Das neue Jahrbuch des Diözesangeschichtsvereins enthält die Vorträge der letzten zwei Jahre. Herausgegeben wurde es von Pfarrer Michael Höhle. Auch im Jahr 2018 wird es wieder kirchenhistorische Themenvorträge geben.
Rund 250 Seiten Geschichte des Erzbistums enthält das neue Wichmann Jahrbuch vom Diözesangeschichtsverein Berlin. Pfarrer Michael Höhle hat als Vorsitzender des Vereins jetzt die Folge 14 für 2016/2017 herausgegeben Der 56./57. Jahrgang enthält die Vorträge dieser Jahre, die in der Regel jeden Monat im Pfarrsaal von Heilige Familie in Prenzlauer Berg stattfinden.
So liest man zum Beispiel aus der Feder des Herausgebers seinen Vortrag zum Thema: „Von ‚unten‘, von ‚oben‘ her – wie sind unsere Gemeinden entstanden?“ Sein Fazit: „Das Leben lässt sich nicht immer in Canones fassen. Unsere ‚Mutterpfarreien‘ sind nicht nach dem kanonischen Recht entstanden – und doch als Werk des heiligen Geistes.“ Viele Gemeinden hätten jahrzehntelang nur selten die heilige Messe feiern können und sich dennoch als Gemeinde im Heiligen Geist versammelt – „der Geist Gottes ist kreativer als am Schreibtisch erdachte Pläne, denn er hat es mit lebendigen Menschen zu tun.“ Weitere Autoren werfen Schlaglichter auf die Bischöfe des Erzbistums Berlin: Die Kardinäle Alfred Bengsch und Georg Ster- zinsky in der Erinnerung ihrer Sekretäre. Wolfgang Knauft stellt „Galens Berliner Jahre“ vor, Helmut Moll den Widerstandskämpfer Josef Wirmer, Florian Bock den christlich motivierten Widerstand von Justus Delbrück. Elf Rezensionen runden den Band ab.
Nächste Vorträge zu „Kirche auf dem Weg“
Die nächsten Vorträge unter dem Leitgedanken „Kirche auf dem Weg“ finden jeweils um 19.30 Uhr im Pfarrsaal der Gemeinde Heilige Familie in Berlin-Prenzlauer Berg, Wichertstraße 22, statt. Am 30. Januar lautet das Thema „Der Dreißigjährige Krieg in der Mark Brandenburg – Kriegsverlauf, Kriegsbilanz und erste Wiederaufbaumaßnahmen“, Referent ist Matthias Asche. Am 20. Februar spricht Heinrich Kaak über „Ein Pfarrer über Besatzung, Zerstörung, Pest, Hunger und Überleben – der Dreißigjährige Krieg in der Prenzlauer Chronik Christoph Sürings“. Gabriel Berger referiert am 13. März über das Thema „Umgeben von Hass und Mitgefühl – über jüdische Autonomie im polnischen Niederschlesien nach der Schoah 1945-1949“.
Der Jahresbeitrag für den Diözesangeschichtsverein ist 20 Euro; alle Vorträge sind kostenlos – wie das Jahrbuch. Kontakt: Michael Höhle 0 30 / 67 73 31 4.