Stark für Frauenrechte - entschlossen gegen Ausbeutung 15 Jahre IN VIA in Brandenburg

Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen feiert IN VIA 15-jähriges Jubiläum für die IN VIA Koordinations- und Beratungsstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind im Land Brandenburg und des Projektes Streetwork – HIV/Aids-Prävention und Beratung für Sexarbeitende im Land Brandenburg und im grenzüberschreitenden Raum Polen. In dieser Zeit hat die IN VIA Koordinations- und Beratungsstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind im Land Brandenburg 5000 Beratungen von Betroffenen von Menschenhandel aus 25 Ländern und 300 Präventionsworkshops an Schulen durchgeführt. Seit 2010 engagiert sich die IN VIA Koordinations- und Beratungsstelle in Brandenburg für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind. Im Zentrum steht seither ein Ziel: die Unterstützungsstrukturen für Betroffene nachhaltig zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen im Land weiter auszubauen. „Menschenhandel ist eine schwere Menschenrechtsverletzung – und er findet auch in Brandenburg statt. Für die Bekämpfung ist eine multidisziplinäre Zusammenarbeit unabdingbar“ sagt die Leiterin Margarete Muresan.

Um den Menschenhandel im Land Brandenburg zu bekämpfen, arbeitet IN VIA zweigleisig – durch Intervention und Prävention. IN VIA setzt bei der Prävention auf zwei Handlungsansätze:

  • Aufsuchende Arbeit im Bereich der Prostitution: Durch regelmäßige aufsuchende Arbeit und Online-Beratung schafft IN VIA niedrigschwellige Zugänge zu Beratung, Unterstützung und Informationen. Diese Arbeit gilt als zentrale Präventionsmaßnahme gegen Gewalt und Ausbeutung an Frauen und ermöglicht frühzeitige Interventionen.
  • Präventionsworkshops an Schulen: In den vergangenen 15 Jahren hat IN VIA rund 300 Workshops an Schulen im Land Brandenburg durchgeführt. Jugendliche werden über Risiken in online Communities und die Loverboy-Methode, Rechte und Schutzmöglichkeiten informiert und gestärkt. Diese Aufklärungsarbeit ist ein entscheidender Beitrag, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu verhindern, dass junge Menschen in ausbeuterische Situationen geraten.

Die IN VIA Koordinierungs- und Beratungsstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind und das Projekt Streetwork – HIV/Aids-Prävention und Beratung im Brandenburg und im grenzüberschreitenden Raum Polen werden vom Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Brandenburg und durch Eigenmittel von IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit für das Erzbistum Berlin finanziert.

Weitere Informationen:

IN VIA Koordinations- und Beratungsstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind - Telefon: 0177 73 86 276; E-mail: kub(ät)invia-berlin.de

Träger: IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit für das Erzbistum Berlin gGmbH – www.invia-berlin.de