„Die Taten eines Menschen sind die Konsequenzen seiner Grundsätze“ Bernhard Lichtenberg-Gedenken zum 150. Geburtstag am 3. Dezember, Sonderpostwertzeichen und Neuauflage der biographischen Skizze

Anlässlich des 150. Geburtstags von Bernhard Lichtenberg am 3. Dezember gibt der Bundesminister der Finanzen ein Sonderpostwertzeichen heraus. Auf dem Ersttagsstempel wird der seliggesprochene Berliner Dompropst zitiert:

„Die Taten eines Menschen sind die Konsequenzen seiner Grundsätze“

Die Briefmarke wird am 4. Dezember 2025 herausgegeben und am 16. Dezember, 15.00 Uhr, in der Krypta der Sankt Hedwigs-Kathedrale offiziell vorgestellt.

Erzbischof Dr. Heiner Koch gedenkt des Seligen in einem Pontifikalamt am 3. Dezember 2025, 18.00 Uhr, in der Sankt Hedwigs-Kathedrale, und am 7. Dezember 2025, 18.00 Uhr, mit einem Gottesdienst in St. Konrad, Ernst-Reuter-Straße 114, 95030 Hof. In Hof ist Bernhard Lichtenberg auf dem Transport ins KZ Dachau am 5. November 1943 verstorben.

Aus diesem Anlass ist auch die biographische Skizze des Postulators für die Heiligsprechung, Dr. Gotthard Klein, „Bernhard Lichtenberg – Aus Verantwortung vor der Ewigkeit“ überarbeitet und neu aufgelegt worden.

Bernhard Lichtenberg wurde am 3. Dezember 1875 im schlesischen Ohlau geboren. Als vorbildlich frommer Priester (1899), Dompfarrer (1932) und Dompropst (1938) war er in Berlin unermüdlich und unerschrocken in Seelsorge und Caritas tätig. Wegen seines öffentlichen Gebets für die verfolgten Juden und Kritik an den „Euthanasie“-Morden wurde er am 23. Oktober 1941 von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und dann am 22. Mai 1942 von einem Sondergericht verurteilt. Nach zweijähriger Strafhaft schwerkrank, verstarb er auf dem Transport in das Konzentrationslager Dachau am 5. November 1943 in Hof.

Seine Seligsprechung als Märtyrer erfolgte durch Papst Johannes Paul II. am 23. Juni 1996 in Berlin.

Die israelische Gedenkstätte Yad Vashem verlieh ihm 2004 die Auszeichnung als „Righteous among the Nations“.