Hingehört
7. Februar 2026, Anja Schmidt
Jetzt im Februar wird es in Berlin noch internationaler als unsere Stadt eh schon ist. Die Internationalen Filmfestspiele sind zu Gast und unser Blick richtet sich auf die Welt der Geschichten. Menschen aus vielen Ländern kommen zusammen, um Filme zu sehen, die berühren, herausfordern, aufrütteln oder einfach Freude machen. Die Berlinale zeigt uns, wie kraftvoll Geschichten sind — und wie sehr sie uns miteinander verbinden.
Jesus hat auch Geschichten erzählt. Seine Gleichnisse waren nicht nur Worte, sondern Fenster in Gottes Wirklichkeit. Sie halfen Menschen, sich selbst und ihre Welt neu zu sehen. Genau das geschieht auch im Kino: Wir entdecken Perspektiven, die uns sonst verborgen bleiben, und erleben Momente, die unser Herz öffnen.
Auf der Leinwand begegnen wir oft dem Ringen nach Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Hoffnung. Und mitten in diesem Ringen begegnen wir der Sehnsucht, die Gott in uns gelegt hat: die Sehnsucht nach einem Licht, das stärker ist als die Dunkelheit. Jesus sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Vielleicht erinnert uns das Kino gerade daran — jede gute Geschichte trägt ein kleines Licht in sich. Und manchmal ahnen wir darin den großen Erzähler, der unser Leben begleitet.
So ist die Berlinale für mich auch ein geistlicher Moment: ein Ort, an dem ich entdecke, wie Gott in den Geschichten dieser Welt flüstert — leise, überraschend, mitten im Trubel einer Großstadt. Und ich höre dabei neu die Einladung Jesu, Teil seiner großen, hoffnungsvollen Geschichte zu werden.