Berliner Bibeltag

17.10.2026, 10:00-16:30 Uhr, Hotel Rossi (Lehrter Str. 66, 10557 Berlin)

Unter dem Motto „Bibel bewegt“ erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm mit Vortrag, Workshops, einem Markt der Möglichkeiten und einem ersten Einblick in die Ergebnisse der bibelpastoralen Umfrage im Erzbistum Berlin.

Grober Zeitplan:
09:30 – Ankommen, Stehkaffee
10:00 – Impulsvortrag von Dr. Katrin Brockmöller, Direktorin des Katholischen Bibelwerks: "Step by step – aber geh!" - Biblische Texte vom Lassen und Mitnehmen
11:45 – Markt der Möglichkeiten
12:30 – Mittagessen
13:30 – Workshops Runde 1
14:30 – Workshops Runde 2
16:00 – Abschluss und Ausblick

Veranstaltungsflyer zum Download


Workshop-Angebot:

Bibel interreligiös

Bibel und Koran im Dialog

Was vernehmen wir von den Propheten? Jona und Yunus zum Beispiel.

Der Workshop lädt ein, mit lesender Entdecker*innenfreude koranische Texte wahrzunehmen und zu staunen, welche Schätze darin zu entdecken sind und wie horizonterweiternd wir Texte des Koran lesen können.

Herzliche Einladung zu Texterkundungen im AT, NT und Koran!

Referenten: Dr. Christine Funk und Dr. Tolou Khademalsharieh

Fundamentalistische Bibelauslegung

Wer ist mein Nächster und was soll ich heute essen?

Einblicke in Argumentationsstrukturen fundamentalistischer Bibellektüre

Referentin: Katrin Brockmöller

Bibel queer gelesen: „Und Gott schuf sie als Mann und Frau…“

Schöpfung, Geschlecht und die Frage: Was heißt es eigentlich, Mensch zu sein?

„Als Mann und Frau schuf er sie“ – dieser Satz aus der Bibel wird oft zur Begründung einer gottgegebenen Zweigeschlechtlichkeit herangezogen. Aber stimmt das wirklich? Was erzählen die Schöpfungsgeschichten eigentlich über Menschen, Körper und Vielfalt? Und welche Deutungen ergeben sich, wenn wir den Text aus queer-theologischer Perspektive lesen?

Der Workshop setzt sich mit historischen Auslegungstraditionen, aktuellen queer-theologischen Ansätzen und der Frage, wie Vielfalt von Geschlecht und Identität theologisch gedacht werden kann, auseinander.  Dabei geht es sowohl um exegetische Grundlagen als auch um Impulse für kirchliche Praxis und Bildungsarbeit.

Der Workshop richtet sich an alle Interessierten – Vorkenntnisse in Theologie sind nicht erforderlich. Offenheit für Diskussion und gemeinsames Nachdenken ist ausdrücklich erwünscht.

Referentin: Esther Göbel

Bibel queer gelesen:Die Josefsgeschichte queer gelesen

Die Geschichte von Josef gehört zu den bekanntesten Erzählungen der Bibel: der Lieblingssohn seines Vaters, die bunten Gewänder, die Träume, der Verrat durch die Brüder und schließlich der Aufstieg in Ägypten. Doch was passiert, wenn wir diese Geschichte aus einer queer-theologischen Perspektive lesen?

Der Workshop lädt dazu ein, bekannte Bibeltexte neu zu entdecken: Warum wirkt Josef in seiner Familie so anders? Welche Rolle spielen Gefühle, Außenseitertum und Erwartungen an Männlichkeit? Und was kann die Geschichte Menschen erzählen, die sich selbst nicht in traditionelle Rollenbilder einordnen?

Vorkenntnisse sind nicht nötig. Willkommen sind alle, die Lust haben, Bibeltexte offen und neu zu lesen.

Referentin: Esther Göbel

Eine Bibel - zwei Testamente

Der Workshop zeigt an ausgewählten Texten aus dem Alten und Neuen Testament, wie die beiden großen Teile der Bibel aufeinander bezogen sind. Das Verhältnis der beiden Teile lässt sich mit zwei Gesprächspartner*innen vergleichen, die einen Dialog über Gott führen, bei dem jede Partnerin ihre eigenen Bilder, Inhalte, Argumente und Hoffnungen einbringt. Neben dem jeweils besonderen Eigenwert der beiden Testamente geht es im Blick auf die christliche Bibel um die inneren Beziehungen der beiden: Das Alte Testament ist nicht bloß ein Vorwort oder eine Vorgeschichte, die vom Neuen Testament abgelöst würde. Genauso wenig ist das Neue Testament nur ein Nachwort oder Anhängsel. Beide ringen in gegenseitiger Verbindung darum, wie von Gott gesprochen werden kann.
Freuen Sie sich auf einen produktiven Dialog mit einer Alttestamentlerin und einem Neutestamentler!

Referenten: Andreas Leinhäupl/Marlen Bunzel

Bibelballaden und Mitmachlieder

Ausgerechnet Ninive!

Der Diplomtheologe, Religionspädagoge und Liedermacher Christian Rau lädt zum gemeinsamen Singen ein und zeigt anhand eigener Lieder, wie sich biblische Erzählungen musikalisch neu erzählen lassen – etwa als Ballade, Rap oder Mitsinglied. Songs wie der „Bethlehem-Rap“, das „Zeitreiselied“ oder der interreligiös ausgerichtete Song „Gott hat mehr als 99 Namen“ werden vorgestellt und diskutiert. Neben seiner Gitarre bringt Christian Rau ein Sammelsurium von Kleininstrumenten mit, die ausprobiert und zur Liedbegleitung eingesetzt werden können.

Referentin: Christian Rau

Feministische Bibelauslegung
Das Gleichnis von den 10 Jungfrauen (Matthäus 25, 1-13)

Das Gleichnis wird jedes Jahr gegen Ende des Kirchenjahres in den Gottesdiensten gelesen. Hat es Sie auch schon des Öfteren irritiert? Wir lesen und bedenken dieses spannende Gleichnis in feministischer Perspektive, stellen uns den Irritationen und den Fragen, die diese Geschichte aufwirft und entdecken neu, was in dieser Geschichte (für uns) drinsteckt.

Referentin: Manon Althaus

Anmeldung: Berliner Bibeltag

Anmeldung (Anmeldeschluss: 03.10.2026)