Hingehört

Frequenz: Schlagerradio 106,0

Sendezeit: Samstag, 8.25 Uhr


8. August 2026, Hans-Joachim Ditz

„Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise…“ Bei den Trekkies unter Ihnen, also den Fans der Science-Fiction-Reihe Star Trek geht natürlich sofort das Kopfkino los: Die Stimme, die Musik, die Bilder des Intros der berühmten Serie werden Ihnen vermutlich sofort in Erinnerung kommen.

Wie komme ich jetzt auf Star Trek? Ah, ganz einfach: Heute ist der 08.08. Und der ist in der Liste der kuriosen Feiertage der Tag der Unendlichkeit. Wegen der doppelten kalendarischen Acht. Die liegende, horizontale Acht ist in der Mathematik das Zeichen für Unendlichkeit.  Und bei dem Stichwort Unendlichkeit kommt mir, dem Boomer, natürlich sofort Raumschiff Enterprise in den Sinn. Habe ich als Kind immer geguckt, samstags, im Zweiten. War oft genug ein Kampf gegen die zeitgleich laufende Sportschau im Ersten, die mein Vater lieber sehen wollte.

Unendlichkeit, das ist ein philosophisches und auch theologisches Thema. Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltall, war enttäuscht bzw. fühlte sich vielmehr bestätigt, Gott in den unendlichen Weiten des Universums nicht gefunden zu haben. Heute können wir mit unseren Teleskopen weiter ins Weltall schauen, als Gagarin mit seiner Raumkapsel reisen konnte, doch noch immer lässt sich Gott in den Weiten des Universums nicht finden. In fast allen großen Religionen wird Gott als absolut unbegrenzt betrachtet – frei von den Fesseln unserer menschlichen Vorstellungskraft. Frei von Raum und Zeit.

Unendlichkeit. Der Begriff sprengt unsere Vorstellungskraft. Und doch regt er zu Fragen an: Von sind wir allein im Weltall? Bis hin zu: Warum gibt es uns überhaupt?

Heute ist der Tag über solche Fragen des Lebens nachzudenken.