Motorräder und Biker-Kluft: Ein ungewöhnlicher Anblick rund um die und in der Sankt Hedwigs-Kathedrale. Am Sonntag, 5. Oktober 2025 haben hier rund 300 Menschen der verunglückten Motorradfahrerinnen und -fahrer gedacht und für sie und ihre Familien gebetet. Dieser ökumenische Gottesdienst auf Initiative von "Christ und Motorrad" hat bereits Tradition:
Die Gemeinschaft Christ und Motorrad – Berlin (CuM) ist kein Motorradclub im herkömmlichen Sinn, wir sind eine Gruppe von Menschen, die Motorrad fahren, Interesse daran haben, auf Verkehrssicherheit achten und den christlichen Glauben mit seinen Werten teilen. Auch religiös Ungebundene gehören dazu und sind uns herzlich willkommen.
Von dieser Motivation bewegt, organisiert Christ und Motorrad jedes Jahr Anfang Oktober eine Mahn- und Gedenkfahrt für die in der vergangenen Saison tödlich verunglückten Motorradfahrer und -fahrerinnen in Berlin und Brandenburg. Dem von der Polizei begleiteten Korso durch die Berliner Innerstadt folgt als Abschluss immer ein Gottesdienst in einer der Berliner Kirchen.
Seit 1974 gibt es den Korso mit einem Gottesdienst. Die am Beginn evangelische Idee, hat sich über die Jahre zu einer ökumenischen Initiative entwickelt. Diese gewachsene, organisatorisch sehr aufwendige und kostenintensive Großveranstaltung hat CuM bis 2014 in enger Zusammenarbeit mit dem Ring Berliner Motorradclubs (RBMC) sowie der Arbeitsgemeinschaft christlicher Motorradfahrer (ACM) durchgeführt. Seit der Auflösung des RBMC 2015 organisiert CuM die Gedenkfahrt aus eigenen Kräften, aber mit der Unterstützung der ACM sowie der EKBO.
Jeden Dienstag treffen wir uns auf der Basis eines gemeinsamen Interesses zu religiösen oder weltlichen Themen, Ausfahrten und allem, was Gemeinschaft zu einer schönen Erfahrung macht. Dazu gehört am Saisonbeginn jeden Jahres ein Anlassgottesdienst in der Dorfkirche in Großziehten.