Berlin - Die Caritas-Ambulanz kehrt nach längerer Renovierungszeit aus ihrem Ausweichquartier in der Turmstraße zum angestammten Platz an den Bahnhof Zoo zurück. Das älteste medizinische Versorgungsprojekt für Wohnungslose in Berlin ist ein zentraler Bestandteil der Versorgungsstruktur in der Hauptstadt und eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit dem Lebensmittelpunkt Straße, Menschen ohne Krankenversicherungsschutz und Menschen ohne Papiere.
Seit 1992 versorgt die Caritas-Ambulanz kostenlos obdachlose und nicht krankenversicherte Menschen ärztlich, pflegerisch und sozialarbeiterisch. Sie ist die älteste von sechs Einrichtungen der medizinischen Versorgung von wohnungslosen Menschen in Berlin. Zu Beginn startete das Hilfsangebot direkt auf der Straße, ab 1993 in den Ambulanzräumen über der Suppenküche der Franziskaner in Pankow und später in einer kleinen Kammer in der Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo. Im Januar 2000 konnten dann die Räume in der Jebensstr. 3 angemietet werden, wo die Ambulanz mehr als zwanzig Jahre eine bekannte Anlaufstelle für Hilfsbedürftige war. Im Januar 2023 kam es zu einem großen Wasserschaden, der eine umfangreiche Renovierung und einen befristeten Umzug notwendig machte. Die Caritas-Ambulanz bietet eine hausärztliche Grundversorgung, gibt Medikamente aus und ist auf die Wundversorgung chronischer Wunden spezialisiert. Außerdem gibt es eine psychiatrische Sprechstunde. Die Caritas-Ambulanz versorgt durchschnittlich 2000 Personen jährlich, ein Viertel davon regelmäßig. Das Team besteht aus Sozialarbeiter:innen, Pflegepersonal, Verwaltungskräften, zwei ehrenamtlichen Ordensschwestern und 25 ehrenamtliche Ärzt:innen, die sich im Rahmen der medizinischen Versorgung auch in weiteren medizinischen Hilfsangeboten wie dem Caritas-Arztmobil, dem Caritas-Zahnmobil und der Caritas-Krankenwohnung engagieren. Diese Angebote haben sich im Laufe der Jahre aus der Caritas-Ambulanz heraus entwickelt.
Weitere Informationen: Olaf Schüßler, Leiter der Caritas-Ambulanz – Telefon: 0173 41 46 994