Die Sankt Hedwigs-Kathedrale zeigt im „Raum der Umkehr“ die Ausstellung „Betroffene zeigen Gesicht“ von Dr. Ilonka Czerny - eine Fotoausstellung über Menschen, die Missbrauch erlebt haben. Sie erzählt von Menschen, die in ihrer Kindheit sexualisierte Gewalt innerhalb der Kirche und in kirchlichen Einrichtungen erfahren haben. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Zahlen und Statistiken, sondern die Betroffenen selbst und ihre persönlichen Geschichten. Hinter Fallzahlen, Gutachten und Berichten über sexuellen Missbrauch stehen Menschen mit individuellen Erfahrungen und Lebensgeschichten.
Fotos aus der Kindheit und Jugend der Betroffenen werden mit kurzen persönlichen Texten verbunden, die von ihnen selbst zur Verfügung gestellt wurden. So werden die persönlichen Geschichten der Betroffenen sichtbar und ihre Stimmen hörbar, ohne die erlebte Gewalt selbst bildlich darzustellen.
Aus Rücksicht auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte der gezeigten Personen bitten wir darum, in der Ausstellung keine Nahaufnahmen der Portraits oder Texte anzufertigen. Diese Ausstellung zeigt bewegende, sehr persönliche Geschichten.
Einige Inhalte können emotional belastend sein. Bitte achten Sie auf Ihre Grenzen.
Die Ausstellung wird am Dienstag, 3. November 2026, 19.00 Uhr eröffnet.
Es sprechen:
- Dr. Ilonka Czerny, Fachbereichsleiterin Fachbereich Kunst der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Sie hat die Ausstellung konzipiert.
- Generalvikar Pater Manfred Kollig SSCC
Sie endet mit einem Gottesdienst am Mittwoch, 18. November, 18.00 Uhr, anlässlich des Gebetstag für Betroffene sexuellen Missbrauchs, den Papst Franziskus angeregt hatte. Er wird seit 2018 in Deutschland rund um den 18. November, den „Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“, ausgerichtet.
Die Ausstellung wird im Raum der Umkehr in der Krypta der Sankt Hedwigs-Kathedrale gezeigt, der die Besucher mit kirchlichem und persönlichem Versagen und Schuld konfrontiert.