Internetauftritt des Bundesvorstands der Unabhängigen Aufarbeitungskommissionen Überblick zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche

Die Internetseite des Bundesvorstands der Unabhängigen Aufarbeitungskommissionen (UAKen) ist seit heute (2. Juni 2026) online. Sie informiert unter www.bundesvorstand-uaken.de zentral über die Tätigkeiten der UAKen und Themen der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in den deutschen (Erz-)Bistümern. Die Aufarbeitungskommissionen sind bundesweit damit befasst, die Strukturen, die sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ermöglicht haben, sowie den Umgang mit Betroffenen und Tätern unabhängig zu untersuchen und aufzuklären.

„Die heute freigeschaltete Internetseite des Bundesvorstands der UAKen macht die wichtige Arbeit und die Leistung der vielen in der Aufarbeitung Engagierten – ich möchte betonen: Ehrenamtlichen –für die breite Öffentlichkeit sichtbar. Sie bietet einen deutschlandweiten Überblick zur Arbeit der verschiedenen UAKen und informiert über neue Entwicklungen,“ erklärt Bischof Dr. Helmut Dieser (Aachen), Vorsitzender der bischöflichen Fachgruppe für Fragen des sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen der Deutschen Bischofskonferenz. Gleichzeitig dankt er für den Einsatz des Bundesvorstandes und aller, die sich auf dem Themenfeld einsetzen und damit einen „sichtbaren Beitrag zur Aufarbeitung und zur Verhinderung von Missbrauch leisten, indem sie aus ihren Erkenntnissen Handlungsempfehlungen erarbeiten“. Einen besonderen Dank richtet Bischof Dieser an die vielen Betroffenen des sexuellen Missbrauchs, die ihre eigenen leidvollen Erfahrungen mitteilen und so in ganz persönlicher und oft sehr schmerzhafter Weise zur Aufarbeitung der Verbrechen beitragen, indem sie aus dem Dunkelfeld heraustreten und andere ebenfalls dazu ermutigen.
Grundlage für die Tätigkeit der UAKen ist die „Gemeinsame Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“, die im Jahr 2020 vom damaligen Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung und der Deutschen Bischofskonferenz unterzeichnet wurde. Daraufhin wurden in allen deutschen (Erz-)Bistümern UAKen eingesetzt, zwei davon als interdiözesane Kommissionen. Als erste beendete die UAK Fulda ihre Arbeit 2025 mit einem umfangreichen Abschlussbericht, weitere Kommissionen schließen in diesem Jahr ihre Arbeit ab.

Der Bundesvorstand wird für jeweils drei Jahre aus dem Kreis der Vorsitzenden der UAKen gewählt. Der Vorsitzende Peter Grimm, Co-Vorsitzender der UAK Eichstätt, und die stellvertretende Vorsitzende Ursula Groden-Kranich, Vorsitzende der UAK Mainz, wurden für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt. Horst Böhm, Vorsitzender der UAK Regensburg, ist seit Dezember 2025 als stellvertretender Vorsitzender im Bundesvorstand tätig.

Internetseite www.bundesvorstand-uaken.de