„Großer Gewinn für meinen Glaubensweg“ Schulpraktische Religionspädagogik an der KHSB

Das Infoplakat im Lehrerzimmer meiner Schule ließ mich gleich aufmerksam werden: „Religion gibt zu denken – Religionspraktisches Studium an der KHSB“ stand darauf. Als ich von diesem Studiengang erfuhr, war ich noch gar nicht lange mit dem Referendariat fertig und hatte begonnen, an der Katholischen Schule St. Alfons (KSSA) als Grundschullehrerin zu arbeiten. Meinen Glauben zu leben, ihn weiterzugeben und mit Kindern darüber ins Gespräch zu kommen, war eigentlich gar nicht so neu für mich: Seit meiner Kindheit war ich in meiner Gemeinde aktiv. Bereits als Oberministrantin oder bei der Erstkommunionvorbereitung hatte ich den Wunsch verspürt, unseren Glauben an Gott mit anderen zu teilen.

In meinem Berufsleben war ich also gerade richtig angekommen, aber mir fehlte etwas Wichtiges. So kam es, dass ich mich zu dem Studiengang anmeldete und zwei Jahre lang neben den schulischen Aufgaben weiterstudierte.

Besonders die gemeinsamen Seminare in Berlin, Hamburg oder im Kloster Nütschau waren eine unglaubliche Bereicherung. Das Besondere für mich war, dass ich jederzeit das theoretische Wissen in der Schule anwenden und mich ganz neu einbringen konnte. Ich durfte als Klassenleiterin einer ersten Klasse gleich den Religionsunterricht übernehmen. Im Laufe des Studiums und auch nach dem Abschluss wurde mir bewusst, wie wertvoll es ist, die religiöse Entwicklung der Kinder zu erleben und wie hilfreich der ständige Austausch darüber mit den anderen Studierenden war.

Seit meinem Abschluss an der KHSB im Jahr 2024 konnte ich an meiner Schule mehrere Religionsklassen übernehmen. Ich freue mich, dass ich von der ersten bis zur sechsten Klasse so viele unterschiedliche Erfahrungen machen darf. Außerdem ist es schön, dass ich den Religionsunterricht sowohl mit den Gemeindegottesdiensten verknüpfen als auch in der Schulpastoral mitwirken kann.

Selbst in der bisher kurzen Zeit als Religionslehrerin habe ich viele bewegende Momente erlebt: Zum Beispiel war die Beauftragung mit der Missio Canonica ein wunderbarer und festlicher Tag. Eine Schülerin, die sich jetzt taufen lassen möchte, gab mir das Gefühl, dass ich die Kinder auf ihrem Glaubensweg wirklich begleiten und stärken kann. Auch die tiefgehenden Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern meiner ersten eigenen Klasse zeigen, dass der Religionsunterricht in den Herzen der Kleinen ankommt.

Für meinen eigenen Glaubensweg und meine Beziehung mit Gott war das Studium auf jeden Fall ein großer Gewinn. Abgesehen von dem neuen Wissensschatz spüre ich seit dem Studium, dass unser christlicher Glaube immer noch mehr ist, als man erahnen kann. Gott ist so unfassbar groß, dass nun meine Neugier und mein Bedürfnis noch weiter gewachsen sind, den Glauben zu leben und mich immer wieder neu mit Jesus auf den Weg zu machen.

Clarissa Lehmeyer (Katholische Schule St. Alfons) hat den Weiterbildungsstudiengang „Schulpraktische Religionspädagogik“ an der KHSB absolviert. Mehr Informationen gibt es auf der Website der KHSB: https://www.khsb-berlin.de/studium/studienangebot/schulpraktische-religionspaedagogik-1.html