Vermittlung in fachlich spezialisierte Einrichtungen bzw. andere Hilfen
  • Eine professionelle Bildung und Leitung von Netzwerken und eine Präsenz von Kirche im Sozial- und Lebensraum
  • Die Einflussnahme auf die sozialräumliche Entwicklung sowie die Vernetzung und Kooperation mit öffentlichen Stellen.
  • Die Stärkung des bürgerschaftlichen bzw. zivilgesellschaftlichen Engagements, insbesondere durch die Förderung von Partizipation und Teilhabe am Gemeinwesen.
  • Die Mitwirkung an der Beratung und Unterstützung von einzelnen Gruppen und Gremien der Pfarrei, der Gemeinden und Orte kirchlichen Lebens.

Nach den vielfach positiven Erfahrungen in der Projekt- und Erprobungsphase ist Anfang 2023 die Entscheidung über die Ausweitung der Berufsgruppe auf 13 Vollzeitstellen im Erzbistum Berlin gefallen. Grundlage für die Soziale Arbeit bildet das Konzept der Berufsgruppe Soziale Arbeit, erarbeitet im Rahmen der Projektphase von 2020 bis 2023.

Weitere Informationen zum Projekt "SozialE Arbeit in der Pastoral"

Im Jahr 2025 können sich weitere Pfarreien um eine Stelle der Sozialen Arbeit bewerben.

Für eine Bewerbung um eine Stelle der Sozialen Arbeit bzw. die Beratung, welche Bedingungen Sie für eine Bewerbung als Pfarrei erfüllen müssen, melden Sie sich bitte bei der Koordinatorin Susanne Netzel. Alle Konzepte werden in der Abteilung Personal Sendung geprüft und durch die Personalkommission beschieden.

Wenn Sie ein Studium der Sozialen Arbeit absolviert haben, über Erfahrungen im Bereich der (lebensweltorientierten) Sozialen Arbeit verfügen und vertraut sind mit den Strukturen der Kirche sind Sie bei uns genau richtig! 

Die Mitgliedschaft in und die aktive Teilnahme am Leben der Katholischen Kirche ist für Sie selbstverständlich. Wenn Sie Nachfragen haben, können Sie sich an Susanne Netzel als Ansprechpartnerin wenden. Ihre Bewerbungen richten Sie bitte an: personalgewinnung(ät)erzbistumberlin.de



Durch die Koordination erfolgt das Onboarding und die fachliche Einarbeitung im ersten Tätigkeitsjahr neuer Stellen der Sozialen Arbeit. Das erste Jahr bei einer neu geschaffenen Stelle der Sozialen Arbeit ist geprägt durch Kennenlernen und Netzwerkaufbau, das Angebot die Umsetzung und Evaluation erster Projekte und die sog. Sozialraumanalyse, diese dient dazu die Stellenbeschreibung auf die jeweilige Pfarrei anzupassen und Schwerpunkte der Tätigkeit nach den jeweiligen Bedarfen vor Ort zu setzen.

Kontakt

Koordinatorin

Susanne Netzel

Koordination Projekt Soziale Arbeit
Personalgewinnung & -entwicklung

Erzbischöfliches Ordinariat
Niederwallstraße 8-9, 10117 Berlin

Mobil: 0160/95 93 94 47
susanne.netzel(ät)erzbistumberlin.de