Am Donnerstag, 5. November 2026, lädt das Erzbistum Berlin zur 13. Bernhard-Lichtenberg-Wallfahrt in die Sankt Hedwigs-Kathedrale ein. An diesem Tag erinnert das Erzbistum an den seligen Dompropst Bernhard Lichtenberg, dessen Grab sich in der Krypta der Kathedrale befindet.
7.30 Uhr Beichtgelegenheit in der Krypta
8.00 Uhr Wallfahrtsmesse im klassischen römischen Ritus mit Pfarrer Thorsten Daum, anschließend Einzelsegnung mit der Bernhard-Lichtenberg-Reliquie
10.00 Uhr Wallfahrtsmesse mit Weihbischof Dr. Matthias Heinrich
12.00 Uhr Wallfahrtsmesse mit Dompropst Prälat Tobias Przytarski
15.00 Uhr Wallfahrtsmesse mit der Polnischen Katholischen Mission
18.00 Uhr Wallfahrtsmesse mit Erzbischof Dr. Heiner Koch, Apostolischer Segen und Eröffnung der Novene um die Heiligsprechung des seligen Bernhard Lichtenberg
Aus Hof, wo Bernhard Lichtenberg am 5. November 1943 starb, reist eine kleine Delegation zur Wallfahrt an. Zu ihr gehören Pfarrvikar Christopher Helbig und Pater Sunny John OCarm, die bei der Wallfahrtsmesse um 18.00 Uhr mit Erzbischof Dr. Heiner Koch konzelebrieren. Die Messe wird im Livestream übertragen, unter anderem auf DOMRADIO.DE.
Vom 5. bis 13. November 2026 wird am Grab des seligen Bernhard Lichtenberg täglich nach der Abendmesse um 18.00 Uhr um seine Heiligsprechung gebetet, freitags nach der Abendmesse um 20.00 Uhr.
Bernhard Lichtenberg wurde am 3. Dezember 1875 im schlesischen Ohlau geboren. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1899 wirkte er in Berlin in der Seelsorge und in der Caritas. 1932 wurde er Dompfarrer, 1938 Dompropst an Sankt Hedwig.
Weil er öffentlich für die verfolgten Juden betete und die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde kritisierte, wurde er am 23. Oktober 1941 von der Geheimen Staatspolizei verhaftet. Am 22. Mai 1942 verurteilte ihn ein Sondergericht. Nach seiner Haft war Lichtenberg schwer erkrankt und verstarb auf dem Transport in das Konzentrationslager Dachau am 5. November 1943 in Hof.
Papst Johannes Paul II. sprach ihn am 23. Juni 1996 in Berlin als Märtyrer selig. Die israelische Gedenkstätte Yad Vashem zeichnete ihn 2004 als „Gerechten unter den Völkern“ aus.
weiterlesen über das Mural in Berlin - ein Text von Luisa Knoop