Der Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“ geht im Pastoralen Raum Berlin-Spandau-Nord/Falkensee in die nächste Phase. Nachdem unser Pastoraler Raum am 5. März 2018 eröffnet wurde, macht sich unsere Gemeinde „Maria, Hilfe der Christen“ gemeinsam mit den Gemeinden St. Josef, St. Konrad in Falkensee und St. Johannes der Täufer in Dallgow-Döberitz auf den Weg – ein großer Schritt, der auch an unserer aktiven Pfarrjugend nicht spurlos vorüber geht.
Bislang ist unsere Pfarrjugend Mitglied im BDKJ-Dekanatsverband Spandau und damit Mitglied im BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend). Obwohl sich nun die Dekanatsstrukturen in unserem Erzbistum auflösen, möchten wir auch weiterhin Mitglied im BDKJ sein, dort partizipieren und so aktiv die kirchliche Jugendarbeit in unserem Erzbistum mitgestalten. Aus diesem Grund luden wir das Verbandsmobil in unsere Jugendgruppe ein.
Das Verbandsmobil wurde im Rahmen des Prozesses „Wo Glauben Raum gewinnt” vom BDKJ initiiert. Es dient als Beratungsangebot für Jugendgruppen im Erzbistum Berlin. Bei einem Besuch des Verbandsmobils kommen Vertreterinnen und Vertreter des BDKJ mit jungen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträgern und darüber ins persönliche Gespräch. Dabei geht es darum, wie sich die Jugendgruppe ihre Zukunft im neuen Pastoralen Raum vorstellt. Zunächst setzt sich die jeweilige Jugendgruppe durch interaktive spielerische Methoden mit ihrer Gruppenidentität und der aktuellen Situation vor Ort auseinander. Anschließend entwickelt sie neue Optionen und Visionen für die praktische Jugendarbeit.
So kamen am 27. Mai Gregor Podschun (BDKJ-Diözeanvorsitzender) und Maria Klamet (BDKJ-Referentin für das Land Brandenburg) mit dem Verbandsmobil zu uns nach Spandau. In Vorbereitung auf den Besuch erstellten wir anhand von –vorgegebenen – Fragen einen Steckbrief von unserer Jugendgruppe.
Wie definieren wir uns als Pfarrjugend eigentlich?
Wir sind in „Maria, Hilfe der Christen“ ein durchmischter Haufen Jugendlicher, der gerne zusammen Fahrten, Veranstaltungen oder andere kleine Events organisiert und dabei gemeinsam viel Spaß hat. Bei uns kommen und gehen Jugendliche, manche sind bei jeder Aktion dabei, andere haben eher wenig Zeit, manche studieren in einer anderen Stadt oder machen gerade ein Auslandsjahr. Derzeit können wir knapp 30 junge Menschen zu unserer aktiven Jugend zählen. Ein regelmäßiger Treffpunkt der Jugend ist einmal im Monat der „Spaß am Freitag“ und eine unserer besten Aktionen war der „Tanz in den Mai“ im Jahr 2015.
Das Beantworten der Fragen half uns, unserer Jugend einen Rahmen zu geben, uns zu definieren und bildete eine gute Grundlage für die nachfolgende Beratung durch das Verbandsmobil.
Der Verbandsmobil-Besuch startete nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit einem geistlichen Impuls. Anschließend standen wir als Pfarrjugend im Fokus und stellten uns und unseren Steckbrief vor. Hauptbestandteil des Besuchs bildete ein interaktives Monopoly der katholischen Jugend(verbands)arbeit. Im Verlauf dieses Monopoly-Spiels lernten wir als Gruppe die Jugendverbände, die im BDKJ Berlin vertreten sind, sowie den BDKJ als Dachverband und einige Veranstaltungen im Erzbistum kennen. So diskutierten wir beispielsweise, ob wir als Jugend eher sportlich und daher an der DJK-Sportjugend interessiert sind oder ob wir lieber mit Themenabenden arbeiten, wie es unter anderem die Katholische junge Gemeinde (KjG) tut.
Wie geht es in Zukunft weiter?
Im Anschluss stand die Frage nach unseren Zukunftsplänen im Raum. Wie geht es in Zukunft weiter? Was passiert nun? Möchten wir uns einem bestehenden Jugendverband anschließen, einen neuen Verband mitgründen oder gar nicht mehr im BDKJ vertreten sein? Wir diskutierten die Vor- und Nachteile verschiedener Optionen.
Uns sprach nach intensivem Abwägen insbesondere das Konzept eines „Sammelverbandes“ an. Hierbei könnten wir als Jugendgruppe, gemeinsam mit anderen Jugenden aus Pastoralen Räumen, einfach Teil eines neuen Verbandes und hierdurch Mitglied im BDKJ werden. Mit den neu gesammelten Eindrücken und einem guten Gefühl werden wir nun in unserer kommenden Jugendvollversammlung noch einmal alle gemeinsam über die Zukunft unserer Pfarrjugend beraten.
Festhalten können wir auf jeden Fall, dass wir einen sehr informativen und ereignisreichen Besuch des Verbandsmobils erleben durften, wir viele wertvolle Denkanstöße und Ideen erhalten haben und wir jederzeit – ganz egal, was die Zukunft mit sich bringt – Unterstützung durch den BDKJ erfahren werden. Dafür sind wir sehr dankbar und blicken sehr zuversichtlich auf die kommenden Entwicklungen im pastoralen Prozess.
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