Hingehört
19. September 2026, Anja Schmidt
Immer mehr Menschen tragen Tattoos – kleine Zeichen am Handgelenk, große Bilder auf dem Rücken, ein Satz über dem Herzen. Manche sagen: Das hat doch nichts mit dem Glauben zu tun. Ich sehe das anders. Warum, weil ich selbst sehr viele Tattoos habe. Und jedes ist gewollt.
Meine Tattoos sind Entscheidungen fürs Leben. Man überlegt lange, was einem wirklich wichtig ist – was man immer bei sich tragen möchte, auch wenn Trends sich ändern und Moden vergehen. Das ist im Grunde eine sehr geistliche Frage: Was soll bleiben? Was trägt mich durch die Jahre?
Gott spricht uns zu: „Sieh, in meine Hände habe ich dich eingezeichnet.“ Gott selbst trägt uns wie eine Tätowierung in seinen Händen. Nicht flüchtig, nicht löschbar, sondern für immer eingeschrieben. Wir sind ihm so wichtig, dass er uns dauerhaft bei sich trägt. Das Bild gefällt mir außerordentlich gut und ist auch ein bisschen meine Rechtfertigung, wenn mich jemand schief anschaut.
Und es verändert den Blick: Vielleicht ist ein Tattoo gar kein Widerspruch zum Glauben, sondern kann sogar daran erinnern. Manche lassen sich bewusst ein Kreuz stechen, einen Bibelvers, einen Namen, der Halt gibt. Andere brauchen kein sichtbares Zeichen – ihnen reicht das Wissen: Ich bin eingezeichnet in Gottes Hand, auch ohne Tinte auf der Haut.
Was auch immer Sie tragen oder nicht tragen: Die eigentliche Botschaft bleibt dieselbe. Sie sind bei Gott nicht vergessen. Sie sind eingeschrieben – bleibend, unauslöschlich, geliebt.