Hingehört
31. Oktober 2026, Hans-Joachim Ditz
Morgen beginnt der November. Für gewöhnlich ein kalter, grauer Monat. Passend zur Stimmung in unserem Land. Und wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie schon den November-Blues?
Nein, ich will Ihnen nichts einreden. Im Gegenteil: Ich möchte Sie auf gute Gedanken bringen. Mal sehen, ob mir das gelingt.
Der 1. November war in meiner Kindheit immer ein ganz besonderer Tag. Im Gegensatz zur tristen Stimmung wurde am 1. November ein spektakuläres Fest gefeiert: Allerheiligen. In unserem sauerländischen Dorf war es Brauch, an Allerheiligen die Gräber der Verstorbenen mit bunten Kerzenlichtern zu schmücken. Kleine Kunstwerke, ja ganze Bilder aus bunten Lichtern entstanden dabei. Wie gesagt: Spektakulär. Der ganze Friedhof ein buntes Lichtermeer.
Auf den Gräbern der Toten lebendig im Wind flackernde Kerzen. Das genau ist die Botschaft von Allerheiligen: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Die Heiligen, sie sind schon bei Gott. Und auch wir haben Hoffnung auf ein Leben bei Gott. „Ich bin die Auferstehung und das Leben“, sagt Jesus im Johannes-Evangelium. „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“ (Joh. 11,25f)
Oder wenn Sie es nicht ganz so fromm möchten, dann erwärmt ihr Herz vielleicht die Weisheit von Snoopy aus der Comicserie Peanuts. Snoopy schaut mit Charly Brown versonnen über einen See und Charly Brown räsoniert: „Du Snoopy, eines Tages, da werden wir alle sterben.“ Und die geniale Antwort Snoopys: „Ja, das stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht!“
In diesem Sinn: Keine Chance dem November-Blues!