Seit seinem zehnten Lebensjahr spielt Stefan Dybowski Akkordeon. Seine Moni, wie der Priester das Instrument liebevoll nennt, ist fast immer dabei: bei Feiern, in persönlichen Momenten – und sogar in Gottesdiensten.
Wenn Prälat Stefan Dybowski Lust auf einen kleinen Schabernack hat, kündigt er vor Veranstaltungen manchmal an: "Ich bringe nachher meine Freundin mit." Und wenn Menschen, die ihn noch nicht kennen, dann irritiert schauen und fragen "Wie, ein Priester hat eine Freundin?", dann antwortet er mit einem Lächeln: "Ja, und sie gibt sogar schöne Töne von sich, wenn man sie drückt."
Die Freundin, von der der 72-Jährige in solchen Momenten spricht, heißt Moni und ist – sein Akkordeon. Den Namen für das Instrument haben einst Zuhörer von Dybowski geprägt, als Kurzform von Ziehharmonika. Und er hat ihn gerne übernommen. Denn der liebevolle Spitzname beschreibt gut Dybowskis innige Beziehung zu seinem Instrument. Für den Priester, der im Erzbischöflichen Ordinariat in Berlin den Bereich Orden & Geistliche Gemeinschaften leitet, ist das Akkordeon nicht einfach nur ein Musikinstrument, das irgendwo im Schrank steht und gelegentlich hervorgeholt wird. Im Gegenteil: Es begleitet ihn seit mehr als sechs Jahrzehnten und wird bis heute intensiv von ihm gespielt.