+ Prälat Roland Steinke Requiem und Beisetzung am 12. November 2026

Prälat Steinke, Foto: Jörg Farys

Das Erzbistum Berlin trauert um den emeritierten Domkapitular Pfarrer i.R. Prälat Roland Steinke, der am 18. Oktober 2026 im Alter von 90 Jahren und im 66. Jahr seines priesterlichen Dienstes verstorben ist.

Für das Metropolitankapitel bei Sankt Hedwig würdigt Dompropst Tobias Przytarski den Verstorbenen für „sein uneitles und mitbrüderliches Wesen“: „Auch da, wo wir unterschiedlicher Meinung waren, wurde er nie polemisch, sondern hat nüchtern Argumente vorgebracht, mit denen ich mich gut auseinandersetzen konnte. Von seinem umfassenden Wissen über das Erzbistum habe ich sehr profitiert. Es hat mich tief beeindruckt, wie nüchtern und gelassen Roland Steinke mit seiner Krankheit, mit Sterben und Tod umgegangen ist.“

Generalvikar Pater Manfred Kollig SSCC erinnert an den früheren Generalvikar Steinke, der u.a. auch den Umbau des Gebäudes in der Niederwallstraße, in dem sich heute das Erzbischöfliche Ordinariat Berlin – und somit sein Dienstsitz – befindet, verantwortet hat: „Wenn ich durch den Eingang gehe, werde ich mich auch in Zukunft gerne und dankbar an Roland Steinke erinnern: als wachen, zugewandten, belesenen und vom Glauben an den Dreieinen Gott geprägten Zeitgenossen. Vom ersten Tag meines Wirkens im Erzbistum Berlin war er mir ein wichtiger Gesprächspartner und konnte mir fast jede Frage, die ich als Neuling hatte, beantworten. Seine mitbrüderliche Art zeigte sich auch in seiner Fürsorge für die Priester im Ruhestand im Caritas-Seniorenzentrum Alfred Bengsch“, wo Prälat Steinke die letzten Jahre seines Lebens gelebt hatte.

Roland Steinke wurde am 21. Januar 1936 in Berlin geboren und am 17. Dezember 1960 von Kardinal Julius Döpfner zum Priester geweiht.

Nach Ende seiner Kaplanszeit in St. Mauritius (Berlin-Lichtenberg) und St. Pius X. (Ludwigsfelde) wurde er 1967 zum Caritasdirektor für den Ostteil des Bistums ernannt. Zusätzlich wirkte er als Akademikerseelsorger, Ordinariatsrat sowie Cancellarius Curiae. 1971 wurde Roland Steinke mit der Wahrnehmung der Aufgaben des Rektors im Bischöflichen Bildungsheim St. Josef (Pappelallee) beauftragt.

1973 übernahm er die Leitung der Zentralstelle Berlin des Deutschen Caritasverbandes und wurde zusätzlich Geschäftsführer des Bischöflichen Werkes „Not in der Welt“ (ab 6. September 1974).

1977 wurde ihm der Titel Monsignore verliehen.

1982 wurde Msgr. Steinke vom damaligen Bischof von Berlin Joachim Kardinal Meisner zum Generalvikar für den Ostteil Berlins berufen und wenig später – 1983 – Päpstlicher Ehrenprälat.

Am 13. Dezember 1987 wurde Prälat Steinke zum Domkapitular des Kathedralkapitels bei St. Hedwig ernannt und am 9. September 1989 von Georg Kardinal Sterzinsky als Generalvikar für den Ostteil bestätigt.

Nach dem Fall der Mauer wurde Prälat Steinke unter Aufrechterhaltung der Ernennung zum Ständigen Vertreter des Generalvikars 1991 zum Leiter des Dezernates „Bau und Liegenschaften“ ernannt.

1993 wurde Prälat Steinke vom damaligen Bischof von Berlin Georg Kardinal Sterzinsky erneut zum Generalvikar für das inzwischen wiedervereinigte Bistum ernannt und blieb dies bis zum 31. März 2001.

Im Oktober 2003 wurde er schließlich von seinen Aufgaben im Erzbischöflichen Ordinariat entpflichtet.

Mit seinem Amtsverzicht sowie der Entpflichtung als Domkapitular des Metropolitankapitels bei St. Hedwig trat er zeitgleich am 2. Juni 2006 in den Ruhestand.

Im Ruhestand erhielt er eine weitere Beauftragung als Referent für Orden und Geistliche Gemeinschaften für vier Jahre (1. Juli 2006 bis 30. Juni 2010). Auch die Vertretung des Erzbistums Berlin im Trägerverein „Erinnern für die Zukunft“ des Hauses der Wannsee-Konferenz e.V. übernahm er von Dezember 2004 bis Oktober 2012.

Die zurückliegenden Jahre lebte Prälat Steinke im Caritas-Seniorenzentrum Kardinal-Bengsch in Charlottenburg und verstarb am 18. Oktober 2026 im St. Hedwig-Krankenhaus.

Das Requiem für Prälat Roland Steinke wird am Donnerstag, dem 12. November, um 11.00 Uhr in der Sankt Hedwigs-Kathedrale gefeiert. Die Beisetzung erfolgt anschließend um 14.00 Uhr auf dem Domfriedhof St. Hedwig in Reinickendorf.