Bonifatiuswerk unterstützt katholische Gemeinden in vier Diözesen – Fahrzeuge stärken Teilhabe und Gemeinschaft
Vier Räder, ein Lenkrad, drei Sitzreihen: Technisch betrachtet sind die BONI-Busse des Bonifatiuswerkes ganz normale VW Bullis. Allein, der Geist, von dem die gelben Autos getragen – oder besser gelenkt – werden, macht sie zu etwas einzigartig Wertvollem. Die Bullis sind mobile Glaubenshelfer und bringen Kinder und Jugendliche zu Gruppenstunden, ermöglichen Senioren die Teilnahme an Gottesdiensten und Wallfahrten und verbinden Menschen über weite Entfernungen hinweg: Vier katholische Gemeinden haben am 29. Oktober 2026 ihre neuen BONI-Busse beim Bonifatiuswerk in Empfang genommen – darunter die Pfarrei St. Maria Magdalena Oderland-Spree im Erzbistum Berlin.
Das neue Fahrzeug wird die Gemeinde dabei unterstützen, junge und alte Menschen zu kirchlichen Angeboten zusammenzubringen. Damit erweitert es die Möglichkeiten, Gemeinschaft über räumliche Grenzen hinweg zu gestalten. Jens Katzer nahm den neuen BONI-Bus für die Gemeinde in Empfang, der einen altgedienten BONI-Bus ersetzt. 25 Jahre hat das Fahrzeug auf dem Buckel. Unzählige Kinder wurden damit zu Religiösen Kinderwochen (RKW) gebracht oder Helferinnen und Helfer der Kinder-, Hochschul- und Notfallseelsorge befördert. Jens Katzer ist dennoch froh, dass das alte Schätzchen seit April nicht mehr fährt: „Der Wagen hatte noch die rote Umweltplakette. Beim Starten hüllte er die Umgebung in eine dunkle Wolke.“ Seit der Stilllegung hätten Ehrenamtliche die Fahrten mit privaten Autos organisiert, berichtet Jens Katzer. Auf gut 50 Kilometer sei das Gemeindegebiet in Nord-Süd-Ausrichtung ausgedehnt.
Weitere Fahrzeuge gingen an die Pfarrei Mariä Geburt in Hersbruck (Erzbistum Bamberg), die Pfarrei Heilige Familie in Lübbenau (Bistum Görlitz) und die Kirchengemeinde St. Johannes Baptist in Weil im Schönbuch (Erzbistum Rottenburg-Stuttgart).
Für Monsignore Georg Austen sind die BONI-Busse mehr als reine Transportmittel: Als mobile Glaubenshelfer seien sie „ein echtes Markenzeichen des Bonifatiuswerkes“. Der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes schickte die Fahrzeuge mit dem Wunsch auf die Reise: „Mögen die BONI-Busse ein Segen für Ihre Gemeinden sein.“ Jedem der Fahrer überreichte Monsignore Austen ein Mini-Evangelium als künftigen Wegbegleiter.
Das Bonifatiuswerk fördert als Hilfswerk für den Glauben und die Solidarität katholische Christen in den Diaspora-Regionen in Deutschland sowie in Nordeuropa und im Baltikum. Gut 600 BONI-Busse rollen derzeit im In- und Ausland über die Straßen.